Speicher-Mods kaum möglich:
Apple erschwert iPhone Air DIY-Upgrades

Noch sind die Details unklar, doch hat Apple offenbar einen Weg gefunden, die Modifikation seiner neuen Smartphones der iPhone-17-Serie mit größeren Speicherchips durch Drittanbieter einzudämmen. Der Aufwand für DIY-Mods steigt dadurch.
iPhone Air, NAND Flash, Toshiba K8A8
DirectorFeng / YouTube

Apple lässt sich mehr Speicher fürstlich bezahlen

Das Apple iPhone Air kostet selbst in der Version mit nur 256 Gigabyte internem Flash-Speicher stolze 1199 Euro in Deutschland. Wer die Versionen mit 512 GB oder einem Terabyte Speicher wünscht, muss dafür 1449 oder 1699 Euro auf den Tisch legen. Ein 1-TB-Flash-Chip kostet hingegen beim Kauf über Portale wie AliExpress weniger als 100 Euro.

Dieser Umstand sorgte in den letzten Jahren gerade in Südostasien für die Entstehung einer kleinen Modding-Industrie, bei der unabhängige Drittanbieter Speicher-Upgrades für iPhones verschiedener Art zu vergleichsweise geringen Preisen anbieten. Beim iPhone Air müssen sich die DIY-Modder nun wohl auf ganz bestimmte Chips setzen, wie der Modder DirectorFeng auf YouTube dokumentiert hat.


Bisher verwendete Chips nicht mehr kompatibel

Er veröffentlichte ein Video, in dem nicht nur ein Teardown des iPhone Air zu sehen ist, sondern auch der Versuch, das Gerät mit einem alternativen Speicherchip zu modifizieren. Das verwendete Gerät ist ein iPhone Air mit 256 Gigabyte Speicher, wobei DirectorFeng sich nach der Zerlegung des Smartphones daran machte, den ab Werk verbauten Speicherchip zu entfernen.

Im weiteren Verlauf wurde dann ein NAND-Flash-Chip mit einem Terabyte auf das Logic-Board des iPhone Air gelötet. Beim Versuch, das Smartphone dann über einen Mac wieder mit einer frischen iOS-Installation zu versehen, scheitert der Vorgang dann mit einem Fehler, der die ID 4014 trägt. Bei weiteren Versuchen mit anderen Speicherchips mit 256 und 512 Gigabyte Kapazität scheiterte der Versuch, iOS wieder auf das Gerät zu bringen mit der gleichen Fehlermeldung.

Was bei früheren iPhone-Modellen der letzten Jahre wohl noch gut funktionierte, ließ sich jüngst also nicht mehr umsetzen. Als möglichen Grund nennt DirectorFeng, dass Apple wohl dafür sorgt, dass das iPhone Air nur mit bestimmten NAND-Flash-Chips kompatibel ist. Apple nutzt angeblich Module, deren Seriennummer mit der Zeichenfolge "2NB" beginnt, wobei diese mutmaßlich nicht von den großen Zulieferern wie Samsung, SK Hynix oder Micron stammen.


Mittlerweile hat DirectorFeng allerdings doch einen Weg gefunden, das tot geglaubte iPhone Air wiederzubeleben. Weil inzwischen bekannt wurde, dass das Gerät mit einem bestimmten Flash-Chip aus der aktuellen Produktion von Toshiba ausgerüstet war, besorgte sich der Modder einen Speicherchip der gleichen Serie, der über eine höhere Kapazität verfügt.

Konkret handelt es sich um einen Chip aus der Toshiba K8A8-Reihe. Dieser konnte nach dem gleichen Prinzip in das Apple-Smartphone eingesetzt werden, das schon bei den zuvor fehlgeschlagenen Versuchen verwendet worden war. Nach erfolgreicher Installation gelang dann offensichtlich die erfolgreiche Installation von iOS auf dem Gerät, das nun tatsächlich mit dem größeren Speicherchip genutzt werden kann.

Apple hat mit dem iPhone Air nach aktuellem Kenntnisstand also begonnen, Flash-Chips bestimmter eng definierter Baureihen zu verwenden. Wer also das neue Smartphone mit mehr Speicher versehen muss, ist seiner Wahl der zu verwendenden Chips deutlich eingeschränkt und muss zu bestimmten Chips greifen. Die zuvor bei älteren Modellen genutzten Chips können nicht verwendet werden.
Zusammenfassung
  • Apple erschwert DIY-Speicher-Upgrades bei der iPhone-17-Serie
  • Preisunterschied zwischen offiziellen und Dritthersteller-Upgrades erheblich
  • DIY-Modder müssen nun spezifische Toshiba K8A8-Chips verwenden
  • Modder DirectorFeng fand nach anfänglichen Misserfolgen eine Lösung
  • Flash-Chips bestimmter Baureihen sind für erfolgreiche Upgrades erforderlich
  • Speichermodding-Industrie besonders in Südostasien verbreitet
  • Ältere Speicherchips sind mit dem neuen iPhone Air inkompatibel

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