FuriosaAI: Massenproduktion des Nvidia-Killers soll jetzt losgehen
Das Chip-Startup FuriosaAI will in den kommenden Tagen seine ersten praktischen Schritte gehen, um Nvidia anzugreifen. Das Unternehmen hat neue KI-Chips entwickelt, die sich mit denen des Marktführers messen lassen sollen.
FuriosaAI entwickelt sogenannte Neural Processing Units (NPUs), die speziell für den Einsatz trainierter KI-Modelle, die sogenannte Inferenz, ausgelegt sind. Ihr neuester Chip mit dem Namen "RNGD" soll in diesem Monat in die Massenproduktion gehen. Nach Angaben des Unternehmens erreicht er bei der Arbeit mit KI-Modellen eine vergleichbare Rechenleistung wie moderne Nvidia-Grafikprozessoren, benötigt jedoch deutlich weniger Energie.
Das Interesse großer Technologiekonzerne ist entsprechend groß. Meta versuchte im vergangenen Jahr, FuriosaAI zu übernehmen, scheiterte jedoch. OpenAI setzte den Chip kürzlich bei einer Vorführung in Seoul ein, LG testet ihn in der eigenen KI-Forschung. Die Bewertung des Start-ups liegt mittlerweile bei fast 700 Millionen Dollar.
Paik sieht seine Mission nicht nur im wirtschaftlichen Erfolg. Er warnt auch vor einer zu starken Abhängigkeit von einem einzigen Chipanbieter. Ein Markt, der von einem Akteur dominiert werde, sei kein gesundes Ökosystem, betont der 48-Jährige.
Auf einer Konferenz in Seoul traf er frühere Kollegen und diskutierte mit ihnen eine entscheidende Frage: Braucht es spezialisierte Chips für KI-Anwendungen? Die Antwort fiel eindeutig positiv aus. Gemeinsam mit zwei Mitstreitern gründete er 2017 FuriosaAI. Der Name ist inspiriert von der Filmfigur Furiosa aus "Mad Max: Fury Road" und ein Sinnbild für den Kampf gegen übermächtige Gegner.
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Chip stößt auf großes Interesse
Was als unfreiwillige Auszeit in einem Krankenhausbett begann, hat sich inzwischen zu einer der spannendsten Geschichten der internationalen Chipbranche entwickelt. June Paik, heute Gründer und Chef der südkoreanischen Firma FuriosaAI, gilt inzwischen als einer der wenigen Unternehmer, die dem Branchenriesen Nvidia im Zukunftsmarkt für KI-Chips ernsthaft Konkurrenz machen könnten, berichtet das Wall Street Journal.FuriosaAI entwickelt sogenannte Neural Processing Units (NPUs), die speziell für den Einsatz trainierter KI-Modelle, die sogenannte Inferenz, ausgelegt sind. Ihr neuester Chip mit dem Namen "RNGD" soll in diesem Monat in die Massenproduktion gehen. Nach Angaben des Unternehmens erreicht er bei der Arbeit mit KI-Modellen eine vergleichbare Rechenleistung wie moderne Nvidia-Grafikprozessoren, benötigt jedoch deutlich weniger Energie.
Das Interesse großer Technologiekonzerne ist entsprechend groß. Meta versuchte im vergangenen Jahr, FuriosaAI zu übernehmen, scheiterte jedoch. OpenAI setzte den Chip kürzlich bei einer Vorführung in Seoul ein, LG testet ihn in der eigenen KI-Forschung. Die Bewertung des Start-ups liegt mittlerweile bei fast 700 Millionen Dollar.
Paik sieht seine Mission nicht nur im wirtschaftlichen Erfolg. Er warnt auch vor einer zu starken Abhängigkeit von einem einzigen Chipanbieter. Ein Markt, der von einem Akteur dominiert werde, sei kein gesundes Ökosystem, betont der 48-Jährige.
Entwicklung seit 2017
Der Ausgangspunkt liegt rund zehn Jahre zurück. Paik, damals Speicherchip-Ingenieur bei Samsung Electronics, verletzte sich bei einem Firmenfußballspiel schwer an der Achillessehne. Während der monatelangen Genesung entdeckte er Online-Vorlesungen der Stanford University zum Thema Künstliche Intelligenz. Kurz darauf verließ er Samsung, um ein eigenes Unternehmen zu gründen.Auf einer Konferenz in Seoul traf er frühere Kollegen und diskutierte mit ihnen eine entscheidende Frage: Braucht es spezialisierte Chips für KI-Anwendungen? Die Antwort fiel eindeutig positiv aus. Gemeinsam mit zwei Mitstreitern gründete er 2017 FuriosaAI. Der Name ist inspiriert von der Filmfigur Furiosa aus "Mad Max: Fury Road" und ein Sinnbild für den Kampf gegen übermächtige Gegner.
Zusammenfassung
- FuriosaAI startet Massenproduktion eines KI-Chips als Nvidia-Konkurrenz
- Der RNGD-Chip bietet Nvidia-vergleichbare Leistung bei geringerem Stromverbrauch
- Große Tech-Konzerne wie Meta, OpenAI und LG zeigen Interesse am Startup
- Unternehmensbewertung liegt mittlerweile bei fast 700 Millionen Dollar
- Gründer June Paik warnt vor zu starker Abhängigkeit von einem Chipanbieter
- Die Geschäftsidee entstand während Paiks Genesungszeit nach einer Verletzung
- Der Firmenname wurde von einer Figur aus dem Film Mad Max inspiriert
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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