Smart-Glasses: Künftige AR-Brillen könnten im Etui per NFC laden

NFC könnte neben der Nahfeldkommunikation auch noch eine wei­tere Aufgabe bekommen, nämlich die Energieversorgung von klei­nen mobilen Geräten. Jetzt sollen damit unter anderem neu entwickelte "smarte" Brillen geladen werden.
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NFC soll Smart-Glasses mit Energie versorgen

Wenn die sogenannten "Smart Glasses" von Herstellern wie Meta oder vielleicht einst auch Apple tatsächlich den Massenmarkt erobern sollen, muss sich beim Design noch einiges tun. Oft wirken die Geräte relativ klobig, doch jetzt verfolgt ein junges Unternehmen einen Ansatz, der zu dünneren oder zumindest eleganteren Designs beitragen könnte.

Im Zuge der Augmented Reality Expo (AWE) wurde laut Engadget von der Firma NuCurrent ein System vorgestellt, bei dem die AR-Brille langsam aber zuverlässig über NFC geladen wird, wenn der Nutzer sie in ihrem Etui verstaut. NuCurrent demonstrierte den Ansatz anhand eines Prototypen einer modifizierten Ray-Ban Meta, bei der man statt der bisher verwendeten Methode eine kleine NFC-Spule integriert hat. NuCurrent NFC-Charging für Smart-BrillenNuCurrent NFC-Charging für Smart-Brillen

Smart-Brillen bisher eher klobig

Bisher setzen die Hersteller von Augmented-Reality-Brillen für das Laden der integrierten Akkus meist auf kleine sogenannte Pogo-Pins oder gar auf einen richtigen USB-Port. Damit die Energieversorgung auf diesem Weg funktioniert, müssen die zuletzt erschienenen Modelle immer fest in ein Etui gesteckt werden, weil nur so eine sichere Verbindung gewährleistet wird.

Bei dem Ansatz von NuCurrent steckt die NFC-Spule in einem der beiden ausklappbaren Arme der Brille und im Case steckt ein entsprechendes Gegenstück, das mit dem in der Transport-Box enthaltenen Akku verbunden ist. Ein weiterer Vorteil des Konzepts soll zudem sein, dass die Hersteller ihre Brillen bei Verwendung des NFC-Charging freier und somit vielleicht optisch ansprechender gestalten können.

Die nur wenige Zehntelmillimeter dicken NFC-Spulen würden zum Beispiel deutlich mehr Raum für andere Komponenten lassen, so die Argumentation. Weil NFC eigentlich anderen Zwecken dient, ist die Ladeleistung natürlich begrenzt. Im Fall des Prototypen auf Basis der Ray-Ban Meta Glasses soll der Akku der Brille aber innerhalb von 20 Minuten auf rund die Hälfte seiner Kapazität geladen werden können.

Noch ist unklar, wann die ersten Hersteller in größerem Stil auf die Energieversorgung mittels NFC setzen könnten. NuCurrent hat sich allerdings bereits mit dem Luxusartikelhersteller Essilor Luxottica zusammengetan, der die Technologie bei seinen Nuance Audio Glasses einsetzt.

Zusammenfassung
  • NFC könnte künftig mobile Smart-Brillen zuverlässig im Etui aufladen
  • NuCurrent präsentierte ein System für AR-Brillen auf der Messe AWE
  • Dünne NFC-Spulen ersetzen bisher nötige Ports und kleine Pogo-Pins
  • Hersteller gewinnen durch platzsparende Technik mehr Designfreiheit
  • Prototyp lädt den Akku in zwanzig Minuten auf die Hälfte Kapazität
  • Erste Kooperation mit Luxottica für Nuance Audio Glasses besteht nun

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