Apple: Verschlüsselte Images und VMs fast so schnell wie native SSDs

Apple wird mit dem kommenden MacOS 26 auch einen ordentlichen Fortschritt im Bereich der virtuellen Speichertechnologie einführen. Verschlüsselte Disc-Images werden massiv beschleunigt und erreichen fast die Geschwindigkeit einer nativen SSD.
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ASIF als neuer Standard

Erreicht wird die durch das neue Apple Sparse Image Format (ASIF). Mit diesem wird der Umgang mit Disc-Images, zu denen letztlich auch virtuelle Maschinen gehören, massiv verbessert. Disc-Images gehören seit Langem zum Alltag vieler Mac-Nutzer - ob zur verschlüsselten Datenspeicherung oder zum Einsatz in der Virtualisierung. Bisherige Formate litten jedoch häufig unter langsamen Zugriffszeiten, insbesondere bei aktivierter Verschlüsselung. Selbst auf den schnellen internen SSDs moderner Macs lagen die Transferraten oft unter 100 MB/s.

ASIF bringt nun einen gewaltigen Leistungssprung: Erste Tests mit den im Rahmen der Entwicklerkonferenz WWDC gezeigten Beta des neuen Betriebssystems zeigen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, die nahezu an die native Performance der SSDs heranreichen. Ein 100-GB-ASIF-Image auf einem MacBook Pro mit M3 Pro erreichte unverschlüsselt 5,8 GB/s beim Lesen und 6,6 GB/s beim Schreiben. Auch mit Verschlüsselung blieben die Werte mit 4,8 bzw. 4,6 GB/s hoch. Auf einem Mac mini mit M4 Pro wurden sogar Schreibgeschwindigkeiten von über 8 GB/s gemessen.


Aktuell lassen sich ASIF-Images in MacOS 26 nur mit dem Festplattendienstprogramm oder über das Terminal via diskutil erstellen. Unterstützung durch das weitverbreitete Tool hdiutil fehlt bislang. Zudem ist das Format ausschließlich unter MacOS 26 nutzbar. Ob und wann frühere MacOS-Versionen ASIF-Images lesen können, hat Apple bisher nicht klargestellt.

Drittentwickler warten noch

Besonders relevant ist die neue Technologie für die Virtualisierung. Apple empfiehlt den Umstieg von alten RAW-Disc-Images auf ASIF - nicht nur wegen der Performance, sondern auch wegen der besseren Handhabung beim Datenaustausch. Im Gegensatz zu sogenannten "Sparse Bundles" kommt ASIF mit nur einer Datei aus, was die Verwaltung vereinfacht und zusätzlich Geschwindigkeit bringt.

Während die Entwicklergemeinde auf detailliertere Dokumentationen für die ASIF-Integration in ihre Anwendungen wartet, bereiten sich erste Tools wie DropDMG bereits auf die Integration des Formats vor. Es bleibt abzuwarten, wann auch Drittanbieterlösungen und Virtualisierungs-Apps das volle Potenzial von ASIF ausschöpfen können.

Zusammenfassung
  • MacOS 26 führt das Apple Sparse Image Format für beschleunigte Disc-Images ein
  • Verschlüsselte Disc-Images erreichen fast die Geschwindigkeit nativer SSDs
  • Tests zeigen Lese- und Schreibraten von bis zu 8 GB/s mit dem neuen Format
  • ASIF-Images können aktuell nur mit Festplattendienstprogramm oder Terminal erstellt werden
  • Das neue Format vereinfacht die Datenverwaltung durch Nutzung einer einzelnen Datei
  • Besonders für Virtualisierung bietet ASIF erhebliche Leistungs- und Handhabungsvorteile
  • MacOS 26 wird exklusiv benötigt, Kompatibilität mit älteren Versionen noch unklar

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