Kaninchen-Roboter sollen in Florida jetzt auf Schlangenjagd gehen
Sie sehen aus, bewegen sich und riechen wie echte Sumpfkaninchen - doch in Wirklichkeit handelt es sich um Roboter. Mit ihnen will die Wasserbehörde Südfloridas invasive Riesenschlangen im Everglades-Nationalpark in die Falle locken.
Die Tiere sind schwer aufzuspüren, erklärt Biologe Mike Kirkland von der Wasserbehörde gegenüber CBS News: "Das Entfernen selbst ist nicht das Problem - wir finden sie nur kaum, weil sie so gut getarnt sind." Genau hier sollen die neuen Lockmittel helfen.
Insgesamt 120 Roboter-Kaninchen wurden im Sommer aufgestellt. Sie bestehen aus handelsüblichen Spielzeughasen, die technisch nachgerüstet wurden: Sie bewegen sich realistisch, geben Wärme ab und verströmen Geruchsstoffe. Versorgt mit Solarenergie, lassen sie sich aus der Ferne steuern. Kameras überwachen die Umgebung und schlagen Alarm, wenn sich eine Python nähert - dann rücken bezahlte Jäger aus.
Zwar sind sie für Menschen nicht gefährlich, doch mangels natürlicher Feinde bedrohen sie die gesamte Tierwelt der Everglades - von Kaninchen und Waschbären bis hin zu Rehen und sogar Alligatoren. Neben technischen Experimenten setzt Florida weiterhin auf Menschenhand: Beim jährlichen "Python Challenge"-Wettbewerb beteiligten sich zuletzt fast tausend Jäger aus 30 Bundesstaaten. Zudem beschäftigt der Bundesstaat bis zu 50 Profis, die ganzjährig Schlangen erlegen. Eine endgültige Bewertung des Roboter-Projekts steht noch aus. Doch Kirkland zeigt sich zuversichtlich: "Wir stehen erst am Anfang. Aber wir glauben, dass diese Methode funktionieren wird."
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Invasive Burma-Pythons
Seit den 1990er-Jahren breiten sich Burma-Pythons in den Sümpfen Südfloridas aus. Ursprünglich als Haustiere importiert, wurden viele Tiere später ausgesetzt oder entwichen nach dem Hurrikan Andrew aus Zuchtanlagen. Inzwischen haben sich die Schlangen etabliert - und verursachen dramatische Schäden. Studien zufolge sind im Nationalpark rund 95 Prozent der kleinen Säugetiere verschwunden, auch zahlreiche Vogelarten sind stark betroffen.Die Tiere sind schwer aufzuspüren, erklärt Biologe Mike Kirkland von der Wasserbehörde gegenüber CBS News: "Das Entfernen selbst ist nicht das Problem - wir finden sie nur kaum, weil sie so gut getarnt sind." Genau hier sollen die neuen Lockmittel helfen.
Insgesamt 120 Roboter-Kaninchen wurden im Sommer aufgestellt. Sie bestehen aus handelsüblichen Spielzeughasen, die technisch nachgerüstet wurden: Sie bewegen sich realistisch, geben Wärme ab und verströmen Geruchsstoffe. Versorgt mit Solarenergie, lassen sie sich aus der Ferne steuern. Kameras überwachen die Umgebung und schlagen Alarm, wenn sich eine Python nähert - dann rücken bezahlte Jäger aus.
Zu viele Räuber
Die Kosten sind beträchtlich: Rund 4000 Dollar pro Stück werden veranschlagt. Doch für die Verantwortlichen lohnt sich der Aufwand. "Jede entfernte Python macht einen Unterschied", betont Ron Bergeron vom Leitungsgremium der Wasserbehörde. Die Herausforderung ist groß: Offizielle Schätzungen gehen von zehntausenden bis hin zu 300.000 Tieren aus. Weibliche Pythons können bis zu 100 Eier legen, ausgewachsene Tiere erreichen Längen von fünf Metern und mehr.Zwar sind sie für Menschen nicht gefährlich, doch mangels natürlicher Feinde bedrohen sie die gesamte Tierwelt der Everglades - von Kaninchen und Waschbären bis hin zu Rehen und sogar Alligatoren. Neben technischen Experimenten setzt Florida weiterhin auf Menschenhand: Beim jährlichen "Python Challenge"-Wettbewerb beteiligten sich zuletzt fast tausend Jäger aus 30 Bundesstaaten. Zudem beschäftigt der Bundesstaat bis zu 50 Profis, die ganzjährig Schlangen erlegen. Eine endgültige Bewertung des Roboter-Projekts steht noch aus. Doch Kirkland zeigt sich zuversichtlich: "Wir stehen erst am Anfang. Aber wir glauben, dass diese Methode funktionieren wird."
Zusammenfassung
- Täuschend echte Roboter-Kaninchen sollen Burma-Pythons in Florida anlocken
- Ausgesetzte Pythons verursachen seit den 1990ern massive ökologische Schäden
- 95 Prozent der kleinen Säugetiere in den Everglades sind bereits verschwunden
- 120 technisch aufgerüstete Spielzeughasen mit Wärme und Geruchsstoffen im Einsatz
- Bei Pythonsichtung alarmieren Kameras die Jäger zur sofortigen Bekämpfung
- Kosten von 4000 Dollar pro Roboter bei geschätzten 10.000 bis 300.000 Pythons
- Florida setzt zusätzlich auf professionelle Jäger und jährliche Jagdwettbewerbe
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