Regisseur angeklagt, weil er Netflix um Millionen Dollar betrogen hat
Ein Hollywood-Regisseur soll Netflix um 12 Millionen Euro betrogen haben. Statt eine geplante Science-Fiction-Serie zu produzieren, kaufte er sich Luxusautos und investierte in Krypto. Die US-Justiz hat ihn nun festgenommen - ihm drohen bis zu 70 Jahre Haft.
Der 47-jährige Filmemacher soll das Geld stattdessen für einen extravaganten Lebensstil verwendet haben. Aus den Gerichtsakten geht hervor, dass er sich fünf Rolls-Royce und einen Ferrari zulegte, zwei Matratzen für 638.000 Dollar erwarb und Luxusbettwäsche für 295.000 Dollar kaufte. Zudem investierte er in Kryptowährungen und verlor zunächst die Hälfte des Geldes durch riskante Börsengeschäfte.
Wie Deadline berichtet, hatte Netflix ursprünglich 44 Millionen Dollar in das Projekt namens "White Horse" (später umbenannt in "Conquest") investiert. Die Serie sollte von "superintelligenten, menschenähnlichen Klonen" handeln. 2020 forderte Rinsch weitere elf Millionen Dollar für die Fertigstellung - das Geld, das er dann veruntreut haben soll.
Die Anklagepunkte wiegen schwer: Betrug, Geldwäsche und illegale Finanztransaktionen. Bei einer Verurteilung drohen Rinsch bis zu 70 Jahre Haft. Netflix musste das Projekt 2021 mit einem Verlust von 55 Millionen Dollar abschreiben. Ein Schiedsgericht hatte dem Streaming-Anbieter bereits 2024 recht gegeben und Rinsch zur Zahlung von zwölf Millionen Dollar verurteilt.
Siehe auch:
Millionenbetrug statt Streaming-Hit
Der "47 Ronin"-Regisseur Carl Erik Rinsch wurde in Los Angeles verhaftet. Die US-Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, Netflix um satte elf Millionen Dollar betrogen zu haben. Das Geld war für die Fertigstellung einer Science-Fiction-Serie vorgesehen, die jedoch nie produziert wurde.Der 47-jährige Filmemacher soll das Geld stattdessen für einen extravaganten Lebensstil verwendet haben. Aus den Gerichtsakten geht hervor, dass er sich fünf Rolls-Royce und einen Ferrari zulegte, zwei Matratzen für 638.000 Dollar erwarb und Luxusbettwäsche für 295.000 Dollar kaufte. Zudem investierte er in Kryptowährungen und verlor zunächst die Hälfte des Geldes durch riskante Börsengeschäfte.
Wie Deadline berichtet, hatte Netflix ursprünglich 44 Millionen Dollar in das Projekt namens "White Horse" (später umbenannt in "Conquest") investiert. Die Serie sollte von "superintelligenten, menschenähnlichen Klonen" handeln. 2020 forderte Rinsch weitere elf Millionen Dollar für die Fertigstellung - das Geld, das er dann veruntreut haben soll.
Die Anklagepunkte wiegen schwer: Betrug, Geldwäsche und illegale Finanztransaktionen. Bei einer Verurteilung drohen Rinsch bis zu 70 Jahre Haft. Netflix musste das Projekt 2021 mit einem Verlust von 55 Millionen Dollar abschreiben. Ein Schiedsgericht hatte dem Streaming-Anbieter bereits 2024 recht gegeben und Rinsch zur Zahlung von zwölf Millionen Dollar verurteilt.
Bizarre Wendungen
Der Fall nahm zunehmend skurrile Züge an, wie die New York Times 2023 aufgedeckt hat: Rinsch behauptete gegenüber Netflix-Führungskräften, er habe den geheimen Übertragungsmechanismus von Covid-19 entdeckt - 2021 cancelte Netflix die Serie, gegenüber Managern des Streamingdienstes erklärte er per Mail, dass er einen Weg gefunden habe, "das Coronavirus-Signal, das aus dem Inneren der Erde kommt" per Landkarte zu erfassen. Seiner Ehefrau, die als Produzentin an der Serie beteiligt war, erzählte er, er könne Erdbeben und Blitzeinschläge vorhersagen.
Zusammenfassung
- Hollywood-Regisseur Carl Erik Rinsch wegen Millionenbetrugs verhaftet
- Netflix um 11 Millionen Dollar für nicht produzierte Serie betrogen
- Geld für Luxusautos, teure Matratzen und Kryptowährungen verwendet
- Rinsch behauptete, Covid-19-Übertragungsmechanismus entdeckt zu haben
- Bei Verurteilung drohen dem Regisseur bis zu 70 Jahre Gefängnis
- Netflix musste Projekt mit 55 Millionen Dollar Verlust abschreiben
- Skurrile Behauptungen über Erdbeben- und Blitzvorhersagen aufgedeckt
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