Silizium-Kohlenstoff-Akkus:
Samsung verzichtet auf hohe Kapazitäten
Samsung treibt die Entwicklung von Silizium-Kohlenstoff-Batterien für den Einsatz in seinen Mobilgeräten weiter voran. Allerdings wird man die neue Technologie vorerst noch nicht in neuen Smartphones einsetzen.
Damit dämpft Samsung Erwartungen, wonach die Silizium-Kohlenstoff-Technologie bereits in der aktuellen Gerätegeneration Einzug halten könnte. Branchenbeobachter hatten im Vorfeld spekuliert, dass die Galaxy-S26-Serie als erste mit den neuen Akkus ausgestattet sein würde. Diese Hoffnungen erfüllten sich jedoch nicht.
Während Samsung weiterhin auf bewährte Lithium-Ionen-Batterien setzt, gehen andere Hersteller bereits einen Schritt weiter. Vor allem chinesische Smartphone-Marken nutzen seit einigen Jahren Silizium-Kohlenstoff-Akkus. Der Vorteil dieser Technologie liegt in ihrer höheren Energiedichte: Sie ermöglicht deutlich größere Kapazitäten, ohne dass die Geräte an Größe oder Gewicht zunehmen. Das Ergebnis sind Smartphones mit besonders langen Laufzeiten bei schlankem Design.
Letztlich kommt es also auf die Entscheidung des jeweiligen Geräte-Herstellers an: Man kann Nutzer mit langen Laufzeiten locken und die damit einhergehenden Probleme verschweigen. Oder man setzt eben auf ein möglichst ausgewogenes Gesamtpaket aus Laufzeit, Schnelllade-Technologie und Lebensdauer.
Siehe auch:
- Samsung entwickelt Silizium-Kohlenstoff-Akkus für seine Mobilgeräte
- Die neue Akkutechnologie kommt noch nicht in der Galaxy-S26-Reihe
- Strenge interne Tests müssen vor dem Einsatz bestanden werden
- Chinesische Hersteller nutzen diese Akkutechnologie bereits seit Jahren
- Höhere Energiedichte ermöglicht mehr Kapazität bei gleichem Gewicht
- Silizium dehnt sich stark aus und verkürzt die Gesamtlebensdauer
- Samsung setzt auf ein ausgewogenes Paket aus Laufzeit und Lebensdauer
China-Hersteller längst dabei
Dies bestätigte das Unternehmen im Rahmen einer Presseveranstaltung zur Galaxy S26-Reihe. Nach Angaben von Executive Vice President Jeong Seung Moon arbeite man intensiv an der neuen Akkugeneration, wolle sie aber erst dann verbauen, wenn sie strenge interne Tests bestehe und einen spürbaren Mehrwert für Nutzer biete.Damit dämpft Samsung Erwartungen, wonach die Silizium-Kohlenstoff-Technologie bereits in der aktuellen Gerätegeneration Einzug halten könnte. Branchenbeobachter hatten im Vorfeld spekuliert, dass die Galaxy-S26-Serie als erste mit den neuen Akkus ausgestattet sein würde. Diese Hoffnungen erfüllten sich jedoch nicht.
Während Samsung weiterhin auf bewährte Lithium-Ionen-Batterien setzt, gehen andere Hersteller bereits einen Schritt weiter. Vor allem chinesische Smartphone-Marken nutzen seit einigen Jahren Silizium-Kohlenstoff-Akkus. Der Vorteil dieser Technologie liegt in ihrer höheren Energiedichte: Sie ermöglicht deutlich größere Kapazitäten, ohne dass die Geräte an Größe oder Gewicht zunehmen. Das Ergebnis sind Smartphones mit besonders langen Laufzeiten bei schlankem Design.
Nachteile überwiegen
Es gibt allerdings auch klare Nachteile. Bei den Batterien handelt es sich im Kern um klassische Lithium-Ionen-Akkus, in denen die Graphitanode mit Silizium angereichert wurde. Dieses kann zwar mehr Energie speichern, dehnt sich dabei allerdings stark aus, so dass man bei der Konstruktion vorsichtig agieren muss. Letztlich haben diese Stromspeicher eine kürze Gesamtlebensdauer und können aus Sicherheitsgründen auch nicht so schnell geladen werden wie ihre bekannten Schwestern.Letztlich kommt es also auf die Entscheidung des jeweiligen Geräte-Herstellers an: Man kann Nutzer mit langen Laufzeiten locken und die damit einhergehenden Probleme verschweigen. Oder man setzt eben auf ein möglichst ausgewogenes Gesamtpaket aus Laufzeit, Schnelllade-Technologie und Lebensdauer.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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