Erstes Foto eines Notebook-Boards mit Nvidias N1-Chip und 128 GB RAM

Der US-Chiphersteller Nvidia bereitet seinen Einstieg in den Markt für Gaming-Laptops vor: Erstmals sind Bilder eines neuen N1-SOC (System-on-a-Chip) zusammen mit einem passenden Laptop-Mainboard aufgetaucht, das viel Arbeitsspeicher bereitstellt.
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Speicher satt

Die Plattform soll noch in diesem Jahr in ersten Geräten verfügbar sein, wie Partnerunternehmen wie Dell und Lenovo bereits bestätigt haben. Auf den veröffentlichten Aufnahmen ist ein Mainboard zu sehen, das mit dem N1-SOC sowie 128 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher ausgestattet ist. Angesichts der aktuellen Knappheit und Teuerung bei DRAM-Chips stellt sich das System gegen den aktuellen Trend in der Branche.

Der Speicher stammt von SK Hynix und arbeitet mit einer Geschwindigkeit von 8.533 MT/s. Auffällig ist die kompakte Anordnung der Speicherchips auf einem speziell gestalteten Bereich der Platine. In dieses Segment wird wahrscheinlich auch das Kühlsystem integriert, um sowohl den Chip als auch den Arbeitsspeicher effizient zu temperieren. Notebook-Board mit Nvidia N1Das Board mit N1-Chip und 128 GB RAM (Quelle: Goofish) Technisch setzt Nvidia beim N1 auf eine ARM-basierte Architektur. Geplant sind insgesamt 20 CPU-Kerne, bestehend aus leistungsstarken Cortex-X925- sowie energieeffizienteren Cortex-A725-Kernen. Ergänzt wird das System durch eine Blackwell-GPU mit bis zu 6.144 CUDA-Kernen in den leistungsstärkeren Varianten. Ziel ist eine Kombination aus hoher Grafikleistung und vergleichsweise niedrigem Energieverbrauch, ein Ansatz, der insbesondere für Gaming-Laptops und KI-Anwendungen interessant ist.

Stärkeres Windows on ARM

Die Entwicklung baut auf früheren Projekten auf, etwa dem GB10-SOC für kompakte Workstations, bei dem Nvidia bereits mit MediaTek zusammenarbeitete. Diese Kooperation soll nun in leistungsfähigere, aber dennoch effiziente Laptop-Chips münden.

Mit dem neuen SOC positioniert sich Nvidia zudem im wachsenden Markt für "Windows on Arm"-Geräte. Hier tritt das Unternehmen in direkte Konkurrenz zu Qualcomm und dessen Snapdragon-X-Serie. Gleichzeitig arbeitet Microsoft daran, seine Betriebssysteme besser auf diese Architektur abzustimmen. So soll eine spezielle Version von Windows 11 (26H1) optimiert für ARM-basierte Plattformen erscheinen, um Leistung und Kompatibilität zu verbessern.


Details zu konkreten Laptop-Modellen mit dem neuen Chip sind bislang noch nicht bekannt. Branchenbeobachter rechnen jedoch damit, dass weitere Informationen rund um die Computex 2026 folgen werden.

Zusammenfassung
  • Erstes Foto zeigt Nvidias N1-SOC auf Laptop-Board mit 128 GB RAM
  • Dell und Lenovo bestätigen erste Geräte mit der neuen Plattform 2026
  • SK Hynix liefert LPDDR5X mit 8.533 MT/s trotz knapper DRAM-Märkte
  • N1 kombiniert ARM-CPU mit 20 Kernen und Blackwell-GPU bis 6.144 CUDA
  • Ziel ist viel Grafikleistung bei geringerem Verbrauch für Gaming und KI
  • Nvidia greift Qualcomm bei Windows on ARM an, Infos zur Computex 2026

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