Netflix-Chef rechnet ab:
Marvel wollte bei TV-Serien nur sparen

Daredevil, Jessica Jones, Luke Cage & Co.: Diese Marvel-Serien entstanden unter schwierigen Bedingungen bei Netflix. Jetzt packt Netflix-CEO Ted Sarandos aus, warum die Zusammenarbeit mit Marvel letztlich zum Scheitern verurteilt war.
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Streit um Marvel-Serien: Netflix-CEO packt aus

Netflix-Co-CEO Ted Sarandos gibt neue Einblicke in die frühere Zusammenarbeit mit Marvel. In einem Interview mit dem Branchenmagazin Variety beschreibt er die Partnerschaft als "Faustkampf".

Der Grund für die Spannungen lag in unterschiedlichen Geschäftsphilosophien: Während Netflix hochwertige Serien produzieren wollte, verfolgte Marvel eine restriktive Budgetpolitik bei Formaten wie Daredevil und Jessica Jones.


Sparpolitik verhinderte kreative Entfaltung

"Wir hatten damals mit der alten Marvel-Brigade zu tun, die unabhängig von Disney operierte. Und die waren sehr haushälterisch unterwegs", erläutert Sarandos. Ein besonderer Streitpunkt war das Geschäftsmodell: Marvel durfte nicht ausgegebene Produktionsgelder behalten - ein Anreizsystem, das nach Sarandos Einschätzung falsche Prioritäten setzte. "Wir wollten großartige TV-Serien machen, sie wollten Geld machen. Ich war überzeugt, dass wir mit großartigen TV-Serien Geld machen."

Historischer Deal mit Schattenseiten

Die Kooperation zwischen Netflix und Marvel galt 2013 als wegweisend: Fünf Serien wurden direkt mit jeweils 13 Episoden bestellt, ohne vorherige Pilotfolgen. Hinzu kam die Cross-over-Serie The Defenders. Die erste Staffel von Daredevil verfügte über ein Budget von 56 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Die neue Disney+-Serie Daredevil: Born Again erhält etwa 200 Millionen Dollar - fast das Vierfache des ursprünglichen Budgets.

Die Zusammenarbeit endete 2019, als Disney seinen eigenen Streamingdienst Disney+ lancierte. Trotz der Budgetbeschränkungen entstanden mit Daredevil, Jessica Jones, Luke Cage, Iron Fist und The Punisher Serien, die bei Kritikern und Fans durchaus Anklang fanden. Die Qualität der Produktionen variierte jedoch stark.

Was denkt ihr über diese Enthüllungen? Haben die knappen Budgets den Marvel-Serien geschadet, oder konnten sie trotzdem überzeugen? Teilt eure Eindrücke in den Kommentaren!

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Zusammenfassung
  • Netflix-Co-CEO bezeichnet frühere Marvel-Kooperation als 'Faustkampf'
  • Unterschiedliche Ziele: Netflix wollte Qualität, Marvel sparte am Budget
  • Marvel profitierte finanziell von nicht ausgegebenen Produktionsgeldern
  • Wegweisende Kooperation 2013: Fünf Serien ohne Pilotfolgen bestellt
  • Daredevil-Budget stieg von 56 Mio. $ bei Netflix auf 200 Mio. $ bei Disney+
  • Zusammenarbeit endete 2019 mit Start von Disneys eigenem Streamingdienst
  • Trotz Budgetbeschränkungen entstanden bei Fans beliebte Marvel-Serien

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