AMD Zen 6: Nächste Generation der Ryzen-APUs mit bis zu 24 CPU-Cores

Die nächste Generation der AMD Ryzen-Prozessoren soll laut mehreren Quellen einen deutlichen Anstieg der möglichen Zahl von CPU-Kernen mit sich bringen. Künftig sollen bis zu 24 Cores in den Chips auf Basis der "Zen 6"-Architektur ihren Dienst tun.
Cpu, Prozessor, Chip, Amd, SoC, Prozessoren, Ryzen, AMD Ryzen, AMD Ryzen 5000, AMD Ryzen 9 5900X

Details zu 'Medusa Point' und 'Medusa Ridge'

Wie aus dem chinesischen Forum ChipHell und von dem YouTube-Kanal Moore's Law Is Dead zu hören ist, plant AMD für seine kommende Generation von Ryzen-CPUs auf Basis der "Zen 6"-Architektur ein neues Chiplet-basiertes Design, bei dem die Zahl der Rechenkerne sowohl bei Desktop- als auch bei Laptop-Prozessoren deutlich gesteigert werden soll. Die Premium-Varianten für Gaming-Fans sollen außerdem 3D-V-Cache mitbringen, heißt es.

Den Quellen zufolge plant AMD für "Zen 6" Core Chiplet Dies (CCDs) mit 12 Rechenkernen, nachdem man zuletzt auf CCDs mit "nur" acht Kernen gesetzt hat. Für die Desktop-Versionen der kommenden CPU-Generation für den AM5-Sockel sind deshalb Prozessoren mit bis zu 24 Rechenkernen möglich, so die Berichte. Die Laptop-Versionen sollen hingegen bis zu 12 Kerne der gleichen Klasse bieten können, nachdem man bisher auf eine Kombination aus acht "Zen 5"- und vier "Zen 5c"-Kernen gesetzt hatte. Jeder Zen-6-CCD soll laut den Quellen 75 mm² groß sein.


4 MB L3-Cache pro CPU-Kern, Notebook-CPUs mit Chiplets

AMD steigert mit den neuen Chips den Berichten zufolge zwar die Kernzahl deutlich, doch bleibt es bei maximal vier Megabyte Level3-Cache pro Kern, womit maximal 96 MB bei den Top-Versionen der neuen AMD Desktop-APUs möglich sind. Die Einführung der ersten Prozessoren auf Basis der "Zen 6"-Architektur soll angeblich erst 2026 geplant sein. Die Beobachter gehen daher davon aus, dass AMD dann bei TSMC im 3nm-Maßstab fertigen lässt.

Die Laptop-Versionen der neuen Chips sollen den Quellen von "Moore's Law Is Dead" zufolge den Codenamen "Medusa Point" tragen, während die Desktop-Varianten der neuen "Zen 6"-basierten Chips angeblich "Medusa Ridge" genannt werden. Eine Neuerung bei den mobilen Versionen ist, dass AMD nun auch hier auf ein Chiplet-Design und nicht mehr auf die bisher übliche monolithische Bauweise setzt, heißt es außerdem.

Bei "Medusa Point" will AMD daher dem Vernehmen nach auf ein einzelnes CCD mit 12 Kernen in Kombination mit einem 200 mm² großen I/O-Die setzen, in dem acht RDNA-Grafik-Rechengruppen, ein 128-Bit-Speichercontroller und eine große Neural Processing Unit (NPU) ihren Dienst tun. Aktuell wird auch spekuliert, dass AMD hier auf Infinity-Cache setzen will, um die GPU-Leistung zu steigern.

Bei "Medusa Ridge" will AMD angeblich auf bis zu zwei 12-kernige CCDs auf "Zen 6"-Basis setzen, wobei der I/O-Die hier 155 mm² groß sein soll, weil keine leistungsfähige integrierte Grafikeinheit an Bord ist. Stattdessen soll hier nur eine stärkere NPU verwendet werden. Noch sind all diese Informationen nicht von offizieller Seite bestätigt worden.

Zusammenfassung
  • AMD plant Zen-6-Architektur mit deutlich mehr CPU-Kernen für 2026
  • Desktop-Varianten sollen bis zu 24 Kerne und 96 MB L3-Cache bieten
  • Laptop-Versionen mit bis zu 12 Kernen und neuem Chiplet-Design geplant
  • 'Medusa Point' für Laptops mit 12-Kern-CCD und 200 mm² großem I/O-Die
  • 'Medusa Ridge' für Desktops mit bis zu zwei 12-kernigen CCDs vorgesehen
  • Fertigung bei TSMC im 3nm-Verfahren wird für neue Generation erwartet
  • Stärkere NPU und möglicher Infinity-Cache für verbesserte GPU-Leistung

Siehe auch:


Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!