Keine OpenAI-Exklusivität:
Microsoft setzt künftig auch auf Anthropic
Microsoft und OpenAI haben schon länger keine so feste Bindung mehr, wie es anfangs schien. Jetzt arbeiten die Redmonder sogar daran, auch KI-Technologien anderer Anbieter ins Boot zu holen. Erste Schritte geht man dabei mit Anthropic.
Bisher hatte Microsoft vor allem auf OpenAI gesetzt und dessen Sprachmodelle in Word, Excel, Outlook und PowerPoint integriert. Nun sollen bestimmte Funktionen auf Basis von Anthropics Technologie laufen, unter anderem dort, wo diese Modelle nach Angaben von Entwicklern bessere Ergebnisse liefern. Tests zufolge eignen sie sich besonders gut für automatisierte Finanzfunktionen in Excel oder für das Erstellen ansprechender Präsentationen in PowerPoint.
Parallel arbeitet Microsoft an eigenen KI-Modellen und bindet zusätzlich Technologien des chinesischen Unternehmens DeepSeek in seine Azure-Cloud ein. Damit beabsichtigt der Konzern die stetig wachsende Nachfrage nach leistungsfähigen KI-Lösungen abzudecken.
Die Einbindung der Anthropic-Modelle verdeutlicht allerdings auch den Pragmatismus, mit dem Microsoft seit einiger Zeit geführt wird. So werden die Redmonder für den Zugriff auf die Technologie über Amazon Web Services (AWS) bezahlen und damit über die Cloud-Sparte eines direkten Konkurrenten. AWS gehört zu den größten Anteilseignern Anthropics.
Eine formelle Ankündigung seitens Microsoft wird in den kommenden Wochen erwartet. Für Kunden soll sich am Preis der KI-Funktionen in Office 365 nichts ändern.
Siehe auch:
Für Office geplant
Das KI-Modell Claude des Start-ups wird jetzt auch in die Copilot-Funktionen der Office-Programme integriert. Das berichtete das US-Magazin The Information am Dienstag. Damit verfolgt der Konzern die Strategie, verschiedene Anbieter und Modelle miteinander zu kombinieren, um letztlich auch die Leistungsfähigkeit seiner Anwendungen weiter zu steigern.Bisher hatte Microsoft vor allem auf OpenAI gesetzt und dessen Sprachmodelle in Word, Excel, Outlook und PowerPoint integriert. Nun sollen bestimmte Funktionen auf Basis von Anthropics Technologie laufen, unter anderem dort, wo diese Modelle nach Angaben von Entwicklern bessere Ergebnisse liefern. Tests zufolge eignen sie sich besonders gut für automatisierte Finanzfunktionen in Excel oder für das Erstellen ansprechender Präsentationen in PowerPoint.
Parallel arbeitet Microsoft an eigenen KI-Modellen und bindet zusätzlich Technologien des chinesischen Unternehmens DeepSeek in seine Azure-Cloud ein. Damit beabsichtigt der Konzern die stetig wachsende Nachfrage nach leistungsfähigen KI-Lösungen abzudecken.
Konkurrenz im Boot
Seit Jahren gilt Microsoft als wichtigster Unterstützer von OpenAI: Mehr als 13 Milliarden Dollar hat das Unternehmen bislang investiert und sich damit früh einen Vorsprung im globalen KI-Wettlauf gesichert. Ein Sprecher des Konzerns betonte, dass die Partnerschaft mit OpenAI langfristig bestehen bleibe. "OpenAI bleibt unser Partner bei den führenden Modellen", hieß es.Die Einbindung der Anthropic-Modelle verdeutlicht allerdings auch den Pragmatismus, mit dem Microsoft seit einiger Zeit geführt wird. So werden die Redmonder für den Zugriff auf die Technologie über Amazon Web Services (AWS) bezahlen und damit über die Cloud-Sparte eines direkten Konkurrenten. AWS gehört zu den größten Anteilseignern Anthropics.
Eine formelle Ankündigung seitens Microsoft wird in den kommenden Wochen erwartet. Für Kunden soll sich am Preis der KI-Funktionen in Office 365 nichts ändern.
Zusammenfassung
- Microsoft integriert KI-Modelle von Anthropic in Office-Produktreihe
- Neben OpenAI setzt Microsoft auf mehrere KI-Anbieter gleichzeitig
- Anthropics KI-Modelle bieten Vorteile in Excel und PowerPoint
- Trotz neuer Partner bleibt OpenAI wichtigster KI-Kooperationspartner
- Microsofts KI-Technologie wird über Amazons AWS-Cloud bezogen
- Pragmatische Strategie: Verschiedene Modelle für bessere Leistungsfähigkeit
Siehe auch:
Videos zum Thema KI
- Super Bowl 2026: OpenAI lässt uns mit Codex Neues erschaffen
- Super Bowl 2026: Claude verrät, wie man einen Sixpack bekommt
- Anthropic Claude macht sich über Werbung in ChatGPT lustig
- Super Bowl 2025: OpenAI heißt uns im KI-Zeitalter willkommen
- Bing mit ChatGPT: Microsoft stellt seinen "Kopilot fürs Netz" vor
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