EU will, dass Smartwatches und Kopfhörer besser auf iPhone laufen

Die EU will Apple zur Öffnung des iOS-Ökosystems für Drittanbieter verpflichten. Künftig müssen neun Kernfunktionen des mobilen Be­triebssystems für externe Hersteller zugänglich sein. Der Konzern warnt vor Risiken für Innovation und den Datenschutz der Nutzer.
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Neue EU-Regeln für Zubehör auf iOS

Die Europäische Kommission verpflichtet Apple zu weitreichenden Änderungen bei iOS. Der iPhone-Konzern muss künftig neun Kernfunktionen seines mobilen Betriebssystems für Drittanbieter zugänglich machen. Dadurch sollen fremde Smartwatches, Kopfhörer und andere Geräte ähnlich gut mit iPhones zusammenarbeiten können wie Apples eigene Produkte.

Die neuen Vorgaben umfassen unter anderem vereinfachtes Pairing von Zubehör, besseren Zugriff auf Benachrichtigungen sowie schnellere Datenübertragung via WLAN und NFC. Auch die Anzeige von Mitteilungen auf Smartwatches von Drittanbietern soll erleichtert werden. Ein konkretes Beispiel ist die kürzlich wiederbelebte Pebble-Smartwatch, die bisher nur eingeschränkt mit iPhones kommunizieren kann.

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Wie The Verge berichtet, basieren die Vorgaben auf dem Digital Markets Act (DMA), der seit Mai 2023 in Kraft ist. Die EU-Kommission stuft Apple als "Gatekeeper" ein und will durch die Regelungen den Wettbewerb fördern. Die EU-Vizepräsidentin Teresa Ribera bezeichnet die effektive Interoperabilität für Drittanbieter-Geräte als wichtigen Schritt zur Öffnung des Apple-Ökosystems.

Kritik aus Cupertino

Der iPhone-Hersteller wehrt sich gegen die Vorgaben und warnt vor negativen Folgen. Das Unternehmen ließ über Sprecherin Marni Goldberg ausrichten: "Die heutigen Entscheidungen wickeln uns in Bürokratie ein, verlangsamen Apples Fähigkeit zur Innovation für Nutzer in Europa und zwingen uns, unsere neuen Funktionen kostenlos an Unternehmen weiterzugeben, die nicht denselben Regeln unterliegen. Das ist schlecht für unsere Produkte und für unsere europäischen Nutzer."

Besonders kritisch sieht Apple mögliche Datenschutzrisiken. Der Konzern verweist auf ein Grundsatzpapier von Dezember 2024, wonach einige Unternehmen die DMA-Vorgaben bereits missbrauchen würden, um an sensible Nutzerdaten zu gelangen.

Was meint ihr zu den neuen EU-Vorgaben? Hält ihr es für gut, dass Smartwatches und Kopfhörer anderer Hersteller mit dem iPhone besser zusammenspielen sollen oder sind Apples Warnungen berechtigt? Lasst uns eure Erfahrungen und Gedanken in den Kommentaren wissen.
Zusammenfassung
  • EU verpflichtet Apple zur Öffnung von neun iOS-Kernfunktionen
  • Drittanbieter-Geräte sollen besser mit iPhones zusammenarbeiten
  • Vereinfachtes Pairing und besserer Zugriff auf Benachrichtigungen
  • Vorgaben basieren auf dem Digital Markets Act vom Mai 2023
  • Apple warnt vor Risiken für Innovation und Datenschutz der Nutzer
  • Unternehmen sieht möglichen Missbrauch zur Datengewinnung kritisch
  • EU-Kommission will Wettbewerb im Apple-Ökosystem fördern

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