Statt zu zahlen: Coinbase setzt 20 Mio. $ Kopfgeld auf Erpresser aus
Kriminelle versuchen derzeit, 20 Millionen Dollar von den Betreibern der Kryptobörse Coinbase zu erpressen. Das Unternehmen dreht den Spieß nun aber um und setzte die gleiche Summe als Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, aus.
Die betroffenen Support-Mitarbeiter wurden laut Sicherheitschef Philip Martin entlassen. Sie arbeiteten in Indien, was auf eine mögliche Verbindung der Täter dorthin hinweist - auch wenn dies bisher nicht bestätigt ist. Mit den erbeuteten Informationen führten die Kriminellen gezielte Social-Engineering-Angriffe durch, indem sie sich gegenüber Kunden als Coinbase-Mitarbeiter ausgaben. Über das genaue Ausmaß des Schadens macht das Unternehmen keine Angaben, betont aber, geschädigte Kunden vollständig zu entschädigen.
Nach dem Diebstahl forderten die Täter außerdem per E-Mail 20 Millionen Dollar von Coinbase und drohten damit, die gestohlenen Daten zusätzlich zu veröffentlichen. Doch Coinbase konnte nicht eingeschüchtert werden. "Die spontane Reaktion aller war: Auf keinen Fall!", so Martin gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Fortune.
Abschließend warnte Coinbase erneut vor häufigen Betrugsmaschen im Kryptobereich: Man werde Kunden niemals telefonisch oder per E-Mail zur Herausgabe von Passwörtern oder Sicherheitscodes auffordern - wer solche Anfragen erhält, solle das Gespräch sofort beenden.
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Datendiebstahl per Bestechung
Laut eines Blogeintrags des Unternehmens haben Kriminelle im Ausland tätige Mitarbeiter eines externen Kundenservices bestochen, um Zugriff auf sensible Kundendaten zu erhalten. Gestohlen wurden unter anderem Adressen, Telefonnummern, Ausweisdaten sowie Teile von Bank- und Sozialversicherungsinformationen. Login-Daten oder Zugänge zu digitalen Wallets waren laut Coinbase nicht betroffen. Insgesamt soll weniger als ein Prozent der monatlich aktiven Kunden betroffen sein - nach aktuellen Zahlen wären das unter 84.000 Personen.Die betroffenen Support-Mitarbeiter wurden laut Sicherheitschef Philip Martin entlassen. Sie arbeiteten in Indien, was auf eine mögliche Verbindung der Täter dorthin hinweist - auch wenn dies bisher nicht bestätigt ist. Mit den erbeuteten Informationen führten die Kriminellen gezielte Social-Engineering-Angriffe durch, indem sie sich gegenüber Kunden als Coinbase-Mitarbeiter ausgaben. Über das genaue Ausmaß des Schadens macht das Unternehmen keine Angaben, betont aber, geschädigte Kunden vollständig zu entschädigen.
Nach dem Diebstahl forderten die Täter außerdem per E-Mail 20 Millionen Dollar von Coinbase und drohten damit, die gestohlenen Daten zusätzlich zu veröffentlichen. Doch Coinbase konnte nicht eingeschüchtert werden. "Die spontane Reaktion aller war: Auf keinen Fall!", so Martin gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Fortune.
Suche nach Tätern
Statt zu zahlen, ruft Coinbase nun aktiv zur Jagd auf die Täter auf. Für Hinweise, die zu deren Festnahme und Verurteilung führen, lobt das Unternehmen eine Belohnung von 20 Millionen Dollar aus. Informationen können über die E-Mail-Adresse security@coinbase.com eingereicht werden. Zudem arbeitet Coinbase mit Strafverfolgungsbehörden in den USA und international zusammen.Abschließend warnte Coinbase erneut vor häufigen Betrugsmaschen im Kryptobereich: Man werde Kunden niemals telefonisch oder per E-Mail zur Herausgabe von Passwörtern oder Sicherheitscodes auffordern - wer solche Anfragen erhält, solle das Gespräch sofort beenden.
Zusammenfassung
- Kriminelle erpressen Coinbase; Unternehmen setzt 20 Millionen Dollar Kopfgeld aus
- Bestochene Kundenservice-Mitarbeiter in Indien ermöglichten Diebstahl sensibler Daten
- Weniger als ein Prozent der monatlich aktiven Kunden ist vom Datendiebstahl betroffen
- Diebe führten mit erbeuteten Informationen gezielte Social-Engineering-Angriffe durch
- Coinbase lehnte Lösegeldforderung kategorisch ab und arbeitet mit Behörden zusammen
- Unternehmen verspricht vollständige Entschädigung aller geschädigten Kunden
- Warnung: Coinbase fordert niemals Passwörter oder Sicherheitscodes per Telefon
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