LibrePhone: Neues Projekt will wirklich offene Smartphones schaffen
Die Free Software Foundation (FSF) hat mit "Librephone" eine neue Initiative gestartet, in deren Rahmen man ein "wirklich quelloffenes Smartphone" ermöglichen will. Die Grundlage wird offenbar eine Art Reverse-Engineering von Android sein, wobei noch viele Details offen sind.
Zwar gibt es schon länger Bemühungen, Open-Source-Betriebssysteme auf Smartphones zu bringen, doch bisher gelingt dies nicht, weil wichtige Systemkomponenten nicht in quelloffener Form verfügbar sind. Hintergrund sind natürlich Interessen von Chipherstellern und anderen Firmen, die proprietäre Technologien patentiert haben und diese nur gegen Geld lizenzieren.
Es gibt zwar eine Reihe von Betriebssystemen für Smartphones, die auf Basis von Android oder auch Linux realisiert werden, doch enthalten diese auch nach dem Entfernen proprietärer Apps und Dienste noch immer einige nicht quelloffene "Blobs". Dabei handelt es sich um proprietäre Software-Elemente wie etwa Treiber, mit denen die Kompatibilität mit bestimmter Hardware sichergestellt wird. Beim Librephone-Projekt will man diese Hürde ebenfalls überwinden.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Free Software Foundation ein wirklich "freies" Smartphone ermöglichen will. Schon 2017 hatte man ein solches Projekt gestartet, dieses dann aber nach einiger Zeit verworfen, weil die technischen und logistischen Herausforderungen zu groß waren. Wann und in welcher Form das Librephone-Projekt erste Früchte tragen wird, bleibt abzuwarten.
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Große Pläne, kaum Details
Die FSF feierte kürzlich ihr 40. Jubiläum und kündigte in diesem Rahmen einige neue Projekte an. Eines davon trägt die Bezeichnung "Librephone" und hat zum Ziel, ein komplett freies Betriebssystem für Smartphones zu schaffen. Damit wolle man "vollständige Computing-Freiheit" ermöglichen, indem man ein freies, quelloffenes und kostenloses Betriebssystem für mobile Geräte schafft.Zwar gibt es schon länger Bemühungen, Open-Source-Betriebssysteme auf Smartphones zu bringen, doch bisher gelingt dies nicht, weil wichtige Systemkomponenten nicht in quelloffener Form verfügbar sind. Hintergrund sind natürlich Interessen von Chipherstellern und anderen Firmen, die proprietäre Technologien patentiert haben und diese nur gegen Geld lizenzieren.
Reverse-Engineering von Android-Komponenten
Das Vorhaben der FSF ist somit durchaus ambitioniert, soll aber von Grund auf neu entwickelt werden. Stattdessen wolle man die "freieste Version von Android" als Grundlage nehmen, um dann per Reverse Engineering alle proprietären Komponenten - inklusive Firmware und Treibern - durch freie Lösungen zu ersetzen. Bei der Umsetzung dieses durchaus radikalen Plans soll unter anderem Rob Savoye helfen, ein langjähriger Open-Source-Entwickler, der seit über 40 Jahren an quelloffener Software arbeitet, berichtet Liliputing.Es gibt zwar eine Reihe von Betriebssystemen für Smartphones, die auf Basis von Android oder auch Linux realisiert werden, doch enthalten diese auch nach dem Entfernen proprietärer Apps und Dienste noch immer einige nicht quelloffene "Blobs". Dabei handelt es sich um proprietäre Software-Elemente wie etwa Treiber, mit denen die Kompatibilität mit bestimmter Hardware sichergestellt wird. Beim Librephone-Projekt will man diese Hürde ebenfalls überwinden.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Free Software Foundation ein wirklich "freies" Smartphone ermöglichen will. Schon 2017 hatte man ein solches Projekt gestartet, dieses dann aber nach einiger Zeit verworfen, weil die technischen und logistischen Herausforderungen zu groß waren. Wann und in welcher Form das Librephone-Projekt erste Früchte tragen wird, bleibt abzuwarten.
Zusammenfassung
- FSF startet LibrePhone-Initiative für ein vollständig quelloffenes Smartphone
- Ziel ist ein komplett freies Betriebssystem für mobile Endgeräte
- Entwicklung basiert auf Android mit Reverse-Engineering proprietärer Teile
- Auch Firmware und Treiber sollen durch freie Lösungen ersetzt werden
- Open-Source-Experte Rob Savoye unterstützt das ambitionierte Projekt
- Ähnliche Initiative der FSF war bereits 2017 an technischen Hürden gescheitert
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