Apple: Support-Ende für zwei iPhones, ein MacBook und weitere Geräte

Zum Jahreswechsel stellt Apple einige beliebte Produkte aufs Abstellgleis und setzt sie auf seine "Vintage"-Liste. Mit dabei sind iPhones, eine Apple Watch und ein besonderes MacBook. Für Besitzer bedeutet das Einschränkungen beim Hardware-Support.
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Apple fährt Support herunter

Immer wieder verabschiedet sich Apple von älteren Geräten. Vergangenes Jahr traf es über 20 Produkte. Pünktlich zum Start in das Jahr 2026 schiebt das Unternehmen aus Cupertino jetzt eine Reihe weiterer prominenter Geräte auf das sprichwörtliche Abstellgleis und fährt den Support herunter. Betroffen sind Produkte aus den Jahren 2019 und 2020, die nun offiziell den Status "Vintage" erhalten.

Produkte gelten als "Vintage", wenn ihr Verkauf vor mehr als fünf und weniger als sieben Jahren eingestellt wurde. Offizielle Reparaturen bei Apple oder autorisierten Service-Providern sind für solche Geräte nicht mehr garantiert. Sie werden nur noch durchgeführt, solange die entsprechenden Ersatzteile im Lagerbestand verfügbar sind. Eine verbindliche Zusage für Hardware-Service gibt es damit nicht mehr, was bei Defekten zum Problem werden kann.


Folgende Geräte gelten ab dem 31. Dezember 2025 als Vintage:

  • MacBook Air (Retina, 13 Zoll, 2020)
  • Apple Watch Series 5
  • iPhone 11 Pro
  • iPhone 8 Plus (128-GB-Variante)
  • iPad Air 3 (Wi-Fi + Cellular-Modelle)

Letzte Reste der Intel-Ära

Besonders symbolträchtig ist dabei das MacBook Air (Retina, 13 Zoll, 2020). Es handelt sich um das letzte MacBook Air, das noch mit Intel-Prozessoren ausgeliefert wurde, bevor der Hersteller mit dem M1-Chip den Wechsel zu Apple Silicon einleitete und damit die Architektur seiner Computer grundlegend veränderte.

Der Laptop hatte eine ungewöhnlich kurze Marktpräsenz von nur etwa acht Monaten. Er gilt unter Experten als Übergangsgerät, das unter thermischen Problemen litt. Der verbaute Intel-Chip produzierte mehr Abwärme, als das schlanke Gehäuse effizient ableiten konnte, zumal der Lüfter nicht direkt mit dem Kühlkörper verbunden war. Das im November 2020 folgende M1-Modell nutzte dasselbe Gehäuse, löste aber durch die Effizienz des neuen Chips alle Hitzeprobleme und verdoppelte die Akkulaufzeit nahezu.

Daneben wurden auch sämtliche Varianten der Apple Watch Series 5 in die Vintage-Liste aufgenommen. Die Smartwatch war seinerzeit ein technischer Meilenstein, da sie als erste Uhr des Herstellers über ein Always-on-Display verfügte. Ebenfalls betroffen ist das iPhone 11 Pro. Während das größere iPhone 11 Pro Max bereits im vorangegangenen September in Teilrente ging, folgt jetzt also das kleinere Schwestermodell. Das iPhone 11 Pro war das erste Smartphone von Apple, das den Zusatz "Pro" im Namen trug und ein Kamerasystem mit drei Linsen besaß.

Software-Support und Obsoleszenz

Die Einstufung als "Vintage" bedeutet nicht zwangsläufig das sofortige Ende der Software-Unterstützung, offenbart jedoch oft den beginnenden Rückzug. Das iPhone 11 Pro befindet sich hier in einer interessanten Position. Denn obwohl die Hardware-Reparierbarkeit nun eingeschränkt ist, unterstützt das Gerät weiterhin das aktuelle iOS. Erfahrungsgemäß erhalten iPhones oft noch einige Jahre über den Vintage-Status hinaus Sicherheitsupdates, auch wenn neue Hauptfunktionen älteren Modellen vorenthalten bleiben. Anders verhält es sich oft bei der Mac-Hardware, wo neue macOS-Versionen Intel-Chips zunehmend ausschließen, um die Funktionen der Apple-Silicon-Architektur voll auszuschöpfen.

Neben den Hauptgeräten verschiebt das Unternehmen auch spezifisches Zubehör in den Ruhestand. Ein fast vergessenes Detail der Firmengeschichte sind die Beats Solo3 Wireless in der "Mickey Mouse 90th Anniversary Edition". Diese Sonderedition gilt nun gänzlich als obsolet. Wer diese Sammlerstücke besitzt, muss bei Defekten ab sofort auf Drittanbieter zurückgreifen, da der offizielle Support endgültig beendet ist.

Als obsolet gelten Geräte in der Regel sieben Jahre nach dem offiziellen Verkaufsende. In dieser Phase werden Hardware-Reparaturen gänzlich eingestellt, und Service-Provider können keine Teile mehr bestellen. Eine erwähnenswerte Ausnahme bilden Mac-Laptops, für die eine verlängerte Frist für reine Batterie-Reparaturen von bis zu zehn Jahren gilt. Voraussetzung ist jedoch auch hier, dass die entsprechenden Akkus noch lieferbar sind.

Nutzt ihr noch eines der betroffenen Geräte im produktiven Einsatz oder habt ihr den Umstieg auf neuere Hardware längst vollzogen? Wir sind gespannt auf eure Berichte in den Kommentaren.

Zusammenfassung
  • Apple stuft zum 31. Dezember 2025 mehrere Geräte aus 2019/2020 als Vintage ein
  • Vintage-Produkten erhalten Reparaturen nur bei Ersatzteilverfügbarkeit
  • Betroffen sind MacBook Air 2020, Apple Watch Series 5, iPhone 11 Pro und andere
  • Das letzte Intel-MacBook Air weicht der Apple Silicon Generation mit M1-Chip
  • iPhone 11 Pro erhält trotz Hardware-Einschränkungen weiterhin Softwareupdates
  • Geräte gelten nach sieben Jahren Verkaufsende als vollständig obsolet

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