Apples "Find My"-Feature zerschlägt iPhone-Schmuggelring nach China
Apples Gerätefindungsfunktion führte zur Zerschlagung einer internationalen Bande, die 40.000 gestohlene Smartphones von London nach China schmuggelte. Das Tracking eines einzigen iPhones brachte das illegale Geschäft zum Einsturz.
Die Metropolitan Police verhaftete im Zuge ihrer Ermittlungen 18 Verdächtige und stellte mehr als 2000 gestohlene Geräte sicher. Das kriminelle Netzwerk hatte über Jahre hinweg schätzungsweise 40.000 Smartphones von London nach China geschmuggelt und dabei Millionen von Pfund umgesetzt. Die Bande operierte wie ein globales Unternehmen mit klaren Gewinnstrukturen und ausgeklügelten Logistikwegen.
Wie BBC News berichtet, zielten die Kriminellen gezielt auf Apple-Produkte ab, da diese im Ausland besonders profitabel sind. Straßendiebe in London erhielten bis zu 300 Pfund (etwa 350 Euro) pro Gerät, während dieselben iPhones in China für bis zu 4000 Pfund (etwa 4680 Euro) verkauft wurden. Das liegt daran, dass westliche Smartphones in China wegen ihrer Fähigkeit zur Umgehung lokaler Zensurbeschränkungen besonders begehrt sind und Zugang zu gesperrten Diensten wie Google und Facebook ermöglichen.
Die Polizei konnte DNA-Spuren an den Paketen sichern und identifizierte zwei Verdächtige, was zu koordinierten Razzien an 28 Adressen führte. Bei den Durchsuchungen wurden 2000 Geräte gefunden, die bereits für den Export vorbereitet waren. Die Bande soll für den Export von bis zur Hälfte aller in London gestohlenen Telefone verantwortlich gewesen sein.
Bei einer Verhaftung zeigte sich, dass die Täter sich durchaus des Tracking-Risikos bewusst waren, sie transportierten nämlich Dutzende Smartphones in Alufolie gewickelt. Das war ein Versuch, die Ortungssignale der Geräte zu blockieren.
Die Zahl der gestohlenen Telefone in London hat sich in den letzten vier Jahren fast verdreifacht, von 28.609 im Jahr 2020 auf 80.588 im Jahr 2024. Aktuelle Daten des Office for National Statistics zeigen, dass Diebstähle "von der Person" in England und Wales im Jahr bis März 2024 um 15 Prozent gestiegen sind und den höchsten Stand seit 2003 erreichten.
Mehr als 20 Millionen Menschen besuchen jährlich die Hauptstadt, und Touristen-Hotspots wie das West End und Westminster sind besonders betroffen von Handy-Raub und Diebstahl. Viele Täter nutzen dabei E-Bikes oder E-Scooter, um schnell zu entkommen, nachdem sie Smartphones aus den Händen ahnungsloser Fußgänger gerissen haben.
Viele Opfer kritisieren die Polizei dafür, nicht genug zu unternehmen, wenn sie die Echtzeitstandorte ihrer gestohlenen Telefone über Apples "Find My iPhone" oder ähnliche Tracking-Dienste melden. Oft erhalten Betroffene nur eine Referenznummer und werden darauf verwiesen, dass keine Ressourcen für die Verfolgung einzelner Geräte verfügbar seien.
Was haltet ihr von dieser spektakulären Aufklärung? Sollten Hersteller ihre Geräte noch besser gegen Diebstahl schützen? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren mit uns.
Siehe auch:
Ein iPhone entlarvt Millionen-Geschäft
Ein iPhone-Besitzer verfolgte am vergangenen Heiligabend sein gestohlenes Gerät elektronisch zu einem Lagerhaus nahe dem Flughafen Heathrow, wo Sicherheitskräfte das Telefon in einer Kiste mit 894 anderen Geräten entdeckten. Das zufällige Aufspüren des einzelnen Smartphones löste - wie die Behörden nun bekanntgaben - die größte Razzia gegen Smartphone-Diebstahl in der britischen Geschichte aus und führte zur Aufdeckung eines internationalen Schmuggelnetzwerks.Die Metropolitan Police verhaftete im Zuge ihrer Ermittlungen 18 Verdächtige und stellte mehr als 2000 gestohlene Geräte sicher. Das kriminelle Netzwerk hatte über Jahre hinweg schätzungsweise 40.000 Smartphones von London nach China geschmuggelt und dabei Millionen von Pfund umgesetzt. Die Bande operierte wie ein globales Unternehmen mit klaren Gewinnstrukturen und ausgeklügelten Logistikwegen.
Wie BBC News berichtet, zielten die Kriminellen gezielt auf Apple-Produkte ab, da diese im Ausland besonders profitabel sind. Straßendiebe in London erhielten bis zu 300 Pfund (etwa 350 Euro) pro Gerät, während dieselben iPhones in China für bis zu 4000 Pfund (etwa 4680 Euro) verkauft wurden. Das liegt daran, dass westliche Smartphones in China wegen ihrer Fähigkeit zur Umgehung lokaler Zensurbeschränkungen besonders begehrt sind und Zugang zu gesperrten Diensten wie Google und Facebook ermöglichen.
Lukrativer als Drogenhandel
Die Geschäfte sind so lukrativ geworden, dass einige Kriminelle den Drogenhandel zugunsten des Smartphone-Diebstahls aufgegeben haben. Das geringere Strafmaß bei Eigentumsdelikten im Vergleich zu Drogenhandel macht diese Form der Kriminalität für viele Täter auch deutlich attraktiver. Zudem ist der Markt für gestohlene Smartphones weniger umkämpft als der traditionelle Drogenhandel.Die Polizei konnte DNA-Spuren an den Paketen sichern und identifizierte zwei Verdächtige, was zu koordinierten Razzien an 28 Adressen führte. Bei den Durchsuchungen wurden 2000 Geräte gefunden, die bereits für den Export vorbereitet waren. Die Bande soll für den Export von bis zur Hälfte aller in London gestohlenen Telefone verantwortlich gewesen sein.
Bei einer Verhaftung zeigte sich, dass die Täter sich durchaus des Tracking-Risikos bewusst waren, sie transportierten nämlich Dutzende Smartphones in Alufolie gewickelt. Das war ein Versuch, die Ortungssignale der Geräte zu blockieren.
Die Zahl der gestohlenen Telefone in London hat sich in den letzten vier Jahren fast verdreifacht, von 28.609 im Jahr 2020 auf 80.588 im Jahr 2024. Aktuelle Daten des Office for National Statistics zeigen, dass Diebstähle "von der Person" in England und Wales im Jahr bis März 2024 um 15 Prozent gestiegen sind und den höchsten Stand seit 2003 erreichten.
Mehr als 20 Millionen Menschen besuchen jährlich die Hauptstadt, und Touristen-Hotspots wie das West End und Westminster sind besonders betroffen von Handy-Raub und Diebstahl. Viele Täter nutzen dabei E-Bikes oder E-Scooter, um schnell zu entkommen, nachdem sie Smartphones aus den Händen ahnungsloser Fußgänger gerissen haben.
Viele Opfer kritisieren die Polizei dafür, nicht genug zu unternehmen, wenn sie die Echtzeitstandorte ihrer gestohlenen Telefone über Apples "Find My iPhone" oder ähnliche Tracking-Dienste melden. Oft erhalten Betroffene nur eine Referenznummer und werden darauf verwiesen, dass keine Ressourcen für die Verfolgung einzelner Geräte verfügbar seien.
Was haltet ihr von dieser spektakulären Aufklärung? Sollten Hersteller ihre Geräte noch besser gegen Diebstahl schützen? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren mit uns.
Zusammenfassung
- Apples 'Find My'-Funktion führte zur Aufdeckung eines internationalen Rings
- 40000 gestohlene iPhones wurden von London nach China geschmuggelt
- Ein einziges geortetes iPhone führte zu 894 weiteren in einem Lagerhaus
- In China werden die Geräte für bis zu 4000 Pfund weiterverkauft
- Smartphones ermöglichen in China Zugang zu zensierten Diensten
- 18 Verdächtige wurden verhaftet und mehr als 2000 Geräte sichergestellt
- Smartphone-Diebstähle in London haben sich seit 2020 fast verdreifacht
Siehe auch:
- Akku-Verbrauch: iPhone 17 Pro Max gewinnt gegen Galaxy S25 Ultra
- Apple: Support-Ende für ein iPhone-Modell und mehrere Apple Watches
- Speicher-Mods kaum möglich: Apple erschwert iPhone Air DIY-Upgrades
- Verkratztes iPhone 17: Apple hat überraschend einfache Lösung parat
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Thema:
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