Lenovo zu Speicherpreisen: So günstig wie 2025 wird es "nie mehr"

Lenovo hat im Zuge der High-Performance-Computing-Messe ISC 2026 verlauten lassen, dass man beim weltweit größten PC-Hersteller nicht davon ausgeht, dass sich die Lage im Speichermarkt in absehbarer Zeit merklich entspannt.
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WinFuture/KI-generiert

Auch größere Kapazitäten bringen keine Entspannung

Geht es nach Lenovo, werden die Preise für NAND-Flash- und DRAM-Speicher in den nächsten Jahren nicht mehr sinken. Der Lenovo-Manager Martin Hiegl erklärte dazu, dass die Preise wohl "nie mehr" auf das Niveau aus der Zeit vor dem KI-Boom sinken werden. Gemeint ist damit aber vermutlich eher ein Zeitraum von rund fünf Jahren ab heute.

Auch die von den Speicherherstellern angekündigten Maßnahmen, zum drastischen Ausbau ihrer Fertigungskapazitäten werden angeblich kaum für Entspannung sorgen, so Lenovo laut den Kollegen von ComputerBase. Unter anderem hatte mit SK Hynix einer der drei größten Speicherhersteller angekündigt, seine Kapazitäten bis 2028 verdreifachen zu wollen.


Weil die Nachfrage weiter steigt, dürften die Preise nach Meinung von Lenovo bis mindestens 2030 und möglicherweise auch danach noch auf einem extrem hohen Niveau bleiben. Wer in den kommenden Jahren neue Hardware anschaffe, müsse daher schon von vornherein bei der Planung genau den Bedarf prüfen und gegebenenfalls entsprechende Anpassungen vornehmen.

Hiegl zeigte in seiner Präsentation auch eine Folie, die einen "RAMageddon Survival Guide" in fünf Schritten zeigte. Die Einkäufer müssten demnach ihre Anforderungen prüfen, den Betrieb optimieren, die richtige CPU wählen, die Nutzung der Hardware anpassen und gegebenenfalls Lasten auf Grafikeinheiten auslagern, wenn dies sinnvoll erscheine.

Die Tipps des Lenovo-Managers dürften sich auf der HPC-Konferenz vor allem auf die Planer von Rechenzentren bezogen haben, nicht aber auf Endverbraucher. Generell rät Lenovo wohl vor allem dazu, Speicher nicht mehr als unbegrenzt verfügbares Gut zu betrachten, sondern vorab genau zu prüfen, welche Anforderungen eine bestimmte Aufgabe hat. Zuerst sollten dann andere Anpassungen erfolgen, bevor man mehr Speicher einsetzt.

Zusammenfassung
  • Lenovo erwartet für NAND-Flash und DRAM auf absehbare Zeit hohe Preise
  • Preise werden laut Lenovo nicht mehr auf das alte Niveau zurückkehren
  • Geplante Produktionserhöhungen schaffen laut Lenovo kaum Entspannung hier
  • Hohe Nachfrage lässt Preise bis 2030 auf einem hohen Niveau verharren nun
  • Martin Hiegl rät Unternehmen zur Prüfung aller Speicheranforderungen bald

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