Völlige Verunsicherung durch KI:
Softwarebranche steht unter Druck
Die Softwarebranche stand bereits im letzten Jahr ordentlich unter Druck. Die Hoffnung, dass sich dies im neuen Jahr ändert, hat sich nicht erfüllt. Sorgen bereitet dabei insbesondere der Einfluss von KI-Technologien auf die Entwicklung.
Das Tool kann unter anderem aus Bildschirmfotos Tabellen erstellen oder aus unsortierten Notizen automatisch Berichte entwerfen. Für Investoren ist das ein weiteres Signal, wie schnell KI traditionelle Software-Lösungen unter Druck setzen könnte. Entsprechend heftig reagierten die Märkte: Die Aktie des TurboTax-Anbieters Intuit brach innerhalb einer Woche um 16 Prozent ein, Adobe und Salesforce verloren jeweils mehr als elf Prozent. Und auch andere Software-Unternehmen, die nicht gerade selbst KI-Modelle vermarkten, mussten Einbußen hinnehmen.
Insgesamt liegt ein von der Investmentbank Morgan Stanley beobachteter Korb aus Software-as-a-Service-Unternehmen seit Jahresbeginn rund 15 Prozent im Minus, nachdem es bereits 2025 ein Minus von elf Prozent gegeben hatte. Laut Bloomberg-Daten ist es der schlechteste Jahresauftakt seit 2022. Marktbeobachter sprechen von einer tief sitzenden Verunsicherung. Viele institutionelle Investoren sähen derzeit keinen überzeugenden Grund, in Software-Aktien einzusteigen, selbst wenn diese historisch günstig bewertet seien.
Zwar verweist beispielsweise Salesforce auf eine zunehmende Nutzung seines Produkts "Agentforce", doch der Effekt auf den Umsatz bleibt begrenzt. Adobe hat generative KI zwar in seine Programme integriert, zuletzt aber keine neuen Kennzahlen zur Nutzung veröffentlicht.
Die Unsicherheit steht im starken Kontrast zur Lage bei Halbleiterherstellern. Unternehmen wie Nvidia profitieren von klaren Investitionszusagen großer Tech-Konzerne für KI-Infrastruktur. Entsprechend werden dort stark steigende Gewinne erwartet, während sich das Gewinnwachstum im Software-Sektor laut Prognosen abkühlen dürfte.
Siehe auch:
Anthropic zerschlägt jede Hoffnung
Es schien vor einigen Wochen so, als würde die Flaute bei den Aktienkursen der Software-Unternehmen enden. Dann aber stellte das KI-Startup Anthropic sein neues Tool Claude Cowork in einer Research Preview-Version vor. Schon war es um die zaghafte Hoffnung für den Software-Sektor wieder geschehen, wie Bloomberg berichtet.Das Tool kann unter anderem aus Bildschirmfotos Tabellen erstellen oder aus unsortierten Notizen automatisch Berichte entwerfen. Für Investoren ist das ein weiteres Signal, wie schnell KI traditionelle Software-Lösungen unter Druck setzen könnte. Entsprechend heftig reagierten die Märkte: Die Aktie des TurboTax-Anbieters Intuit brach innerhalb einer Woche um 16 Prozent ein, Adobe und Salesforce verloren jeweils mehr als elf Prozent. Und auch andere Software-Unternehmen, die nicht gerade selbst KI-Modelle vermarkten, mussten Einbußen hinnehmen.
Insgesamt liegt ein von der Investmentbank Morgan Stanley beobachteter Korb aus Software-as-a-Service-Unternehmen seit Jahresbeginn rund 15 Prozent im Minus, nachdem es bereits 2025 ein Minus von elf Prozent gegeben hatte. Laut Bloomberg-Daten ist es der schlechteste Jahresauftakt seit 2022. Marktbeobachter sprechen von einer tief sitzenden Verunsicherung. Viele institutionelle Investoren sähen derzeit keinen überzeugenden Grund, in Software-Aktien einzusteigen, selbst wenn diese historisch günstig bewertet seien.
KI-Integration reicht nicht
Hinzu kommt, dass sich Software-Unternehmen im Vergleich zu anderen Tech-Segmenten deutlich schlechter entwickeln. Während der Nasdaq-100-Index nahe an Rekordstände heranreicht, notieren Unternehmen wie ServiceNow auf Mehrjahrestiefs. Ein Kernproblem: Viele etablierte Anbieter konnten bislang kaum zeigen, dass ihre eigenen KI-Initiativen das Wachstum spürbar beschleunigen.Zwar verweist beispielsweise Salesforce auf eine zunehmende Nutzung seines Produkts "Agentforce", doch der Effekt auf den Umsatz bleibt begrenzt. Adobe hat generative KI zwar in seine Programme integriert, zuletzt aber keine neuen Kennzahlen zur Nutzung veröffentlicht.
Die Unsicherheit steht im starken Kontrast zur Lage bei Halbleiterherstellern. Unternehmen wie Nvidia profitieren von klaren Investitionszusagen großer Tech-Konzerne für KI-Infrastruktur. Entsprechend werden dort stark steigende Gewinne erwartet, während sich das Gewinnwachstum im Software-Sektor laut Prognosen abkühlen dürfte.
Zusammenfassung
- Software-Branche erlebt seit Anfang 2026 einen Kurseinbruch von 15 Prozent
- KI-Tool Claude Cowork von Anthropic verstärkt den Druck auf traditionelle Software
- Aktien großer Anbieter wie Intuit, Adobe und Salesforce verzeichnen starke Verluste
- Investoren zeigen trotz günstiger Bewertungen wenig Interesse an Software-Aktien
- Etablierte Software-Unternehmen profitieren kaum von eigenen KI-Initiativen
- Im Gegensatz dazu boomen Halbleiterhersteller wie Nvidia durch KI-Nachfrage
Siehe auch:
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