Astronomie feiert: 6000. Exoplanet bestätigt - tausende in Warteschleife
So mancher wird sich noch an die aufregende Meldung erinnern können, als tatsächlich der erste Planet in einem anderen Sonnensystem gefunden wurde. Was damals eine Meisterleistung war, ist heute fast Normalität. Der 6000. Exoplanet wurde jetzt bestätigt.
"Wir treten in ein neues Kapitel der Entdeckung ein - in Welten, die unsere Vorstellungskraft übertreffen", heißt es in einem NASA-Video zu dem Ereignis. Ziel sei es, Planeten aufzuspüren, die Leben ermöglichen könnten, und damit unsere kosmische Nachbarschaft besser zu verstehen.
Das Jubiläum fällt zufällig fast auf den Jahrestag einer Pionierleistung: Am 6. Oktober 1995 bestätigten die Forscher Michel Mayor und Didier Queloz die Existenz von 51 Pegasi b, des ersten Planeten, der einen sonnenähnlichen Stern umkreist. Zwar war 1992 bereits ein Exoplanet um einen Neutronenstern entdeckt worden, doch 51 Pegasi b markierte den Beginn der systematischen Suche nach "normalen" fremden Welten.
Anders als damals lässt sich heute kein einzelner Planet als Nummer 6000 feiern. Neue Funde werden fortlaufend in den Katalog eingetragen, aktuell sind es sogar schon 6.007 bestätigte Welten. Allein über 8000 weitere Kandidaten warten noch auf ihre Bestätigung. Unter den jüngsten Entdeckungen ist KMT-2023-BLG-1896L b, ein Planet mit rund 16-facher Erdmasse, der dem Neptun ähnelt.
"Jeder Planet, den wir entdecken, liefert uns neue Hinweise darauf, wie Planeten entstehen und wie häufig erdähnliche Welten im Kosmos sein könnten", erklärt Dawn Gelino, Leiterin des Exoplanet Exploration Program der NASA. Die Suche habe damit auch eine existenzielle Dimension: Noch fehlt in dem Katalog der wohl spannendste Fund - eine echte zweite Erde.
Siehe auch:
Vor 30 Jahren ging es los
Das bedeutet, dass Astronomen in nur rund drei Jahrzehnten jenseits unseres Sonnensystems eine beeindruckende Vielfalt an Planeten entdeckt haben. Noch 2022 lag die Zahl bei 5000 - das Tempo der Funde nimmt also deutlich zu."Wir treten in ein neues Kapitel der Entdeckung ein - in Welten, die unsere Vorstellungskraft übertreffen", heißt es in einem NASA-Video zu dem Ereignis. Ziel sei es, Planeten aufzuspüren, die Leben ermöglichen könnten, und damit unsere kosmische Nachbarschaft besser zu verstehen.
Das Jubiläum fällt zufällig fast auf den Jahrestag einer Pionierleistung: Am 6. Oktober 1995 bestätigten die Forscher Michel Mayor und Didier Queloz die Existenz von 51 Pegasi b, des ersten Planeten, der einen sonnenähnlichen Stern umkreist. Zwar war 1992 bereits ein Exoplanet um einen Neutronenstern entdeckt worden, doch 51 Pegasi b markierte den Beginn der systematischen Suche nach "normalen" fremden Welten.
Anders als damals lässt sich heute kein einzelner Planet als Nummer 6000 feiern. Neue Funde werden fortlaufend in den Katalog eingetragen, aktuell sind es sogar schon 6.007 bestätigte Welten. Allein über 8000 weitere Kandidaten warten noch auf ihre Bestätigung. Unter den jüngsten Entdeckungen ist KMT-2023-BLG-1896L b, ein Planet mit rund 16-facher Erdmasse, der dem Neptun ähnelt.
Vielfalt ist alles
Die Statistik zeigt, wie vielfältig diese fernen Himmelskörper sind: Mehr als 2000 neptunähnliche Planeten wurden nachgewiesen, knapp ebenso viele Gasriesen wie Jupiter. Hinzu kommen rund 1700 sogenannte Super-Erden - größere Versionen unseres Heimatplaneten - sowie etwa 700 andere Gesteinsplaneten. Sieben Welten lassen sich bislang keiner bekannten Kategorie zuordnen. Manche dieser exotischen Objekte sollen teils bizarre Eigenschaften aufweisen: von Diamantplaneten über glühende Lavawelten bis hin zu Himmelskörpern, die mit über 1,6 Millionen Kilometern pro Stunde durchs All rasen."Jeder Planet, den wir entdecken, liefert uns neue Hinweise darauf, wie Planeten entstehen und wie häufig erdähnliche Welten im Kosmos sein könnten", erklärt Dawn Gelino, Leiterin des Exoplanet Exploration Program der NASA. Die Suche habe damit auch eine existenzielle Dimension: Noch fehlt in dem Katalog der wohl spannendste Fund - eine echte zweite Erde.
Zusammenfassung
- Astronomen haben den 6000. Exoplaneten bestätigt, weitere 8000 warten
- In nur drei Jahrzehnten wurde eine beeindruckende Planetenvielfalt entdeckt
- Seit dem ersten Fund 1995 durch Mayor und Queloz nimmt das Tempo zu
- Über 2000 neptunähnliche und etwa 1700 Super-Erden wurden gefunden
- Viele Exoplaneten weisen exotische Eigenschaften wie extreme Hitze auf
- Die Forschung sucht nach erdähnlichen Welten, die Leben ermöglichen könnten
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