Out of China: Microsoft lässt Fertigung von Surface-Hardware umziehen
Microsoft will laut Quellen aus der Lieferkette ab Anfang nächsten Jahres den Großteil seiner Hardware-Produkte außerhalb Chinas produzieren. Der Konzern verlagert die Fertigung in andere südostasiatische Länder, um so die Auswirkungen des Handelskriegs zwischen den USA und China abzufedern.
Microsoft habe jüngst mehrere Zulieferer angewiesen, sich auf eine "Out Of China"-Strategie vorzubereiten, bei der die Produktion der Surface-Modelle und Server-Produkte von Microsoft inklusive wichtiger Komponenten und deren Zusammenbau ab dem nächsten Jahr aus China abgezogen wird. Das Vorhaben soll weit gefasst sein und Komponenten, Bauteile und die Endfertigung für neue Geräte betreffen, heißt es von Quellen, die Nikkei zitiert.
Die Verlagerung haben in diesem Bereich bereits 2024 begonnen und mittlerweile große Fortschritte gemacht. Jetzt verstärkt Microsoft diese Bemühungen und hat seine Zulieferer angeblich angewiesen, dafür zu sorgen, dass die Fertigung für mindestens 80 Prozent der Anteile des sogenannten "Bill of Materials" (BOM) aus China abgezogen wird, heißt es. Das bedeutet, dass der Löwenanteil der für Microsofts Server-Produkte benötigten Teile dann nicht mehr aus China kommen soll.
Bei der Xbox setzt Microsoft zwar auch verstärkt auf eine Produktion außerhalb Chinas, will aber bei den Spielkonsolen bislang nicht vollständig auf die Fertigung in dem Land verzichten. Bei den Bestrebungen des US-Konzerns geht es nicht nur um eine Verlagerung der Endfertigung, sondern auch um einen Aufbau der für die Produktion der Bauteile benötigten Lieferkette außerhalb Chinas. Dies ist erheblich schwerer zu bewerkstelligen als nur die Endfertigung außerhalb des "Reichs der Mitte".
Der Abzug der kompletten Produktion von Microsofts Hardware-Erzeugnissen erfolgt vor allem deshalb, weil das Unternehmen damit auf die anhaltenden Spannungen zwischen Peking und Washington reagiert. Diese hatten zuletzt zu drastischen Strafzöllen bei der Einfuhr von Elektronikprodukten aus chinesischer Fertigung geführt, durch die auch die Kosten für die Endkunden in den Vereinigten Staaten gestiegen sind.
Siehe auch:
Surface soll ab 2026 nicht mehr aus China kommen
Laut einem Bericht des japanischen Wirtschaftsdiensts Nikkei Asia verlagert Microsoft die Fertigung seiner Hardware-Produkte aus China heraus. Dies betrifft den Angaben zufolge sowohl die Surface-Geräte als auch Server-Hardware für die Verwendung in den diversen großen Rechenzentren des US-Softwaregiganten.Microsoft habe jüngst mehrere Zulieferer angewiesen, sich auf eine "Out Of China"-Strategie vorzubereiten, bei der die Produktion der Surface-Modelle und Server-Produkte von Microsoft inklusive wichtiger Komponenten und deren Zusammenbau ab dem nächsten Jahr aus China abgezogen wird. Das Vorhaben soll weit gefasst sein und Komponenten, Bauteile und die Endfertigung für neue Geräte betreffen, heißt es von Quellen, die Nikkei zitiert.
Serverfertigung schon größtenteils abgezogen
Man hoffe bei Microsoft, dass die Fertigung schon ab 2026 praktisch vollständig außerhalb Chinas erfolgen könne, so die Quellen weiter. Microsoft verkauft derzeit laut Marktforschern jährlich etwa vier Millionen Einheiten seiner Surface-Reihe aus Laptops und 2-in-1-Tablets. Bisher werden diese noch primär in China gebaut, während die Server-Hardware des Konzerns schon größtenteils außerhalb Chinas gefertigt wird.Die Verlagerung haben in diesem Bereich bereits 2024 begonnen und mittlerweile große Fortschritte gemacht. Jetzt verstärkt Microsoft diese Bemühungen und hat seine Zulieferer angeblich angewiesen, dafür zu sorgen, dass die Fertigung für mindestens 80 Prozent der Anteile des sogenannten "Bill of Materials" (BOM) aus China abgezogen wird, heißt es. Das bedeutet, dass der Löwenanteil der für Microsofts Server-Produkte benötigten Teile dann nicht mehr aus China kommen soll.
Bei der Xbox setzt Microsoft zwar auch verstärkt auf eine Produktion außerhalb Chinas, will aber bei den Spielkonsolen bislang nicht vollständig auf die Fertigung in dem Land verzichten. Bei den Bestrebungen des US-Konzerns geht es nicht nur um eine Verlagerung der Endfertigung, sondern auch um einen Aufbau der für die Produktion der Bauteile benötigten Lieferkette außerhalb Chinas. Dies ist erheblich schwerer zu bewerkstelligen als nur die Endfertigung außerhalb des "Reichs der Mitte".
Der Abzug der kompletten Produktion von Microsofts Hardware-Erzeugnissen erfolgt vor allem deshalb, weil das Unternehmen damit auf die anhaltenden Spannungen zwischen Peking und Washington reagiert. Diese hatten zuletzt zu drastischen Strafzöllen bei der Einfuhr von Elektronikprodukten aus chinesischer Fertigung geführt, durch die auch die Kosten für die Endkunden in den Vereinigten Staaten gestiegen sind.
Zusammenfassung
- Microsoft verlagert ab 2026 seine Hardware-Produktion fast vollständig aus China
- Betroffen sind hauptsächlich Surface-Geräte und Server-Hardware für Rechenzentren
- Zulieferer wurden angewiesen, eine 'Out Of China'-Strategie vorzubereiten
- Mindestens 80 Prozent der Bauteile sollen künftig nicht mehr aus China kommen
- Die Xbox-Produktion soll teilweise weiterhin in China stattfinden
- Neben der Endfertigung muss auch die gesamte Zulieferkette verlagert werden
- Grund sind die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China samt Strafzöllen
Siehe auch:
- Microsoft blamiert sich: Werbung für Surface Pro zeigt iPadOS
- Smurface: Microsoft startet Surface-Sonderedition der Schlümpfe
- Surface Laptop 7 mit 5G: Microsoft bringt Business-Notebook mit eSIM
- Microsofts Surface Buds mit Akku-Problem - reihenweise tote Earbuds
- Kein Windows-Update: Microsoft lässt etliche Surface-Nutzer im Stich
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