Eigenentwicklung nach Embargo:
China kann jetzt Photonikchips bauen
China schafft es jetzt, eine weitere Chip-Klasse, die man aufgrund des Embargos nicht von US-Firmen kaufen kann, selbst zu produzieren: An der Shanghai Jiao Tong-Universität ist es gelungen, die Fertigung von Photonikchips aufzunehmen.
Im Unterschied zu herkömmlichen Halbleitern, die Elektronen zur Informationsverarbeitung nutzen, arbeiten Photonikchips mit Lichtteilchen. Diese Technologie findet Anwendung in verschiedensten Bereichen - von der Telekommunikation über die Landwirtschaft und das autonome Fahren bis hin zu Medizin, Verteidigung und Raumfahrt.
Obwohl das Projekt erst 2021 ins Leben gerufen wurde, konnte die Fertigung bereits bis zum industriellen Maßstab weiterentwickelt werden. Das chinesische Industrieministerium erkannte die Produktionslinie außerdem kürzlich als "nationale Schlüsselplattform" an. Laut Institutsangaben können jährlich rund 12.000 Wafer verarbeitet werden - jeder davon liefert etwa 350 Chips.
Neben der Fertigung soll CHIPX auch als Wissensdrehscheibe fungieren: Ziel ist es, Know-how im Chipdesign und der Verarbeitung an Industriepartner weiterzugeben, um die Kommerzialisierung der Technologie - insbesondere in Bereichen wie 5G, 6G, künstlicher Intelligenz und Quantenkommunikationsnetzen - zu beschleunigen.
Die Entwicklung ist Teil einer umfassenden Strategie des Staates, sich unabhängiger von westlichen Technologien zu machen. Angesichts der US-Sanktionen investiert China zunehmend in alternative Halbleiterlösungen wie photonische und zusammengesetzte Materialien sowie Quanteninformatik.
Siehe auch:
Schneller Fortschritt
Chip Hub for Integrated Photonics Xplore (CHIPX), gelegen in der ostchinesischen Provinz Jiangsu, produziert nun 6-Zoll-Wafer aus dünnem Lithium-Niobat, berichtete die South China Morning Post. Die daraus gefertigten Photonikchips gelten als Schlüsselkomponenten für zukunftsweisende Technologien wie Quantencomputing und die optische Datenübertragung.Im Unterschied zu herkömmlichen Halbleitern, die Elektronen zur Informationsverarbeitung nutzen, arbeiten Photonikchips mit Lichtteilchen. Diese Technologie findet Anwendung in verschiedensten Bereichen - von der Telekommunikation über die Landwirtschaft und das autonome Fahren bis hin zu Medizin, Verteidigung und Raumfahrt.
Obwohl das Projekt erst 2021 ins Leben gerufen wurde, konnte die Fertigung bereits bis zum industriellen Maßstab weiterentwickelt werden. Das chinesische Industrieministerium erkannte die Produktionslinie außerdem kürzlich als "nationale Schlüsselplattform" an. Laut Institutsangaben können jährlich rund 12.000 Wafer verarbeitet werden - jeder davon liefert etwa 350 Chips.
Neben der Fertigung soll CHIPX auch als Wissensdrehscheibe fungieren: Ziel ist es, Know-how im Chipdesign und der Verarbeitung an Industriepartner weiterzugeben, um die Kommerzialisierung der Technologie - insbesondere in Bereichen wie 5G, 6G, künstlicher Intelligenz und Quantenkommunikationsnetzen - zu beschleunigen.
Mehr Unabhängigkeit
Jin Xianmin, Leiter von CHIPX, erklärte, dass die Pilotproduktionslinie Forschung, Prozessvalidierung und industrielle Skalierung vereint. Dies stelle einen bedeutenden Schritt in Richtung technologischer Unabhängigkeit und globaler Wettbewerbsfähigkeit Chinas dar.Die Entwicklung ist Teil einer umfassenden Strategie des Staates, sich unabhängiger von westlichen Technologien zu machen. Angesichts der US-Sanktionen investiert China zunehmend in alternative Halbleiterlösungen wie photonische und zusammengesetzte Materialien sowie Quanteninformatik.
Zusammenfassung
- China produziert Photonikchips nun selbst als Reaktion auf US-Embargo
- CHIPX-Zentrum stellt 6-Zoll-Wafer aus Lithium-Niobat für Photonikchips her
- Photonikchips nutzen Lichtteilchen statt Elektronen zur Datenverarbeitung
- Jährlich können etwa 12.000 Wafer mit je rund 350 Chips gefertigt werden
- Die Technologie ist für Quantencomputing und optische Datenübertragung zentral
- Das erst 2021 gestartete Projekt erreichte schnell industriellen Maßstab
- China strebt mit dieser Entwicklung technologische Unabhängigkeit an
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