3-köpfiges Gaming-Biest: Diese Konsole ist PS5, Xbox & Switch in einem

Ein aufwendiges Modding-Projekt vereint PlayStation 5, Xbox Series S und die Nintendo Switch 2 in einem kompakten Gehäuse. Dank innovativem Gussverfahren und geteilter Kühlung funktioniert die Technik der vermeintlichen Traum-Konsole auf engstem Raum.
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XNZ

Verschmelzung der Gaming-Welten

Sonys PlayStation 5 Pro soll bald per Update einen enormen Boost bei Grafik und FPS erhalten. Microsoft plant für seine Xbox hingegen womöglich kostenloses Cloud-Gaming. Und Nintendo könnte bald eine Switch 2 mit OLED-Display auf den Markt bringen. Dass jemand alle drei Konsolen zu Hause hat und damit von allem profitieren wird, ist eher selten. Doch was, wenn PS5, Xbox und Switch in einem Gerät vereint wären? Genau das ist die sogenannte "Ningtendo PXBOX 5" einer chinesischen Modderin.

Die Konsole Marke Eigenbau integriert die Hardware einer PlayStation 5, einer Xbox Series S sowie der Nintendo Switch 2 in einem kompakten Chassis. Das Design basiert auf einem dreieckigen Grundgerüst, bei dem sich die drei Hauptplatinen der Konsolen einen zentralen Luftstrom teilen. Anstatt drei separater Kühlsysteme und Netzteile zu verwenden, wurden die Komponenten auf das Wesentliche reduziert. Das ermöglicht nicht nur eine drastische Platzersparnis, sondern auch eine effiziente Bündelung der Ressourcen. Der zentrale Lüfter am Boden saugt kühle Luft an und drückt sie durch das Gehäuse nach oben, was den natürlichen Kamineffekt zur Wärmeableitung nutzt.

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Alte Technik für moderne Hardware

Wie die chinesische Modderin 小宁子 XNZ (via Tom's Hardware) in ihrem YouTube-Video zum Projekt zeigt, stellte die Fertigung des zentralen Kühlkörpers die größte Herausforderung dar. Da die professionelle CNC-Fräsung eines derart komplexen Aluminiumblocks das Budget gesprengt hätte, griff XNZ auf das traditionelle Wachsausschmelzverfahren zurück. Diese Technik wird seit Jahrtausenden für Kunstguss verwendet, findet aber im modernen PC-Bau selten Anwendung. Zunächst wurde ein Modell des Kühlers aus PLA-Kunststoff gedruckt, in hitzebeständigen Gips eingebettet und anschließend im Ofen ausgebrannt. In den so entstandenen Hohlraum goss die Modderin flüssiges Aluminium.

Nach der aufwendigen Nachbearbeitung des massiven Kühlkörpers wurden die Mainboards der PlayStation 5 und der Xbox Series S auf den Seitenflächen montiert. Für den optimalen Wärmeübergang sorgen passgenaue Kupferplatten und reguläre Wärmeleitpaste. Auf das bei der PlayStation 5 werksseitig verwendete Flüssigmetall wurde verzichtet, da es bei vertikaler Montage und hoher Temperatur Risiken bergen kann.

Strom und Steuerung

Ein weiteres technisches Highlight ist die Stromversorgung. Da in der Praxis fast immer nur eine Konsole aktiv zum Spielen genutzt wird, reicht ein einzelnes GaN-Netzteil mit 250 Watt aus, um das gesamte System zu betreiben. Diese moderne Netzteil-Technologie erlaubt eine hohe Leistungsdichte bei geringer Baugröße. Die jeweils inaktiven Konsolen verbleiben in einem energiesparenden Stand-by-Modus, um Überlastungen zu vermeiden.

Die Steuerung der Komponenten übernimmt ein Arduino-Board, das als Schaltzentrale fungiert. Ein einziger Knopf auf der Oberseite wechselt sequenziell zwischen den Systemen. Eine LED-Leiste zeigt durch Farbcodierung die aktive Konsole an (Grün für Xbox, Blau für PlayStation, Rot für Nintendo). Das HDMI-Signal wird dabei automatisch umgeschaltet und an den Fernseher ausgegeben.

Ningtendo PXBOX 5: PS5, Xbox Series S und Switch 2 in einemNingtendo PXBOX 5: PS5, Xbox Series S und Switch 2 in einemNingtendo PXBOX 5: PS5, Xbox Series S und Switch 2 in einemNingtendo PXBOX 5: PS5, Xbox Series S und Switch 2 in einem

Kompromisse bei der Ausstattung

Für die Nintendo Switch 2 wurde ein spezieller Docking-Mechanismus an der dritten Seite des Geräts entwickelt, der die Handheld-Konsole über einen Federmechanismus aufnimmt und nahtlos mit dem System verbindet. So bleibt die Hybrid-Funktionalität der Nintendo-Konsole vollständig erhalten. Die Anschlüsse der anderen Konsolen wurden über Verlängerungskabel an die Unterseite des Gehäuses geführt, um das aufgeräumte Design nicht zu stören.

Trotz der technischen Raffinesse gibt es einen Nachteil für Sammler physischer Medien. Denn aus Platzgründen besitzt die Selbstbau-Konsole der Modderin keine optischen Laufwerke. Die "Ningtendo PXBOX 5" fungiert somit als rein digitales System, was angesichts der kompakten Bauweise ein notwendiger Kompromiss war.

Würdet ihr euch so eine Kombi-Konsole ins Wohnzimmer stellen? Und was dürfte eine "Ningtendo PXBOX 5" eurer Meinung nach maximal kosten? Schreibt uns eure Meinung dazu jetzt in die Kommentare!
Zusammenfassung
  • Modding-Projekt vereint PS5, Xbox Series S und Switch 2 in einem Gerät
  • Dreieckiges Design mit einem zentralen Luftstrom für alle Konsolen
  • Kühlkörper wurde mit traditionellem Wachsausschmelzverfahren hergestellt
  • Ein GaN-Netzteil mit 250 Watt versorgt alle Komponenten der Kombikonsole
  • Arduino-Board steuert die Systeme und LED-Leiste zeigt aktive Konsole an
  • Spezielles Dock für Nintendo Switch mit Federmechanismus
  • Optische Laufwerke wurden aus Platzgründen entfernt - nur digitale Nutzung

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