KI bringt wenig Entlassungen, macht es Job-Einsteigern aber schwer
Der zunehmende Einsatz von KI-Technologien in Unternehmen trifft vor allem Berufseinsteiger hart. In den betroffenen Bereichen kommt es so eher zu einer Stagnation der Beschäftigung als zu Entlassungen.
Für ihre Untersuchung werteten die Forscher umfangreiche, anonymisierte Gehalts- und Beschäftigungsdaten des Personaldienstleisters ADP aus. Zusätzlich ordneten sie Berufe danach ein, wie stark sie durch KI verändert werden könnten. Dafür flossen sowohl bestehende Forschungsansätze als auch Daten des Anthropic Economic Index ein, der die tatsächliche Nutzung von KI in verschiedenen Berufen untersucht.
Über den gesamten Arbeitsmarkt betrachtet fallen die Unterschiede bislang vergleichsweise gering aus. Bei den 22- bis 25-Jährigen zeigt sich hingegen eine deutlichere Entwicklung. Seit 2022 sank die Beschäftigung in den 40 Prozent der Berufe mit der höchsten KI-Belastung um rund elf Prozent. In den 60 Prozent der Tätigkeiten mit geringerer KI-Belastung nahm die Beschäftigung junger Arbeitnehmer dagegen um etwa zehn Prozent zu.
Nach Einschätzung der Forscher liegt der Hauptgrund nicht in einer Zunahme von Kündigungen oder freiwilligen Jobwechseln. Vielmehr stellen Unternehmen in den betroffenen Bereichen weniger Berufseinsteiger ein. Auch die Löhne stehen demnach weniger unter Druck als die Zahl der verfügbaren Stellen.
Die Forscher vermuten außerdem, dass Berufe mit stark standardisiertem und dokumentiertem Wissen besonders anfällig sind. Erfahrungswissen, das erst durch praktische Tätigkeit und Mentoring entsteht, könnte dagegen einen gewissen Schutz bieten. Auch ein höherer Bildungsgrad scheint die Unterschiede zwischen stärker und weniger betroffenen Berufen abzumildern.
Studienleiter Erik Brynjolfsson warnt deshalb vor einer schleichenden Veränderung des Arbeitsmarkts. Während viele Beschäftigte ihre bisherigen Stellen behalten könnten, werde der Einstieg für die nachrückende Generation zunehmend schwieriger. Die beobachteten Effekte seien "real, persistent and widening" - also real, anhaltend und zunehmend größer.
Siehe auch:
Problem für junge Menschen
Eine aktualisierte Studie von Ökonomen der Stanford University zeigt, dass die Beschäftigung von 22- bis 25-Jährigen in Berufen mit besonders hoher KI-Belastung inzwischen deutlich stärker zurückgeht als in weniger betroffenen Tätigkeitsfeldern. Der Abstand ist größer geworden: Lag er im vergangenen Jahr noch bei 13 Prozent, sind es inzwischen 19 Prozent.Für ihre Untersuchung werteten die Forscher umfangreiche, anonymisierte Gehalts- und Beschäftigungsdaten des Personaldienstleisters ADP aus. Zusätzlich ordneten sie Berufe danach ein, wie stark sie durch KI verändert werden könnten. Dafür flossen sowohl bestehende Forschungsansätze als auch Daten des Anthropic Economic Index ein, der die tatsächliche Nutzung von KI in verschiedenen Berufen untersucht.
Über den gesamten Arbeitsmarkt betrachtet fallen die Unterschiede bislang vergleichsweise gering aus. Bei den 22- bis 25-Jährigen zeigt sich hingegen eine deutlichere Entwicklung. Seit 2022 sank die Beschäftigung in den 40 Prozent der Berufe mit der höchsten KI-Belastung um rund elf Prozent. In den 60 Prozent der Tätigkeiten mit geringerer KI-Belastung nahm die Beschäftigung junger Arbeitnehmer dagegen um etwa zehn Prozent zu.
Nach Einschätzung der Forscher liegt der Hauptgrund nicht in einer Zunahme von Kündigungen oder freiwilligen Jobwechseln. Vielmehr stellen Unternehmen in den betroffenen Bereichen weniger Berufseinsteiger ein. Auch die Löhne stehen demnach weniger unter Druck als die Zahl der verfügbaren Stellen.
Unterschiede nach Branchen
Entscheidend ist zudem, wie KI eingesetzt wird. Tätigkeiten, bei denen Systeme menschliche Arbeit vollständig ersetzen können, sind besonders stark betroffen. Dazu zählen beispielsweise Buchhaltung und Empfangstätigkeiten. In Berufen, in denen KI dagegen vor allem als Unterstützung für Beschäftigte dient, fällt die Entwicklung deutlich weniger eindeutig aus. Pflegekräfte oder Führungskräfte nutzen KI beispielsweise eher ergänzend.Die Forscher vermuten außerdem, dass Berufe mit stark standardisiertem und dokumentiertem Wissen besonders anfällig sind. Erfahrungswissen, das erst durch praktische Tätigkeit und Mentoring entsteht, könnte dagegen einen gewissen Schutz bieten. Auch ein höherer Bildungsgrad scheint die Unterschiede zwischen stärker und weniger betroffenen Berufen abzumildern.
Studienleiter Erik Brynjolfsson warnt deshalb vor einer schleichenden Veränderung des Arbeitsmarkts. Während viele Beschäftigte ihre bisherigen Stellen behalten könnten, werde der Einstieg für die nachrückende Generation zunehmend schwieriger. Die beobachteten Effekte seien "real, persistent and widening" - also real, anhaltend und zunehmend größer.
Zusammenfassung
- Künstliche Intelligenz erschwert jungen Menschen den Berufseinstieg
- Betroffene Firmen entlassen kaum Personal, stellen aber weniger ein
- In stark betroffenen Berufen sank die Beschäftigung junger Menschen
- Tätigkeiten, bei denen KI Menschen ganz ersetzt, sind stark bedroht
- Praktische Erfahrung und ein hoher Bildungsgrad schützen vor der KI
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