Airbnb-Hosts dürfen Gäste nicht mehr zu schwerer Hausarbeit zwingen
Airbnb ändert die Regeln für Gastgeber und verbietet ab November aufwendige Reinigungsarbeiten für Gäste. Reisende müssen künftig nicht mehr spülen oder Betten abziehen, bevor sie abreisen. Die Änderungen stoßen bei einigen Vermietern auf Widerstand.
Laut den Richtlinien der Plattform sind die von den Gastgebern festgelegten Reinigungsgebühren ausschließlich dazu gedacht, standardmäßige Aufgaben wie Staubsaugen oder die Wäsche nach der Abreise abzudecken. Nutzer hatten sich in der Vergangenheit häufig darüber beschwert, trotz dieser Gebühren lange Listen mit Pflichten abarbeiten zu müssen.
Die neuen Anforderungen müssen künftig vor der Buchung in einem speziellen Bereich des Inserats aufgeführt sein. Gastgeber dürfen zusätzliche Regeln nicht mehr nachträglich über Nachrichten oder durch Schilder in der Unterkunft kommunizieren.
Es bleibt weiterhin zumutbar, dass Reisende schmutziges Geschirr in die Spüle stellen, benutzte Handtücher sammeln, den Abfall in Innenräumen trennen oder die Klimaanlage ausschalten. Ausnahmen für strengere Vorgaben gelten bei besonderen lokalen Gegebenheiten, etwa für die Entsorgung von Abfall in bärensicheren Tonnen oder die Begrenzung von Duschzeiten bei regionaler Wasserknappheit.
Wer sich als Vermieter nicht an die neuen Bestimmungen hält, muss mit Konsequenzen rechnen. Airbnb warnt davor, dass bei Verstößen Verwarnungen ausgesprochen, Inserate entfernt oder Konten im schlimmsten Fall komplett von der Plattform verbannt werden können.
Wie steht ihr zu den neuen Regeln? Findet ihr die Entlastung der Gäste richtig oder versteht ihr den Ärger der Vermieter? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Ab dem 20. November 2026 verbietet Airbnb zeitraubende Putzvorgaben für Gäste
- Reisende müssen Betten nicht mehr abziehen oder das Geschirr abwaschen
- Alle verbleibenden Pflichten müssen zwingend vor Buchung im Inserat stehen
- Einzelne Vermieter fürchten Gesundheitsrisiken und wollen Inserate löschen
- Bei Nichteinhaltung der Richtlinien droht Vermietern die Kontosperrung
- Das Schutzprogramm AirCover sichert Gastgeber bei extremen Schäden weiter ab
Schluss mit aufwendigem Putzen
Gute Nachrichten für Reisende: Für Reservierungen ab dem 20. November 2026 verbietet Airbnb den Gastgebern, von Reisenden Aufgaben zu verlangen, die üblicherweise professionelle Reinigungskräfte übernehmen. Dazu gehören zeitaufwendige Arbeiten, die Gäste bisher oft trotz Zahlung einer Reinigungsgebühr erledigen mussten.Laut den Richtlinien der Plattform sind die von den Gastgebern festgelegten Reinigungsgebühren ausschließlich dazu gedacht, standardmäßige Aufgaben wie Staubsaugen oder die Wäsche nach der Abreise abzudecken. Nutzer hatten sich in der Vergangenheit häufig darüber beschwert, trotz dieser Gebühren lange Listen mit Pflichten abarbeiten zu müssen.
Die neuen Anforderungen müssen künftig vor der Buchung in einem speziellen Bereich des Inserats aufgeführt sein. Gastgeber dürfen zusätzliche Regeln nicht mehr nachträglich über Nachrichten oder durch Schilder in der Unterkunft kommunizieren.
Diese Aufgaben sind tabu
Laut The Verge schränkt Airbnb die Anforderungen an die Gäste ein. Zwar dürfen Vermieter weiterhin vernünftige Bitten äußern, doch Aufgaben, die viel Zeit oder erhebliche Anstrengung erfordern, sind untersagt. Konkret nennt die Plattform folgende Beispiele für unzulässige Forderungen:- Gäste dürfen nicht aufgefordert werden, Geschirr zu spülen und wegzuräumen.
- Das Abziehen der Betten oder das Starten einer Waschmaschine ist untersagt.
- Gäste dürfen nicht aufgefordert werden, den Müll vom Grundstück wegzubringen.
Es bleibt weiterhin zumutbar, dass Reisende schmutziges Geschirr in die Spüle stellen, benutzte Handtücher sammeln, den Abfall in Innenräumen trennen oder die Klimaanlage ausschalten. Ausnahmen für strengere Vorgaben gelten bei besonderen lokalen Gegebenheiten, etwa für die Entsorgung von Abfall in bärensicheren Tonnen oder die Begrenzung von Duschzeiten bei regionaler Wasserknappheit.
Widerstand der Gastgeber
Die Maßnahmen sind auf der anderen Seite der Gleichung umstritten und ungeliebt: Einige Vermieter wehren sich in Foren gegen die Änderungen und argumentieren, dass die Einschränkungen Gesundheitsrisiken bergen. Sie befürchten, dass das Modell zu sehr an klassische Hotels angepasst wird. Einzelne Gastgeber drohen damit, ihre Inserate zu entfernen.Wer sich als Vermieter nicht an die neuen Bestimmungen hält, muss mit Konsequenzen rechnen. Airbnb warnt davor, dass bei Verstößen Verwarnungen ausgesprochen, Inserate entfernt oder Konten im schlimmsten Fall komplett von der Plattform verbannt werden können.
Wie steht ihr zu den neuen Regeln? Findet ihr die Entlastung der Gäste richtig oder versteht ihr den Ärger der Vermieter? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Gilt das Putzpflicht-Verbot weltweit?
Ja, die neuen Vorgaben gelten für alle Buchungen weltweit, die ab dem 20. November 2026 getätigt werden.
Sind separate Verträge weiter erlaubt?
Nein, ab dem 20. November verbietet Airbnb den Gastgebern grundsätzlich, von Gästen die Unterschrift unter separate Verträge zu verlangen. Ausnahmen gelten etwa, wenn lokale Gesetze oder Vorgaben der Hausbesitzervereinigung dies erfordern.
Zusätzliche Vereinbarungen bleiben zudem bei längeren Aufenthalten erlaubt oder wenn Gäste eine optionale Annehmlichkeit wie einen Golfwagen mieten. Gastgeber müssen diese Ausnahmen vorab im entsprechenden Bereich ihres Inserats offenlegen.
Zusätzliche Vereinbarungen bleiben zudem bei längeren Aufenthalten erlaubt oder wenn Gäste eine optionale Annehmlichkeit wie einen Golfwagen mieten. Gastgeber müssen diese Ausnahmen vorab im entsprechenden Bereich ihres Inserats offenlegen.
Welche Hausregeln sind noch erlaubt?
Gastgeber können ihre Vorschriften aus sieben standardisierten Kategorien wählen. Diese umfassen Haustiere, das Rauchen, Ruhezeiten, Veranstaltungen, kommerzielle Fotografie, die maximale Anzahl an Übernachtungsgästen sowie das Abschließen der Unterkunft beim Check-out.
Diese Hausregeln müssen zum Zeitpunkt der Buchung vollständig angezeigt werden. Individuelle Bitten können Gastgeber weiterhin hinzufügen, sofern diese angemessen bleiben.
Diese Hausregeln müssen zum Zeitpunkt der Buchung vollständig angezeigt werden. Individuelle Bitten können Gastgeber weiterhin hinzufügen, sofern diese angemessen bleiben.
Wer zahlt bei extremer Verschmutzung?
Wenn etwas beschädigt wird oder fehlt, erwartet Airbnb von den Gästen die Zahlung eines angemessenen Betrags für die Reparatur oder den Ersatz. Zudem sind Gastgeber über das Schutzprogramm AirCover abgesichert.
Dieses erstattet Gastgebern laut Airbnb bis zu 3 Millionen Dollar (rund 2,8 Millionen Euro) für bestimmte von Gästen verursachte Sachschäden, etwa an Möbeln oder Autos. Auch zusätzliche Reinigungskosten zur Entfernung von Rauchgeruch oder nach Unfällen mit Haustieren sind abgedeckt. Die normale Reinigungsgebühr deckt hingegen nur den standardmäßigen Wäschewechsel oder das Staubsaugen ab.
Dieses erstattet Gastgebern laut Airbnb bis zu 3 Millionen Dollar (rund 2,8 Millionen Euro) für bestimmte von Gästen verursachte Sachschäden, etwa an Möbeln oder Autos. Auch zusätzliche Reinigungskosten zur Entfernung von Rauchgeruch oder nach Unfällen mit Haustieren sind abgedeckt. Die normale Reinigungsgebühr deckt hingegen nur den standardmäßigen Wäschewechsel oder das Staubsaugen ab.
Wie wollen Gastgeber die Regeln umgehen?
Einige Vermieter kündigen in Foren an, ihre Küchen auf die reine Grundausstattung zu reduzieren. Andere wollen ihre Putz-Vorgaben in unpassende Profilbereiche wie den Gastzugang verschieben.
Zudem diskutieren manche Gastgeber, ein Handbuch im Haus auszulegen und die Gäste zur Nennung eines Codewortes als Lesebeweis zu zwingen. Mehrere Nutzer wiesen jedoch darauf hin, dass dies nicht durchsetzbar sei und gegen die aktuellen Airbnb-Richtlinien verstoße. Einem Gastgeber zufolge verhinderte die Oberfläche der Plattform bereits das Speichern unzulässiger Bitten.
Zudem diskutieren manche Gastgeber, ein Handbuch im Haus auszulegen und die Gäste zur Nennung eines Codewortes als Lesebeweis zu zwingen. Mehrere Nutzer wiesen jedoch darauf hin, dass dies nicht durchsetzbar sei und gegen die aktuellen Airbnb-Richtlinien verstoße. Einem Gastgeber zufolge verhinderte die Oberfläche der Plattform bereits das Speichern unzulässiger Bitten.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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