Microsoft hat genügend KI-Chips, aber zu wenig Strom, um sie zu nutzen
Microsoft-Chef Satya Nadella hat jüngst eine Erklärung geliefert, wieso die Technologiekonzerne derzeit händeringend nach Energiequellen für den Aufbau ihrer KI-Kapazitäten suchen. Der eigentliche Engpass seien nicht die KI-Chips, sondern die nötige Energie.
Es hapere derzeit nicht an verfügbarer Compute-Leistung, sondern an Energie. Man kämpfe damit, die neuen Rechenkapazitäten nahe an Stromquellen schnell aufzubauen. Aktuell habe Microsoft deshalb diverse Chips auf Lager, könne diese aber nicht nutzen, weil es an Stromquellen dafür mangele, so Nadella. Das Problem sei also nicht die Versorgung mit Chips, sondern die Versorgung mit Energie.
Der Energiehunger der KI-Rechenzentren entwickelt sich derzeit zu einem immer größeren Problem. Microsoft und Google haben deshalb kürzlich jeweils Verträge mit Energieversorgern geschlossen, in deren Rahmen ausgemusterte Atomkraftwerke wieder ans Netz gebracht werden, damit diese Energie für Rechenzentren liefern können. Gleichzeitig steigen in den Vereinigten Staaten die Strompreise, weil weniger Energie verfügbar ist, was auch massive Auswirkungen auf die Kosten für Privathaushalte hat.
Gleichzeitig versuchen die KI-Firmen, zu denen Microsoft mittlerweile als Eigner der Azure-Cloud und der dafür betriebenen Rechenzentren selbst gehört, auch verstärkt externe Kapazitäten zu nutzen. Dies ist auch der Grund, weshalb Microsoft erst heute einen neuen Deal mit dem australischen Infrastrukturbetreiber Iren verkündet hat, in dessen Rahmen man Rechenzentren des Unternehmens für KI-Aufgaben nutzt und dafür insgesamt 39 Milliarden Dollar zahlen will.
- Microsoft hat laut CEO Nadella nicht zu wenig KI-Chips, sondern zu wenig Strom
- Der Aufbau von Rechenkapazitäten nahe an Stromquellen stellt die größte Hürde dar
- Es fehlen 'warme Hüllen' mit ausreichender Energie- und Wasserversorgung
- Energieversorger reaktivieren stillgelegte Atomkraftwerke für KI-Rechenzentren
- Steigende Strompreise belasten Privathaushalte aufgrund des KI-Energiehungers
- Microsoft investiert 39 Milliarden Dollar in externe Rechenzentrumskapazitäten
Strommangel statt Chipmangel
Satya Nadella hat im Rahmen eines Podcasts über die großen Hürden für den Aufbau neuer Rechenkapazitäten im Bereich der Künstlichen Intelligenz geplaudert. Im Gespräch mit den Gastgebern des auf YouTube veröffentlichten Bg2-Podcasts erklärte der Microsoft-CEO, dass derzeit die Energieversorgung für seine Firma das größere Problem sei, nicht die Versorgung mit leistungsfähigen KI-GPUs.Es hapere derzeit nicht an verfügbarer Compute-Leistung, sondern an Energie. Man kämpfe damit, die neuen Rechenkapazitäten nahe an Stromquellen schnell aufzubauen. Aktuell habe Microsoft deshalb diverse Chips auf Lager, könne diese aber nicht nutzen, weil es an Stromquellen dafür mangele, so Nadella. Das Problem sei also nicht die Versorgung mit Chips, sondern die Versorgung mit Energie.
Strompreise ziehen an, AKWs wieder neu belebt
Es gebe schlicht nicht genügend "warme Hüllen", in die man die Chips einsetzen könne, sagte Nadella. Gemeint ist damit ein für die Bestückung mit den zahlreich verfügbaren KI-Chips vorbereitetes "Gehäuse" in Form eines Rechenzentrums, bei dem die Versorgung mit Energie und Wasser in ausreichendem Umfang gewährleistet ist.Der Energiehunger der KI-Rechenzentren entwickelt sich derzeit zu einem immer größeren Problem. Microsoft und Google haben deshalb kürzlich jeweils Verträge mit Energieversorgern geschlossen, in deren Rahmen ausgemusterte Atomkraftwerke wieder ans Netz gebracht werden, damit diese Energie für Rechenzentren liefern können. Gleichzeitig steigen in den Vereinigten Staaten die Strompreise, weil weniger Energie verfügbar ist, was auch massive Auswirkungen auf die Kosten für Privathaushalte hat.
Gleichzeitig versuchen die KI-Firmen, zu denen Microsoft mittlerweile als Eigner der Azure-Cloud und der dafür betriebenen Rechenzentren selbst gehört, auch verstärkt externe Kapazitäten zu nutzen. Dies ist auch der Grund, weshalb Microsoft erst heute einen neuen Deal mit dem australischen Infrastrukturbetreiber Iren verkündet hat, in dessen Rahmen man Rechenzentren des Unternehmens für KI-Aufgaben nutzt und dafür insgesamt 39 Milliarden Dollar zahlen will.
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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