EU zwingt Apple zur einer weitergehenden Öffnung seines Ökosystems
Die Europäische Kommission hat Apple angewiesen, sein bisher geschlossenes Ökosystem noch deutlich stärker für konkurrierende Unternehmen zu öffnen. Die Entscheidung ist Teil der Durchsetzung des Digital Markets Act (DMA).
In zwei separaten Anordnungen fordert die EU nun ein, dass Apple Wettbewerbern Zugang zu seiner Technologie und seinem mobilen Betriebssystem gewährt. So sollen Hersteller von Smartphones, Kopfhörern und Virtual-Reality-Geräten ihre Produkte nahtlos mit iPhones und iPads verbinden können. Bisher ist der Zugang zu verschiedenen Schnittstellen noch stark eingeschränkt. Zudem wurde ein klarer Ablauf und Zeitrahmen festgelegt, innerhalb dessen Apple auf Anfragen von App-Entwicklern zur Interoperabilität reagieren muss.
Apple reagierte mit scharfer Kritik auf die Entscheidung und warnte vor negativen Folgen für Nutzer und Innovationen. "Diese Maßnahmen bürokratisieren unsere Prozesse, verlangsamen Innovationen für europäische Nutzer und zwingen uns, neue Funktionen kostenlos an Unternehmen weiterzugeben, die sich nicht an die gleichen Regeln halten müssen", hieß es in einer Stellungnahme des Konzerns.
Sollte Apple gegen die Auflagen verstoßen, drohen dem US-Technologiekonzern empfindliche Strafen. Die EU kann in einem solchen Fall eine Untersuchung einleiten, die zu Geldbußen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes - dieser betrug im Geschäftsjahr 2024 immerhin 391 Milliarden Dollar - führen könnte.
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Schnittstellen freigeben
Mit dem noch recht neuen Gesetz soll die Marktmacht großer Technologieunternehmen eingeschränkt werden. Apple könnte bei Nichteinhaltung der Vorschriften mit hohen Strafen belegt werden, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.In zwei separaten Anordnungen fordert die EU nun ein, dass Apple Wettbewerbern Zugang zu seiner Technologie und seinem mobilen Betriebssystem gewährt. So sollen Hersteller von Smartphones, Kopfhörern und Virtual-Reality-Geräten ihre Produkte nahtlos mit iPhones und iPads verbinden können. Bisher ist der Zugang zu verschiedenen Schnittstellen noch stark eingeschränkt. Zudem wurde ein klarer Ablauf und Zeitrahmen festgelegt, innerhalb dessen Apple auf Anfragen von App-Entwicklern zur Interoperabilität reagieren muss.
Apple reagierte mit scharfer Kritik auf die Entscheidung und warnte vor negativen Folgen für Nutzer und Innovationen. "Diese Maßnahmen bürokratisieren unsere Prozesse, verlangsamen Innovationen für europäische Nutzer und zwingen uns, neue Funktionen kostenlos an Unternehmen weiterzugeben, die sich nicht an die gleichen Regeln halten müssen", hieß es in einer Stellungnahme des Konzerns.
Hohe Strafen drohen
Das Unternehmen betonte, weiterhin mit der EU-Kommission zusammenarbeiten zu wollen, um deren Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf Nutzer zu klären. Die Wettbewerbskommissarin der EU, Teresa Ribera, verteidigte die Maßnahmen jedoch: "Mit diesen Entscheidungen setzen wir lediglich geltendes Recht um und schaffen Klarheit für Apple und die Entwicklergemeinschaft."Sollte Apple gegen die Auflagen verstoßen, drohen dem US-Technologiekonzern empfindliche Strafen. Die EU kann in einem solchen Fall eine Untersuchung einleiten, die zu Geldbußen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes - dieser betrug im Geschäftsjahr 2024 immerhin 391 Milliarden Dollar - führen könnte.
Zusammenfassung
- EU-Kommission fordert stärkere Öffnung von Apples Ökosystem
- Digital Markets Act soll Marktmacht großer Tech-Firmen einschränken
- Apple muss Wettbewerbern Zugang zu Technologie und iOS gewähren
- Klarer Zeitrahmen für Reaktionen auf App-Entwickler-Anfragen festgelegt
- Apple kritisiert Entscheidung und warnt vor negativen Auswirkungen
- EU-Kommissarin verteidigt Maßnahmen als Umsetzung geltenden Rechts
- Bei Verstößen drohen Apple Geldbußen von bis zu 10 Prozent des Jahresumsatzes
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