Kein KI-Erfolg, hohe Kosten:
Facebooks Meta plant Massenentlassungen

Der US-Internetkonzern Meta bereitet vor dem Hintergrund extrem hoher Ausgaben für den Ausbau seiner Kapazitäten im Bereich der sogenannten "Künstlichen Intelligenz" Massenentlassungen vor. Über 20 Prozent der Belegschaft könnten betroffen sein.
Facebook, Social Network, Mark Zuckerberg, Instagram, Zuckerberg, 4. Juli
Instagram

Meta pumpt Milliarden in KI, auf Kosten der Mitarbeiter

Während Meta Platforms, der Mutterkonzern von Facebook, WhatsApp, Instagram und Threads, seit geraumer Zeit gigantische Summen für den Bau von Rechenzentren und die Entwicklung von Chips für KI-Anwendungen steckt, bleiben die Einnahmen aus den neuen Diensten bisher spärlich.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wächst daher der Druck, die Kosten für den Betrieb des Unternehmens zu senken. Statt seine Ausgaben für den Ausbau der KI-Kapazitäten zu reduzieren, will Meta bei den Mitarbeitern sparen. Laut drei gut informierten Quellen bei dem Unternehmen sind deshalb breit angelegte Entlassungen geplant, die 20 Prozent der Mitarbeiter treffen könnten.


Unter Umständen könnte der Umfang der Kündigungen sogar noch größer ausfallen. Noch soll nicht feststehen, wann die Entlassungen erfolgen und in welchem Ausmaß sie tatsächlich umgesetzt werden, so der Bericht. Führende Manager hätten jedoch entsprechende Pläne gegenüber anderen Mitgliedern des Managements angekündigt und sie aufgefordert, sich auf die Verkleinerung der Mitarbeiterzahl vorzubereiten.

2022 & 2023 fielen bereits zehntausende Jobs weg

Meta hatte im November 2022 bereits rund 11.000 Mitarbeiter entlassen, was damals etwa 13 Prozent der gesamten Belegschaft entsprach. Nur wenige Monate, also Anfang 2023, wurde dann weiteren 10.000 Mitarbeitern gekündigt. Einer der Gründe für die jetzt erwarteten erneuten Massenentlassungen bei Meta soll die vermeintliche Steigerung der Effizienz der Arbeit einzelner Mitarbeiter durch den Einsatz von KI sein.

Erst im Januar 2026 hatte Meta-Chef und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg erklärt, er sehe starke Zuwächse bei der Effizienz, die sich aus den internen Investitionen in KI ergäben. Projekte, die bisher von großen Teams umgesetzt wurden, seien nun von einer "einzelnen sehr talentierten Person" realisierbar.

Meta hat allerdings auch einige Probleme bei der Entwicklung bzw. dem Training seiner hauseigenen Large Language Models (LLMs). Nachdem man in Verbindung mit den "Llama 4"-LLMs bereits Schwierigkeiten hatte, wurde die Einführung der "Behemoth" genannten größten Version der Llama-Models ganz aufgegeben. Mittlerweile arbeitet Meta an einem neuen LLM namens "Avocado", dessen Performance bisher aber ebenfalls hinter den Erwartungen zurückbleiben soll.

Zusammenfassung
  • Meta plant Massenentlassungen von über 20 Prozent der Belegschaft
  • Hohe Ausgaben für KI-Rechenzentren stehen geringen Einnahmen gegenüber
  • Statt KI-Ausgaben zu kürzen, will Meta bei Mitarbeitern einsparen
  • Bereits 2022 und 2023 wurden insgesamt rund 21000 Stellen gestrichen
  • Zuckerberg sieht durch KI-Einsatz starke Effizienzsteigerungen intern
  • Das größte Llama-4-Modell namens Behemoth wurde komplett aufgegeben
  • Neues Sprachmodell Avocado bleibt bisher hinter den Erwartungen zurück

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