EU gegen Google: Abgreifen von Webinhalten für KI-Übersicht illegal?
Die Europäische Union hat eine offizielle Untersuchung wegen eines möglichen Missbrauchs der Marktmacht durch Google gestartet, weil der US-Internetkonzern Webinhalte und YouTube Videos möglicherweise illegal nutzt, um damit seine KI-Dienste zu trainieren.
Die so erfassten Daten werden von Google möglicherweise genutzt, um damit die sogenannten "KI-Zusammenfassungen" zu erstellen, die oberhalb aller Einträge auf den Ergebnisseiten der Google-Suchmaschine angezeigt werden, so die Vermutung der EU-Kartellaufsicht. Die EU geht außerdem davon aus, dass Google die Inhalte von Milliarden YouTube-Videos für das Training seiner KI-Systeme nutzt - erneut ohne jede Zustimmung oder Entlohnung der jeweiligen Ersteller der Inhalte.
Google dürfte nicht zu einem "Gatekeeper" werden, so Ribera weiter. In einem "gesunden Informationsökosystem müssen die Verlage die Ressourcen haben, um qualitativ hochwertige Inhalte produzieren zu können", sagte sie außerdem. Zuvor hatte Google Beschwerden von unabhängigen Verlagen zurückgewiesen und erklärt, dass Innovation in einem Markt behindert werden, in dem mehr Wettbewerb herrscht als je zuvor.
"Die Europäer verdienen es, von den neuesten Technologien zu profitieren, und wir werden weiterhin eng mit der Nachrichten- und Kreativbranche zusammenarbeiten, während diese den Übergang in das Zeitalter der KI vollzieht", so der Konzern. Vertreter der Verlage kritisierten, dass Google seinen KI-Assistenten Gemini mittlerweile prominent vor allen Webinhalten platziere und so das Versprechen gebrochen habe, das dem offenen Web zugrunde liegt. Der Deal sei gewesen, dass Inhalte erfasst würden und immer dann erscheinen, wenn sie zu einer Suchanfrage passen.
Die EU-Kommission will nun prüfen, ob Google mit seinem Verhalten tatsächlich gegen geltendes Recht verstößt und damit den Wettbewerb behindert bzw. untergräbt. Letztlich könnte dem US-Internetkonzern eine Strafe in Höhe von bis zu 10 Prozent seiner weltweiten Jahresumsätze drohen, was wohl eine Milliardensumme wäre. Das Unternehmen dürfte sich wie zuletzt häufiger Unterstützung von der aktuellen US-Regierung holen, wenn man sich von der EU "ungerecht" behandelt fühlt.
Siehe auch:
KI wird mit Webinhalten trainiert, nur Google profitiert
Google bekommt es wegen seiner KI-Zusammenfassungen mit den Wettbewerbshütern der EU zu tun. Nach Meinung der EU nutzt Google offenbar die Inhalte diverser Websites ohne die Zustimmung und eine ausreichende Kompensation der jeweiligen Betreiber, ohne ihnen dabei die Möglichkeit zu geben, dem Abgreifen von Informationen aus dem Web zu widersprechen.Die so erfassten Daten werden von Google möglicherweise genutzt, um damit die sogenannten "KI-Zusammenfassungen" zu erstellen, die oberhalb aller Einträge auf den Ergebnisseiten der Google-Suchmaschine angezeigt werden, so die Vermutung der EU-Kartellaufsicht. Die EU geht außerdem davon aus, dass Google die Inhalte von Milliarden YouTube-Videos für das Training seiner KI-Systeme nutzt - erneut ohne jede Zustimmung oder Entlohnung der jeweiligen Ersteller der Inhalte.
Nutzt Google seine Dominanz aktiv aus?
Nach Meinung von EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera könnte Google mit seinem Vorgehen gegen die Vorgaben der Europäischen Union verstoßen, indem der Suchmaschinengigant seine dominante Position im Markt ausnutzt, um unfaire Bedingungen zu schaffen, unter denen das Unternehmen fremde Webinhalte ausnutzt, mit denen man dann eigene KI-betriebene Dienste bereitstellt.Google dürfte nicht zu einem "Gatekeeper" werden, so Ribera weiter. In einem "gesunden Informationsökosystem müssen die Verlage die Ressourcen haben, um qualitativ hochwertige Inhalte produzieren zu können", sagte sie außerdem. Zuvor hatte Google Beschwerden von unabhängigen Verlagen zurückgewiesen und erklärt, dass Innovation in einem Markt behindert werden, in dem mehr Wettbewerb herrscht als je zuvor.
"Die Europäer verdienen es, von den neuesten Technologien zu profitieren, und wir werden weiterhin eng mit der Nachrichten- und Kreativbranche zusammenarbeiten, während diese den Übergang in das Zeitalter der KI vollzieht", so der Konzern. Vertreter der Verlage kritisierten, dass Google seinen KI-Assistenten Gemini mittlerweile prominent vor allen Webinhalten platziere und so das Versprechen gebrochen habe, das dem offenen Web zugrunde liegt. Der Deal sei gewesen, dass Inhalte erfasst würden und immer dann erscheinen, wenn sie zu einer Suchanfrage passen.
Die EU-Kommission will nun prüfen, ob Google mit seinem Verhalten tatsächlich gegen geltendes Recht verstößt und damit den Wettbewerb behindert bzw. untergräbt. Letztlich könnte dem US-Internetkonzern eine Strafe in Höhe von bis zu 10 Prozent seiner weltweiten Jahresumsätze drohen, was wohl eine Milliardensumme wäre. Das Unternehmen dürfte sich wie zuletzt häufiger Unterstützung von der aktuellen US-Regierung holen, wenn man sich von der EU "ungerecht" behandelt fühlt.
Zusammenfassung
- EU startet Untersuchung gegen Google wegen möglicher illegaler Nutzung von Webinhalten
- Google nutzt Website-Inhalte angeblich ohne Zustimmung und angemessene Vergütung
- KI-Zusammenfassungen in der Google-Suche werden möglicherweise aus fremden Daten generiert
- EU vermutet auch unerlaubte Nutzung von YouTube-Videos für das KI-Training
- Wettbewerbskommissarin Ribera wirft Google Ausnutzung der Marktdominanz vor
- Google könnte bei Verstößen mit Strafen von bis zu 10 Prozent des Jahresumsatzes rechnen
- Verlage kritisieren die prominente Platzierung des KI-Assistenten Gemini vor Webinhalten
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