Portable Computer: Perplexity startet lokale KI ganz ohne Cloud

Autark, datenschutzfreundlich, aber extrem hardwarehungrig: Perplexity veröffentlicht den "Portable Computer" für lokale KI-Agenten. Das Modell berechnet Aufgaben direkt auf dem eigenen System und weicht nur im Notfall auf externe Cloud-Server aus.
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WinFuture/KI-generiert

    Lokale KI-Agenten für den PC

    Perplexity hat heute Portable Computer vorgestellt. Hinter diesem Namen verbirgt sich eine Plattform, die es ermöglicht, KI-Agenten vollständig auf vorhandener Hardware auszuführen. Unterstützt werden unter anderem Nvidias DGX-Spark-Desktop-Supercomputer und Linux-Rechner mit Nvidia-RTX-Grafikkarten.

    Die lokale Ausführung soll Kosten und Datenschutzbedenken bei der Nutzung künstlicher Intelligenz verringern. Für die Verarbeitung der Anfragen fallen keine Gebühren an. Das System arbeitet in einer isolierten Umgebung und kann auf Werkzeuge wie Gmail oder GitHub zugreifen. Sensible Unternehmensdaten müssen dadurch nicht an Server von Drittanbietern übertragen werden.


    Wie das Unternehmen auf seiner Webseite erklärt, übernimmt ein lokaler Orchestrator die Planung der Aufgaben. Derzeit stehen Qwen 3.8 27B und eine angepasste Version namens PPLX 27B zur Verfügung. Die Modelle sollen Suchanfragen effizient verarbeiten und komplexe Codestrukturen analysieren.

    Hohe Anforderungen an die Hardware

    Für den Betrieb benötigen Anwender eine Grafikkarte mit mindestens 24 Gigabyte Videospeicher. Das entspricht etwa einer GeForce RTX 3090 oder einem neueren Modell. Die Software ist auf Nvidias CUDA-Architektur ausgelegt.

    Der Zugang ist zunächst zahlenden Abonnenten der Pro- und Enterprise-Tarife vorbehalten. Die Plattform läuft derzeit nur unter Linux, etwa auf Ubuntu. Eine Windows-Version soll im September folgen. Apple-Rechner werden vorerst nicht unterstützt, da die erforderlichen Bibliotheken nicht für die Silicon-Architektur verfügbar sind.

    Portable Computer auf NVIDIA DGX Spark: Der Local-First-Agent-Stack ist da.
    Perplexity

    Hybrider Ansatz spart Kosten

    Portable Computer folgt dem Ansatz, KI-Aufgaben teilweise von Rechenzentren auf die Geräte der Nutzer zu verlagern. Übersteigt eine Anfrage die Möglichkeiten des lokalen Rechners, bittet das System um Erlaubnis, auf ein leistungsfähigeres Cloud-Modell auszuweichen.

    Für Anwender entfallen bei der lokalen Verarbeitung laufende Gebühren. Zudem bleiben sensible Dokumente auf dem eigenen Gerät. Dem stehen die hohen Kosten und der Energiebedarf geeigneter Hardware gegenüber. Auch die zunächst fehlende Unterstützung für Apple-Betriebssysteme schränkt die Nutzung ein.

    Kompakte Sprachmodelle erreichen bei komplexen Logikaufgaben weiterhin nicht immer das Niveau großer Cloud-Modelle. Der hybride Ansatz ermöglicht es Nutzern jedoch, lokale Verarbeitung und externe Dienste je nach Aufgabe zu kombinieren.

    Würdet ihr für mehr Datenschutz in teure lokale Hardware investieren oder reicht euch die Cloud? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

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    Was ist "Portable Computer"?
    Der "Portable Computer" ist ein lokaler KI-Agent von Perplexity. Im Gegensatz zu reinen Cloud-Lösungen läuft die gesamte KI-Infrastruktur direkt auf Ihrer eigenen Hardware. Das System bündelt die Benutzeroberfläche, Werkzeuge und das KI-Modell in einer Anwendung.

    Für den IT-Alltag bedeutet das: Sie können der KI komplexe, mehrstufige Aufgaben übergeben, ohne sensible Unternehmensdaten in die Cloud hochzuladen. Die KI kann beispielsweise lokal Code-Repositories analysieren oder Finanzdaten auswerten.
    Welche Hardware wird vorausgesetzt?
    Die Anforderungen sind hoch: Aktuell wird ein Linux-System (Ubuntu oder Nvidia DGX OS) mit einer Nvidia-RTX-GPU benötigt. Zwingend erforderlich sind mindestens 24 GB VRAM, was in etwa einer GeForce RTX 3090 oder neuer entspricht.

    Eine Windows-Unterstützung soll laut Perplexity im September folgen. Apple-Silicon-Nutzer (Macs mit M-Chips) gehen vorerst leer aus, da der Fokus derzeit stark auf Nvidia-Hardware liegt. Zudem wird ein kostenpflichtiges Perplexity-Abo benötigt.
    Wie sicher sind meine lokalen Daten?
    Sicherheit ist der Kernnutzen dieses Systems. Da die KI lokal arbeitet, verlassen sensible Dokumente oder Quellcodes Ihr Gerät standardmäßig nicht. Die Ausführung von Code und Werkzeugen findet in einer isolierten Sandbox-Umgebung statt.

    Sollte die Sandbox ausfallen, deaktiviert sich das System angeblich selbst, um ungeschützte Zugriffe zu verhindern. Dies ist ein klarer Vorteil gegenüber vielen Open-Source-Lösungen, die oft mit vollen Administratorrechten des Nutzers agieren.
    Fallen Kosten für die Nutzung an?
    Abgesehen vom benötigten Perplexity-Abo (Pro, Enterprise etc.) und den Stromkosten der Hardware fallen für die lokale Verarbeitung keine Token-Gebühren an. Der Zähler für Cloud-Credits bleibt bei lokalen Aufgaben schlicht auf null.

    Dies macht den Einsatz für langwierige Agenten-Workflows attraktiv. Wenn die KI stundenlang Logfiles durchsucht oder große Code-Migrationen durchführt, würden in der Cloud enorme API-Kosten entstehen. Lokal ist dieser Prozess praktisch kostenlos.
    Funktioniert das Tool komplett offline?
    Ja, die Basisarbeit erfolgt offline. Das System verfolgt jedoch einen hybriden Ansatz. Stößt das lokale Modell an seine Grenzen, kann der sogenannte Orchestrator eine Anfrage an leistungsstärkere Cloud-Modelle (wie Claude Opus 5) weiterleiten.

    Wichtig für die Compliance: Die KI fragt vor jedem Cloud-Zugriff explizit um Erlaubnis. Ein Filter prüft die ausgehenden Daten auf persönliche Informationen und zeigt Ihnen genau an, was gesendet wird. Die Cloud-KI erhält zudem keinen Zugriff auf lokale Dateien.
    Welche Apps lassen sich anbinden?
    Der Agent kann direkt in Ihren bestehenden Workflow integriert werden. Er bietet native Anbindungen an Dienste wie Google Drive, Gmail, Outlook, Slack und GitHub. Diese Integrationen wurden speziell für den lokalen Betrieb optimiert.

    Ein praktisches Beispiel: Sie können die KI anweisen, lokal eine CSV-Datei mit Nutzerdaten zu analysieren und die fertige Auswertung anschließend automatisch in einen bestimmten Slack-Kanal zu posten. So bleibt die Datenverarbeitung privat, das Ergebnis aber teilbar.
    Welche KI-Modelle kommen zum Einsatz?
    Zum Start stehen zwei Modelle zur Wahl: Das bekannte Open-Source-Modell Qwen 3.8 27B sowie PPLX 27B. Letzteres ist eine von Perplexity speziell nachtrainierte Version, die laut internen Benchmarks präziser und effizienter arbeiten soll.

    In naher Zukunft soll zudem Nvidias "Nemotron 3.5 Lightning" folgen, das angeblich besonders für hochvolumige und lang laufende Aufgaben konzipiert wurde. Nutzer können je nach Anforderung flexibel zwischen den Modellen wechseln.
    Ersetzt das Tool Lösungen wie Ollama?
    Nicht direkt, da beide unterschiedliche Ansätze verfolgen. Ollama ist hervorragend geeignet, um schnell ein KI-Modell lokal zum Laufen zu bringen. Für komplexe, agentenbasierte Aufgaben müssen Sie bei Ollama jedoch Werkzeuge und Skripte mühsam selbst verknüpfen.

    Der Portable Computer liefert hingegen das komplette "Agent Harness" (Gerüst) out-of-the-box. Er bündelt Modell, Werkzeuge, Sandbox und Benutzeroberfläche in einem System. Es richtet sich an Anwender, die eine fertige Lösung für produktive Workflows suchen.
    Zusammenfassung
    • Perplexity stellt die Plattform Portable Computer für lokale KI vor
    • Die Ausführung erfolgt direkt auf der eigenen Hardware des Nutzers
    • Ein lokaler Betrieb spart Kosten und schützt sensible Firmendaten
    • Die Software benötigt starke Nvidia-Grafikkarten mit mindestens 24 GB VRAM
    • Ein hybrider Ansatz erlaubt bei Bedarf den Wechsel in die Cloud-KI
    • Der Zugriff bleibt vorerst zahlenden Pro- und Enterprise-Kunden vorbehalten

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