Neues WhatsApp-Design: Nervige Status-Updates bald im Mittelpunkt?

WhatsApp wird bunter - und unübersichtlicher? Ein geplanter Umbau holt Statusmeldungen aggressiv in die Chatliste. Statt schlichter Optik droht ein Instagram-Klon mit immer mehr Werbung. Wir zeigen, was Meta damit bezweckt.
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Status-Updates in der Chat-Liste

Der zum Meta-Konzern gehörende Messenger WhatsApp bereitet eine Änderung an der Benutzeroberfläche vor, die die Nutzererfahrung spürbar beeinflussen wird. Bislang waren die Status-Updates - das Gegenstück zu Instagram Stories - in einem separaten Reiter untergebracht. Das soll sich ändern: Um die Nutzung der Funktion zu forcieren, plant das Unternehmen, die Status-Anzeige direkt in die primäre Chat-Liste zu integrieren. Anwender, die den Messenger primär zur schnellen Kommunikation nutzen, müssen sich auf eine unruhigere Oberfläche einstellen.

Aktuelle Entwicklungen zeigen ein zweistufiges Konzept zur prominenteren Platzierung der Inhalte. Am oberen Rand der App, direkt in der Kopfzeile des Tabs "Chats", soll eine Anzeige für Kontakte erscheinen, mit denen der Nutzer häufig interagiert. Veröffentlichen diese Personen einen neuen Status, wird ihr Profilbild dort hervorgehoben. Das soll den schnellen Zugriff ermöglichen, ohne dass der Nutzer den Tab wechseln muss. Die Anpassung sorgt jedoch für mehr visuelles Rauschen im Posteingang und lenkt von den eigentlichen Nachrichten ab. WhatsApp BetaErste Vorschau aus der WhatsApp Beta zeigt den neuen Status-Platz

Neue Ansicht in der Beta entdeckt

Wie WABetaInfo berichtet, wurde in der Android Beta-Version 2.26.6.9 eine noch invasivere Ansicht entdeckt. Scrollt der Anwender in seiner Chat-Liste nach unten, erscheint eine horizontale Leiste. Diese reiht alle verfügbaren Statusmeldungen der Kontakte auf, durch die man - ähnlich wie früher im separaten Tab - hindurchwischen kann. Wer Kontakte stummgeschaltet oder ausgeblendet hat, bleibt von deren Updates in dieser Ansicht verschont. Dennoch nimmt die Funktion damit deutlich mehr Raum ein als zuvor und unterbricht den Lesefluss der Chat-Historie.

Viele Anwender schätzen WhatsApp gerade wegen seiner Schnörkellosigkeit. Die Einführung von "Story-Bubbles" direkt im Chatverlauf bricht mit diesem minimalistischen Ansatz. Kritiker bemängeln, dass WhatsApp damit seinen ursprünglichen Charakter als schlankes Kommunikationstool verliert und sich optisch dem Facebook Messenger annähert.

Die Vermischung von Social-Media-Funktionen mit privater Korrespondenz führt zu einer überladenen Benutzeroberfläche. Besonders auf kleineren Smartphone-Bildschirmen geht wertvoller Platz für die Darstellung der eigentlichen Konversationen verloren.

Vorbereitung auf Werbeoffensive?

Hinter der Design-Entscheidung wird eine klare Strategie von Meta vermutet. Während die Status-Funktion in Ländern wie Österreich oder Deutschland im Vergleich zu Instagram oder TikTok weniger intensiv genutzt wird, bietet sie für den Mutterkonzern ein enormes Potenzial zur Monetarisierung. Der Druck auf Meta wächst, die immensen Nutzerzahlen des Messengers endlich in bare Münze zu verwandeln. Während klassische Bannerwerbung im Chatverlauf als Tabu gilt, stellen die Statusmeldungen eine akzeptierte Nische für Werbeeinblendungen dar.

Eine prominente Platzierung der Statusmeldungen erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer diese ansehen - und damit auch die dazwischen geschaltete Werbung. Es könnte also der erste Schritt sein, um die von Instagram bekannten Werbeclips effektiver bei WhatsApp zu implementieren. Ob und wann die neue Chat-Oberfläche final ausgerollt wird, bleibt abzuwarten, da sich die Funktionen derzeit noch in einem frühen Beta-Stadium befinden.

Nutzt ihr die Status-Funktion überhaupt oder empfindet ihr die Integration in die Chat-Liste als störend? Wir sind gespannt auf eure Meinung in den Kommentaren!

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Zusammenfassung
  • WhatsApp plant Integration von Status-Updates direkt in die Chat-Liste
  • Profilbilder von Kontakten mit neuem Status werden in der Kopfzeile angezeigt
  • Horizontale Status-Leiste erscheint beim Scrollen in der Chat-Übersicht
  • Die Änderung führt zu unruhigerer Oberfläche und unterbricht den Lesefluss
  • Meta könnte Status-Bereich als Plattform für Werbeeinblendungen nutzen
  • Neues Design wurde bereits in der Android Beta-Version 2.26.6.9 entdeckt

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