Internetausfälle häufen sich weltweit - das sind die Ursachen
In den letzten drei Monaten verzeichnete der Infrastruktur-Betreiber Cloudflare weltweit so viele Internetausfälle wie lange nicht mehr. Jetzt hat das Unternehmen einen Bericht über die Ursachen dieser Probleme öffentlich gemacht.
Besonders gravierend war ein massiver Stromausfall am 28. April, der die Iberische Halbinsel betraf. Gegen 12:30 Uhr kam es in Spanien und Teilen Portugals zu einem umfassenden Blackout, der nicht nur den Bahnverkehr lahmlegte, sondern auch das Internet zu rund 80 bis 90 Prozent ausfallen ließ. Erst in den frühen Morgenstunden des Folgetags normalisierte sich der Datenverkehr wieder. Auch Marokko war betroffen, da internationale Verbindungen über Spanien gestört wurden.
Gleichzeitig kehrten staatlich veranlasste Internetsperren zurück. Nach einer Phase relativer Ruhe im ersten Quartal schränkten im zweiten Quartal unter anderem Libyen, Iran, Irak, Syrien und Panama gezielt den Zugang zum Netz ein. In Iran standen die Sperren im Zusammenhang mit Angriffen auf Nuklearanlagen. In Irak und Syrien dienten sie - wie schon in den vergangenen Jahren - der angeblichen Betrugsvermeidung bei Schulprüfungen. Panama setzte hingegen auf Internetsperren als Reaktion auf regierungskritische Proteste.
Weitere Ausfälle wurden durch Beschädigungen von Glasfaserkabeln verursacht: In Haiti führte dies am 28. Mai zum vollständigen Ausfall des Internets bei Anbieter Digicel. In Malawi war Airtel am 24. Juni für 90 Minuten offline, mutmaßlich aufgrund von Vandalismus an der Infrastruktur.
Neben all diesen erklärbaren Ursachen meldete Cloudflare auch mehrere mysteriöse Zwischenfälle ohne offiziellen Grund - etwa am 1. April in Finnland, am 7. Mai auf den Philippinen oder am 22. Mai in Thailand. Hier bleibt die genaue Ursache bislang unklar.
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Abschaltungen und Defekte
Zahlreiche und teils schwerwiegende Internetstörungen weltweit haben das zweite Quartal dieses Jahres geprägt. Dabei sorgte eine Mischung aus staatlich verordneten Abschaltungen, großflächigen Stromausfällen und technischen Problemen in vielen Ländern für stunden- oder gar tagelange Internetausfälle.Besonders gravierend war ein massiver Stromausfall am 28. April, der die Iberische Halbinsel betraf. Gegen 12:30 Uhr kam es in Spanien und Teilen Portugals zu einem umfassenden Blackout, der nicht nur den Bahnverkehr lahmlegte, sondern auch das Internet zu rund 80 bis 90 Prozent ausfallen ließ. Erst in den frühen Morgenstunden des Folgetags normalisierte sich der Datenverkehr wieder. Auch Marokko war betroffen, da internationale Verbindungen über Spanien gestört wurden.
Gleichzeitig kehrten staatlich veranlasste Internetsperren zurück. Nach einer Phase relativer Ruhe im ersten Quartal schränkten im zweiten Quartal unter anderem Libyen, Iran, Irak, Syrien und Panama gezielt den Zugang zum Netz ein. In Iran standen die Sperren im Zusammenhang mit Angriffen auf Nuklearanlagen. In Irak und Syrien dienten sie - wie schon in den vergangenen Jahren - der angeblichen Betrugsvermeidung bei Schulprüfungen. Panama setzte hingegen auf Internetsperren als Reaktion auf regierungskritische Proteste.
Weitere Ausfälle wurden durch Beschädigungen von Glasfaserkabeln verursacht: In Haiti führte dies am 28. Mai zum vollständigen Ausfall des Internets bei Anbieter Digicel. In Malawi war Airtel am 24. Juni für 90 Minuten offline, mutmaßlich aufgrund von Vandalismus an der Infrastruktur.
Auch Unerklärbares
Auch technische Fehler führten zu kurzzeitigen Ausfällen. In Kanada legte ein fehlerhaftes Router-Update am 21. Mai das Netz in Teilen Ontarios und Quebecs lahm. In den USA waren am 19. Juni Kunden von Lumen/CenturyLink betroffen - mutmaßlich aufgrund eines DNS-Problems. Beachtenswert war zudem ein massiver DDoS-Angriff auf den russischen Anbieter ASVT am 28. Mai. Die Attacke mit über 70 Gbps führte zu einem mehrtägigen Ausfall.Neben all diesen erklärbaren Ursachen meldete Cloudflare auch mehrere mysteriöse Zwischenfälle ohne offiziellen Grund - etwa am 1. April in Finnland, am 7. Mai auf den Philippinen oder am 22. Mai in Thailand. Hier bleibt die genaue Ursache bislang unklar.
Zusammenfassung
- Cloudflare verzeichnet im zweiten Quartal ungewöhnlich viele Ausfälle
- Stromausfall am 28. April legte Internet in Spanien und Portugal zu 90 % lahm
- Staatliche Internetsperren in Ländern wie Iran, Irak, Syrien und Panama
- Beschädigungen an Glasfaserkabeln führten zu Totalausfällen in Haiti und Malawi
- Fehlerhafte Router-Updates und DDoS-Angriffe verursachten technische Probleme
- Einige Zwischenfälle in Finnland, Thailand und auf den Philippinen bleiben ungeklärt
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