Waymo bestätigt Expansion nach München:
Robotaxis starten 2027

Selbstfahrende Taxis kommen nach Deutschland. Ein US-amerikanischer Anbieter startet bald die ersten Testfahrten in der bayerischen Landeshauptstadt. Bis Ende des Jahres 2027 soll ein vollautonomer Fahrdienst für alle verfügbar sein.
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    Robotaxis kommen auf den deutschen Markt

    Waymo expandiert nach München. Die bayerische Hauptstadt wird damit die erste Stadt auf dem europäischen Festland, in der fahrerlose Taxis im regulären Straßenverkehr eingesetzt werden. Spekuliert wurde darüber schon im Juni.

    Bereits in den kommenden Wochen sollen die ersten Fahrzeuge auf Münchens Straßen unterwegs sein. Zunächst steuert speziell geschultes Personal die Autos manuell. In dieser Phase erfassen die Wagen das Straßennetz und erstellen hochauflösende Karten. Das autonome System muss sich an die lokalen Verkehrsbedingungen anpassen, bevor der reguläre Betrieb ohne menschliches Fahrpersonal beginnt.


    Wie Waymo in einem Blogbeitrag mitteilt, arbeitet das Unternehmen eng mit dem Kraftfahrt-Bundesamt und lokalen Behörden zusammen. Die Alphabet-Tochter nutzt für die Orientierung eine Kombination aus verschiedenen Sensoren.

    Auf dem Dach der Fahrzeuge befindet sich ein sogenannter Lidar-Sensor. Das System sendet Laserlichtimpulse aus und erstellt ein dreidimensionales Abbild der Umgebung. Zusätzlich zur Lidar-Technik greift das System auf weitere Komponenten zurück. Zur Ausstattung der Fahrzeuge gehören vier Lidar-Sensoren, 13 Kameras sowie sechs Radarsensoren zur Geschwindigkeitsmessung. Fahrgäste bestellen den Wagen per App. Das Lenkrad dreht sich während der Fahrt von selbst.

    Sicherheit und rechtliche Hürden

    Unternehmensdaten zufolge sind die autonomen Fahrzeuge seltener in Unfälle verwickelt als menschliche Autofahrer. Die Technologie verzeichnet 16-mal weniger Unfälle mit Schwerverletzten. Blinde und sehbehinderte Menschen profitieren ebenfalls von dem barrierefreien Mobilitätsangebot, das ohne menschliche Interaktion auskommt.

    Ein Nachteil für Nutzer ist der Preis. Eine durchschnittliche Fahrt kostet in den USA oft mehr als 20 Dollar (etwa 17 Euro). Die fahrerlosen Fahrten sind etwas teurer als vergleichbare Angebote von Diensten wie Uber. Dafür entfällt das Trinkgeld. Die Fahrweise der Software wurde über die Jahre angepasst. Fuhren die Taxis anfangs sehr zögerlich, agieren sie heute flüssiger im Verkehr.

    Waymo: Robotaxi auf dem FreewayWaymo: Robotaxi auf dem FreewayWaymo: Robotaxi auf dem FreewayWaymo: Robotaxi auf dem Freeway

    Das Projekt begann 2009 als Google Self-Driving Car Project, bevor es 2016 in ein eigenständiges Unternehmen unter dem Dach von Alphabet umgewandelt wurde. In US-Städten wie Phoenix, San Francisco und Los Angeles sind die weißen Jaguar I-Pace von Waymo bereits fest in das Straßenbild integriert.

    Dort absolvieren die Fahrzeuge wöchentlich Zehntausende Fahrten ohne menschliches Eingreifen. Die Entwickler werten die Daten kontinuierlich aus, um die Software an neue Verkehrssituationen anzupassen.

    Deutschland als Vorreiter in Europa

    Die rechtlichen Grundlagen für den fahrerlosen Straßenverkehr im Alltag hat die Bundesregierung bereits 2021 geschaffen. Fahrzeuge der Stufe vier sind im regulären Straßenverkehr erlaubt. Das Mobilitätsreferat in München sieht dennoch Anpassungsbedarf bei einigen lokalen Vorschriften, die bisher von der Anwesenheit einer Person am Steuer ausgehen.

    Ein weiterer Vorteil der Taxis ist die mögliche Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr. In Stadtrandlagen, wo klassische Buslinien wirtschaftlich schwer umsetzbar sind, können die autonomen Flotten eine Lücke schließen. Der Start in München gilt als wichtiger Testlauf für eine mögliche Ausweitung auf weitere europäische Metropolen.

    Würdet ihr in ein fahrerloses Taxi einsteigen oder ist euch das noch zu unheimlich? Teilt eure Meinung und Bedenken gerne mit uns in den Kommentaren!

    Wann starten die Robotaxis in München?
    Waymo plant, ihren kommerziellen und vollständig fahrerlosen Taxidienst gegen Ende 2027 für die Öffentlichkeit in München zu starten. München wird damit die erste Stadt in der Europäischen Union sein, in der dieser Service angeboten wird.

    Bis dahin durchläuft das Unternehmen eine strenge Testphase. In den kommenden Wochen werden die ersten Fahrzeuge im Münchner Straßenbild auftauchen, um die Stadt hochauflösend zu kartieren und das System an die lokalen Verkehrsbedingungen anzupassen.
    Fahren die Autos jetzt schon autonom?
    Nein, in der aktuellen Startphase werden die Fahrzeuge noch manuell von speziell geschultem Fachpersonal gesteuert. Diese Fahrten dienen primär dazu, das Straßennetz zu erfassen und den sogenannten Waymo Driver auf die Besonderheiten des Münchner Verkehrs zu trainieren.

    Erst wenn diese Validierungsphase erfolgreich abgeschlossen ist und alle behördlichen Genehmigungen vorliegen, wird auf den vollautonomen Betrieb umgestellt. Bis Ende 2027 sollen die Autos dann komplett ohne menschliches Eingreifen durch die bayerische Landeshauptstadt navigieren.
    Wie bestelle ich ein fahrerloses Taxi?
    Der Ablauf ist für Endanwender denkbar einfach und ähnelt bekannten Ride-Hailing-Diensten. Sie bestellen das Fahrzeug bequem über eine Smartphone-App. Das Auto fährt anschließend selbstständig zum vereinbarten Abholort vor.

    Über die App wird das Fahrzeug identifiziert und entriegelt. Sobald Sie eingestiegen sind, kann die Fahrt beginnen. Ein interessantes Detail für den Alltag: Das Lenkrad dreht sich während der Fahrt wie von Geisterhand völlig selbstständig mit.
    Was kostet eine Fahrt mit Waymo?
    Genaue Preise für den deutschen Markt sind noch nicht bekannt. Blickt man jedoch in die USA, heißt es, dass die Fahrten mit Waymo im Schnitt etwas teurer sein sollen als vergleichbare Fahrten mit Uber oder herkömmlichen Taxis.

    Dennoch erfreut sich der Dienst großer Beliebtheit. Viele technikaffine Nutzer schätzen die Privatsphäre ohne Fahrer. Zudem entfallen bei fahrerlosen Fahrten die oft üblichen Erwartungen an Trinkgelder oder Smalltalk während der Fahrt.
    Welche Technik steckt in den Autos?
    Die Fahrzeuge sind rollende Rechenzentren und erfassen ihre Umgebung in Echtzeit. Auf dem Dach rotiert ein Lidar-Sensor, der Laserimpulse aussendet und eine dreidimensionale Punktwolke der Umgebung erstellt. So erkennt das System Bordsteine, Fußgänger und andere Fahrzeuge präzise.

    Insgesamt sind die Autos mit vier Lidar-Sensoren, 13 Kameras und sechs Radarsensoren ausgestattet. Diese redundante Sensorik sorgt dafür, dass das Fahrzeug auch bei komplexen Verkehrssituationen oder schlechten Sichtverhältnissen sicher navigieren kann.
    Sind die Waymo-Taxis sicher?
    Die Statistiken sprechen deutlich für die Technologie. Nach über 350 Millionen autonom gefahrenen Kilometern verzeichnet Waymo im Vergleich zu menschlichen Fahrern 16-mal weniger Unfälle mit Schwerverletzten und 14-mal weniger Fußgängerunfälle mit Personenschaden.

    Auch unabhängige Untersuchungen, wie die des Insurance Institute for Highway Safety, bestätigen diese Zahlen. Angeblich fahren die Robotaxis mittlerweile aber etwas risikoreicher und weniger zögerlich als noch zu Beginn, um sich besser in den fließenden Verkehr einzufädeln.
    Ist fahrerloses Fahren hier legal?
    Ja, die rechtlichen Grundlagen sind bereits vorhanden. Deutschland hat 2021 als erstes Land weltweit ein Gesetz verabschiedet, das autonome Fahrzeuge der Stufe 4 (SAE Level 4) im regulären Straßenverkehr erlaubt. Waymo bewegt sich also in einem rechtssicheren Raum.

    Dennoch arbeitet das Unternehmen eng mit dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sowie lokalen Behörden zusammen, um die finalen Zulassungen zu erhalten. Laut dem Münchner Mobilitätsreferat müssen eventuell noch kleine lokale Anpassungen vorgenommen werden, da manche Regeln noch Fahrpersonal voraussetzen.
    Zusammenfassung
    • Alphabet-Tochter Waymo bringt ihre autonomen Robotaxis nach München
    • In den kommenden Wochen startet eine Testphase mit geschultem Personal
    • Die Fahrzeuge nutzen eine Kombination aus Lidar, Kameras und Radar
    • Statistiken zufolge verursachen die Robotaxis deutlich weniger Unfälle
    • Deutschland schuf bereits im Jahr 2021 die rechtlichen Grundlagen
    • In den USA sind die weißen Jaguar-Fahrzeuge bereits fest etabliert

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