"KI-Pate" Hinton:
Google überholt OpenAI, wird Rennen gewinnen

Der "Godfather of AI" Geoffrey Hinton sieht im KI-Wettlauf eine entscheidende Wende zugunsten von Google. Laut dem Nobelpreisträger hat der Konzern dank Gemini 3 und eigener TPUs den einstigen Vorreiter OpenAI mittlerweile technisch überholt.
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Technologischer Führungswechsel im KI-Sektor

Geoffrey Hinton, der oft als "Godfather of AI" bezeichnet wird und im Jahr 2024 den Physik-Nobelpreis erhielt, beobachtet eine signifikante Verschiebung der Machtverhältnisse im Bereich der künstlichen Intelligenz. Während OpenAI mit dem Chatbot ChatGPT lange Zeit als unangefochtener Spitzenreiter galt, hat Google nach Hintons Einschätzung mittlerweile die Führung übernommen.

Ausschlaggebend hierfür seien vor allem der erfolgreiche Start von Gemini 3, das in der Branche als direkte und leistungsfähige Antwort auf OpenAIs GPT-5 gewertet wird, sowie die Vorstellung neuer, fortschrittlicher Bildmodelle. Hinton zeigt sich aber überrascht, dass der Suchmaschinenriese so lange benötigt hat, um diese dominante Position zu erreichen, da die finanziellen und technologischen Ressourcen dafür stets vorhanden waren.

Das Blatt scheint sich drei Jahre nach dem "Code Red", den das Google-Management kurz nach der Veröffentlichung von ChatGPT ausgerufen hatte, gewendet zu haben, denn aktuell läuten bei der Konkurrenz die Alarmglocken. Google verfügt über massive Datenmengen aus der Suche, YouTube und anderen Diensten sowie eine über Jahrzehnte gewachsene Infrastruktur. Das Unternehmen nutzt diese Vorteile nun endlich effektiv, um den Wettbewerb hinter sich zu lassen und Produkte tiefer in das eigene Ökosystem zu integrieren.

Google ruft mit Gemini 3 eine "neue Ära der Intelligenz" aus

Eigene Chips als strategischer Vorteil

Ein wesentlicher Faktor für diesen Wandel ist die Hardware-Strategie des Konzerns. Wie Geoffrey Hinton in einem Interview mit Business Insider ausführte, besitzt Google durch die langjährige Entwicklung eigener KI-Chips - der sogenannten Tensor Processing Units (TPUs) - einen immensen strategischen Vorteil gegenüber Konkurrenten, die auf Hardware von Drittanbietern angewiesen sind.

"Google hat viele hervorragende Forscher und offensichtlich viele Daten und viele Rechenzentren", erklärte der ehemalige Google-Brain-Forscher gegenüber dem Magazin und fügte hinzu: "Ich vermute, Google wird gewinnen." Untermauert wird diese Stärke durch aktuelle Berichte, wonach ein Deal im Wert von einer Milliarde Dollar im Raum steht, um den Meta-Konzern mit ebendiesen KI-Chips zu beliefern.


Dass Hinton überhaupt von einem Aufholprozess spricht, liegt an Googles bisheriger Zurückhaltung. Das Unternehmen hatte die Transformer-Architektur, auf der moderne Sprachmodelle basieren, zwar selbst erfunden und schon früh über leistungsfähige Chatbots wie LaMDA verfügt, diese aber bewusst unter Verschluss gehalten. Der Grund dafür liegt laut Hinton in der Vergangenheit der Konkurrenz: Das Debakel um Microsofts Chatbot "Tay" im Jahr 2016, der binnen 24 Stunden rassistische Tweets veröffentlichte, diente als Abschreckung. Google wollte seinen guten Ruf nicht durch unausgereifte Produkte gefährden.

Diese Vorsicht war durchaus begründet, wie spätere Pannen zeigten. So riet eine frühe Version der KI-basierten "AI Overviews" in der Suche den Nutzern dazu, ungiftigen Klebstoff auf Pizza zu geben, damit der Käse nicht herunterrutscht - ein Ratschlag, der auf einem satirischen Reddit-Kommentar basierte.

Auch der Bildgenerator von Gemini musste vorübergehend pausiert werden, nachdem er historisch unkorrekte Darstellungen erzeugte, etwa diverse Wikinger oder Wehrmachtssoldaten, was Kritiker als erzwungen "woke" bezeichneten.Das Unternehmen hat diese Kinderkrankheiten jedoch weitestgehend überwunden und skaliert seine Modelle nun mit einer Geschwindigkeit, die selbst Kritiker beeindruckt.

Teilt ihr die Einschätzung des Nobelpreisträgers oder seht ihr OpenAI weiterhin an der Spitze? Wir sind gespannt auf eure Meinung in den Kommentaren.

Zusammenfassung
  • KI-Pionier Geoffrey Hinton sieht Google im KI-Wettlauf vor OpenAI
  • Googles Gemini 3 und eigene TPU-Chips geben dem Konzern technischen Vorsprung
  • Langjährige Zurückhaltung bei KI-Produkten aus Sorge um Unternehmensreputation
  • Google nutzt massive Datenmengen aus Suche und YouTube für KI-Entwicklung
  • Ehemalige Schwächen wie fehlerhafte KI-Antworten wurden weitgehend überwunden
  • Nobelpreisträger Hinton prognostiziert Google als wahrscheinlichen Sieger

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