Michelangelo Dome: Schutzschirm für Europas Städte vorgestellt
Der italienische Rüstungskonzern Leonardo hat ein neues Verteidigungskonzept vorgestellt, das Städte und kritische Infrastruktur künftig mithilfe von KI schützen soll. Es handelt sich um ein integriertes Schutzschild gegen verschiedene Angriffe.
Leonardo-Chef Roberto Cingolani erklärte, das neue Abwehrsystem basiere auf einer "offenen Architektur". Dieses Konzept soll es ermöglichen, den Michelangelo Dome mit bestehenden Verteidigungssystemen unterschiedlicher Länder zu verbinden. Internationale Kooperation sei unerlässlich, sagte Cingolani, da Angriffe immer komplexer würden und sich Verteidigungslösungen deutlich schneller weiterentwickeln müssten. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll das System einsatzbereit sein.
Konkret sollen 2028 die ersten fertigen Abwehrsysteme, die ebenfalls zum gesamten Michelangelo Dome gehören, aufgestellt werden können. Wie diese konkret aussehen und welche Spezifikationen sie mitbringen, ist bisher noch nicht bekannt gegeben worden.
Gleichzeitig warnen Branchenexperten, dass Europa beim Austausch sicherheitsrelevanter Daten noch am Anfang steht. Airbus-Chef Guillaume Faury sprach von bislang stark eingeschränkten Protokollen und erwartet, dass der Aufbau eines digitalen europäischen Gefechtsfelds zehn Jahre dauern könnte.
Risiken bleiben dennoch. Fachleute verweisen auf mögliche Verzögerungen sowie auf die Abhängigkeit von europäischen Beschaffungsprozessen. Zugleich wächst der Wettbewerb: Mehrere Start-ups aus der Defense-Tech-Szene - etwa das deutsche KI-Drohnenunternehmen Helsing oder Quantum Systems - sammeln derzeit enorme Summen ein und drängen verstärkt in ein Feld, das lange von traditionellen Rüstungskonzernen dominiert wurde.
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Mehr als der Iron Dome
Das System trägt den Namen "Michelangelo Dome", eine Anspielung auf Israels "Iron Dome" und frühere Visionen eines "Golden Dome" in den USA. Es soll verschiedene militärische Sensor- und Abwehrtechnologien zu einem umfassenden Schutzschild vernetzen, das Bedrohungen aus der Luft und vom Meer frühzeitig erkennt und abwehrt, darunter Raketenangriffe oder koordinierte Drohnenschwärme.Leonardo-Chef Roberto Cingolani erklärte, das neue Abwehrsystem basiere auf einer "offenen Architektur". Dieses Konzept soll es ermöglichen, den Michelangelo Dome mit bestehenden Verteidigungssystemen unterschiedlicher Länder zu verbinden. Internationale Kooperation sei unerlässlich, sagte Cingolani, da Angriffe immer komplexer würden und sich Verteidigungslösungen deutlich schneller weiterentwickeln müssten. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll das System einsatzbereit sein.
Konkret sollen 2028 die ersten fertigen Abwehrsysteme, die ebenfalls zum gesamten Michelangelo Dome gehören, aufgestellt werden können. Wie diese konkret aussehen und welche Spezifikationen sie mitbringen, ist bisher noch nicht bekannt gegeben worden.
Gleichzeitig warnen Branchenexperten, dass Europa beim Austausch sicherheitsrelevanter Daten noch am Anfang steht. Airbus-Chef Guillaume Faury sprach von bislang stark eingeschränkten Protokollen und erwartet, dass der Aufbau eines digitalen europäischen Gefechtsfelds zehn Jahre dauern könnte.
Mehr Vernetzung
Für die Rüstungsindustrie markiert der Schritt Leonados einen breiteren Strategiewechsel: Gefragt seien nicht mehr nur einzelne Waffensysteme, sondern vernetzte Plattformen, die Informationen in Echtzeit verarbeiten und taktische Entscheidungen beschleunigen. Analysten sehen künftig vor allem diejenigen Anbieter im Vorteil, die diese digitalen Netzwerke kontrollieren.Risiken bleiben dennoch. Fachleute verweisen auf mögliche Verzögerungen sowie auf die Abhängigkeit von europäischen Beschaffungsprozessen. Zugleich wächst der Wettbewerb: Mehrere Start-ups aus der Defense-Tech-Szene - etwa das deutsche KI-Drohnenunternehmen Helsing oder Quantum Systems - sammeln derzeit enorme Summen ein und drängen verstärkt in ein Feld, das lange von traditionellen Rüstungskonzernen dominiert wurde.
Zusammenfassung
- Italienischer Rüstungskonzern Leonardo stellt KI-basiertes Abwehrsystem vor
- Michelangelo Dome soll Städte gegen Raketen und Drohnenschwärme schützen
- Offene Architektur ermöglicht Anbindung an bestehende Verteidigungssysteme
- Erste konkrete Abwehrsysteme sollen 2028 einsatzbereit sein
- Experten warnen vor Herausforderungen beim sicherheitsrelevanten Datenaustausch
- Rüstungsindustrie fokussiert sich zunehmend auf vernetzte Plattformen
- Neue Defense-Tech-Startups drängen verstärkt in den traditionellen Rüstungsmarkt
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