Gaming-Betrug: Cheater zahlen Milliarden für Aimbots, Wallhacks & Co.
Der Schwarzmarkt für Gaming-Cheats boomt und ist millionenschwer: Bis zu 73 Millionen Dollar jährlich - wenn nicht noch mehr. EA und Activision kontern mit "neuen" Sicherheitsmaßnahmen gegen KI-Aimbots, Wallhacks und viele weitere Tools.
In Nordamerika und Europa kaufen schätzungsweise zwischen 30.000 und 174.000 Personen monatlich Cheats. Die Preise variieren dabei erheblich und reichen von 5,68 bis 217,75 Euro. Die Forscher analysierten 80 verschiedene Websites, auf denen Cheat-Verkäufer ähnlich wie professionelle Online-Händler agieren. Die Seiten bieten Kundensupport, verschiedene Zahlungsoptionen und Abonnements an.
Der Cheat-Markt hat sich seit den frühen 2000er Jahren dramatisch professionalisiert. Während damals einfache Trainer-Programme kostenlos in Foren geteilt wurden, operieren heutige Anbieter mit ausgereiften Geschäftsmodellen. Sie nutzen sogar Bewertungssysteme und bieten Geld-zurück-Garantien an, falls ihre Software von Anti-Cheat-Systemen erkannt wird.
Auch bereits verfügbare Call of Duty-Titel wie Black Ops 6 und Warzone werden ab Season 5 diese Anforderungen durchsetzen. Secure Boot überprüft die Systemintegrität beim Start und verhindert das Laden nicht signierter Software, während TPM 2.0 als Hardware-Sicherheitsmodul fungiert und kryptografische Schlüssel sicher speichert.
Die Implementierung der Technologien ist jedoch nicht unumstritten. Einige Spieler kritisieren die zusätzlichen Systemanforderungen, da ältere Hardware möglicherweise nicht kompatibel ist. Zudem befürchten Datenschutzaktivisten eine verstärkte Überwachung der Spielsysteme.
Trotz millionenschwerer Investitionen der Spieleentwickler in Sicherheitsmaßnahmen, passen sich Cheat-Entwickler kontinuierlich an diese Fortschritte an. EA berichtete bereits, dass das Anti-Cheat-System von Battlefield 6 in der offenen Beta 330.000 Betrugsversuche blockiert habe, dennoch gelangen weiterhin Cheater durch die Netze.
Die Studie zeigt auch regionale Unterschiede auf: Während in westlichen Märkten hauptsächlich Aimbots und Wallhacks verkauft werden, dominieren in asiatischen Regionen oft komplexere Automatisierungstools für Online-Rollenspiele (MMORPG). Die kulturellen Unterschiede spiegeln verschiedene Gaming-Präferenzen und Toleranzschwellen gegenüber Cheating wider.
Der Kampf zwischen Cheat-Entwicklern und Spieleherstellern wird immer ausgeklügelter. Was denkt ihr über die neuen Sicherheitsanforderungen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
Gaming-Cheats als Millionengeschäft
Forscher der Universität Birmingham haben aufgedeckt, dass betrügerische Software im Gaming-Bereich jährlich zwischen 12,8 und 73,2 Millionen US-Dollar (etwa elf bis 63 Millionen Euro) umsetzen kann. Die Zahlen verdeutlichen das Ausmaß eines Problems, das sowohl Entwickler als auch Spieler gleichermaßen betrifft.In Nordamerika und Europa kaufen schätzungsweise zwischen 30.000 und 174.000 Personen monatlich Cheats. Die Preise variieren dabei erheblich und reichen von 5,68 bis 217,75 Euro. Die Forscher analysierten 80 verschiedene Websites, auf denen Cheat-Verkäufer ähnlich wie professionelle Online-Händler agieren. Die Seiten bieten Kundensupport, verschiedene Zahlungsoptionen und Abonnements an.
Battlefield 6: EA zeigt den offiziellen Multiplayer-Gameplay-Trailer
Der Cheat-Markt hat sich seit den frühen 2000er Jahren dramatisch professionalisiert. Während damals einfache Trainer-Programme kostenlos in Foren geteilt wurden, operieren heutige Anbieter mit ausgereiften Geschäftsmodellen. Sie nutzen sogar Bewertungssysteme und bieten Geld-zurück-Garantien an, falls ihre Software von Anti-Cheat-Systemen erkannt wird.
KI-gestützte Aimbots im Aufwind
Besonders beliebt sind die sogenannten "KI-Aimbots". Diese fortgeschrittenen Versionen älterer Cheat-Programme nutzen modernste Computer-Vision- und Machine-Learning-Technologien für automatisches Zielen in Spielen. Der Aufstieg moderner Objekterkennungstools hat es Entwicklern deutlich erleichtert, diese ausgeklügelten Cheats zu erstellen, wodurch sie Erkennungssysteme effektiver umgehen können.Selbst die besten Cheats werden erkannt. Sie funktionieren nicht für immer und oft nicht einmal eine Woche. Aber wir sehen Cheat-Entwickler, die ihre Cheats alle eineinhalb Tage aktualisieren.Die neuen KI-basierten Cheats unterscheiden sich grundlegend von traditionellen Methoden. Statt direkt in den Spielcode einzugreifen, analysieren sie Bildschirminhalte und simulieren menschliche Eingaben. Das macht sie schwerer erkennbar, da sie keine verdächtigen Speicherzugriffe hinterlassen.
Neue Sicherheitsmaßnahmen bei Top-Titeln
EA und Activision haben angekündigt, dass ihre kommenden Titel Call of Duty: Black Ops 7 und Battlefield 6 für PC-Spieler die Aktivierung von Secure Boot erfordern werden. CoD wird zusätzlich TPM 2.0 benötigen. Diese Sicherheitsmaßnahmen sollen die Nutzung von Cheats erschweren, bieten jedoch keine hundertprozentige Lösung gegen alle Formen des Betrugs.Auch bereits verfügbare Call of Duty-Titel wie Black Ops 6 und Warzone werden ab Season 5 diese Anforderungen durchsetzen. Secure Boot überprüft die Systemintegrität beim Start und verhindert das Laden nicht signierter Software, während TPM 2.0 als Hardware-Sicherheitsmodul fungiert und kryptografische Schlüssel sicher speichert.
Die Implementierung der Technologien ist jedoch nicht unumstritten. Einige Spieler kritisieren die zusätzlichen Systemanforderungen, da ältere Hardware möglicherweise nicht kompatibel ist. Zudem befürchten Datenschutzaktivisten eine verstärkte Überwachung der Spielsysteme.
Millionenschwerer Markt unterschätzt
Die tatsächlichen Dimensionen des Cheat-Markts dürften noch größer sein. Die Forschung berücksichtigte verschiedene asiatische Plattformen, Foren und zahlreiche kostenlose Cheats nicht. Die professionelle Struktur dieser Märkte zeigt sich in ausgereiften Verkaufsplattformen mit Statusanzeigen, die anzeigen, ob ein Cheat aktuell funktioniert.Trotz millionenschwerer Investitionen der Spieleentwickler in Sicherheitsmaßnahmen, passen sich Cheat-Entwickler kontinuierlich an diese Fortschritte an. EA berichtete bereits, dass das Anti-Cheat-System von Battlefield 6 in der offenen Beta 330.000 Betrugsversuche blockiert habe, dennoch gelangen weiterhin Cheater durch die Netze.
Die Studie zeigt auch regionale Unterschiede auf: Während in westlichen Märkten hauptsächlich Aimbots und Wallhacks verkauft werden, dominieren in asiatischen Regionen oft komplexere Automatisierungstools für Online-Rollenspiele (MMORPG). Die kulturellen Unterschiede spiegeln verschiedene Gaming-Präferenzen und Toleranzschwellen gegenüber Cheating wider.
Der Kampf zwischen Cheat-Entwicklern und Spieleherstellern wird immer ausgeklügelter. Was denkt ihr über die neuen Sicherheitsanforderungen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Forscher entdecken Schwarzmarkt für Gaming-Cheats mit Umsatz bis zu 73 Mio $
- Monatlich kaufen bis zu 174.000 Personen in Europa und Nordamerika Cheats
- Moderne Cheat-Anbieter operieren mit professionellen Geschäftsmodellen
- KI-Aimbots analysieren Bildschirminhalte, statt in den Spielcode einzugreifen
- EA und Activision setzen künftig auf Secure Boot und TPM 2.0 als Schutz
- Trotz Sicherheitsmaßnahmen passen sich Cheat-Entwickler kontinuierlich an
- Regionale Unterschiede: Westliche Märkte nutzen andere Cheats als asiatische
Siehe auch:
- Battlefield 6 Beta: EA blockiert 330.000 Cheater in nur zwei Tagen
- Härter gegen Cheater: Call Of Duty will jetzt TPM 2.0 und Secure Boot
- Windows 11: Microsoft hebt 24H2-Block für Anti-Cheat-Nutzer auf
- Epic verklagt Fortnite-Cheater und zwingt ihn zu "Pranger-Video"
- Valve-Shooter Deadlock verwandelt Cheater in wehrlose Frösche
Themen:
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