Ethik geht über Bord: Google will jetzt auch KI für Waffen entwickeln
Google beabsichtigt, sich zukünftig auch als Anbieter von KI für Waffensysteme zu etablieren. Ein Passus in den eigenen Richtlinien, der den Einsatz der Google-Technologie in dem Bereich bisher ablehnte, wurde gestrichen.
James Manyika, Senior Vice President bei Google, und Demis Hassabis, Leiter des KI-Labors Google DeepMind, stellten klar: "Wir glauben, dass Demokratien bei der KI-Entwicklung vorangehen sollten, geleitet von Werten wie Freiheit, Gleichheit und Respekt für die Menschenrechte. Unternehmen, Regierungen und Organisationen, die diese Werte teilen, sollten zusammenarbeiten, um KI zu schaffen, die die Menschen schützt, das globale Wachstum fördert und die nationale Sicherheit unterstützt."
Dies könnte man so interpretieren, dass man im Management des Konzerns zu der Ansicht gekommen ist, dass man entsprechende Technologien lieber selbst für das eigene Land entwickle, als dies insbesondere der Konkurrenz aus China zu überlassen.
Die Anpassung der KI-Prinzipien steht exemplarisch für einen breiteren Wandel in der Tech-Branche. Bereits im Januar wurden bei Meta Initiativen zu Diversität und Inklusion weitgehend eingestellt, während auch Amazon einige entsprechende Programme zurückfuhr. Damit folgt man der Denkrichtung, die mit den neuen Machthabern in Washington eingezogen ist.
Siehe auch:
Ausschluss-Klauseln wurden gestrichen
Laut Screenshots, die der Nachrichtenagentur Bloomberg vorliegen, wies der gelöschte Abschnitt unter der Überschrift "AI applications we will not pursue" (KI-Anwendungen, die wir nicht verfolgen) ausdrücklich darauf hin, dass Technologien, die insgesamt Schaden verursachen oder verursachen könnten - einschließlich Waffentechnologien - nicht zum Arbeitsbereich des Unternehmens werden sollten. Davon hat man sich nun also distanziert.James Manyika, Senior Vice President bei Google, und Demis Hassabis, Leiter des KI-Labors Google DeepMind, stellten klar: "Wir glauben, dass Demokratien bei der KI-Entwicklung vorangehen sollten, geleitet von Werten wie Freiheit, Gleichheit und Respekt für die Menschenrechte. Unternehmen, Regierungen und Organisationen, die diese Werte teilen, sollten zusammenarbeiten, um KI zu schaffen, die die Menschen schützt, das globale Wachstum fördert und die nationale Sicherheit unterstützt."
Dies könnte man so interpretieren, dass man im Management des Konzerns zu der Ansicht gekommen ist, dass man entsprechende Technologien lieber selbst für das eigene Land entwickle, als dies insbesondere der Konkurrenz aus China zu überlassen.
Viel Arbeit umsonst
Kritiker sehen in der Streichung des Passus hingegen einen besorgniserregenden Schritt. Margaret Mitchell, die ehemalige Mitverantwortliche für Googles ethisches KI-Team und derzeitige Chefethikerin des KI-Startups Hugging Face, warnte, dass mit dieser Änderung die langjährige Arbeit im Bereich der ethischen KI untergraben werde. "Das Entfernen dieses Abschnitts löscht den Beitrag vieler Menschen im ethischen und aktivistischen Bereich - und noch bedenklicher ist, dass Google dadurch möglicherweise Technologien entwickeln könnte, die direkt Menschen schaden oder gar töten können", so Mitchell.Die Anpassung der KI-Prinzipien steht exemplarisch für einen breiteren Wandel in der Tech-Branche. Bereits im Januar wurden bei Meta Initiativen zu Diversität und Inklusion weitgehend eingestellt, während auch Amazon einige entsprechende Programme zurückfuhr. Damit folgt man der Denkrichtung, die mit den neuen Machthabern in Washington eingezogen ist.
Zusammenfassung
- Google streicht Passus gegen KI-Nutzung für Waffensysteme
- Der Konzern will sich als Anbieter von KI für Waffen positionieren
- Management sieht Vorteile in eigener Entwicklung für nationales Interesse
- Kritiker warnen vor Untergrabung langjähriger Arbeit im Bereich ethischer KI
- Die Änderung spiegelt einen breiten Wandel in der Tech-Branche wider
- Andere Unternehmen fahren ebenfalls Diversitäts- und Inklusionsprogramme zurück
- Neue Ausrichtung folgt Denkrichtung der aktuellen US-Regierung
Siehe auch:
Thema:
Videos zum Thema KI
- KI hält in Kameras Einzug: Was sie dort tut und was es bringt
- Super Bowl 2026: OpenAI lässt uns mit Codex Neues erschaffen
- Super Bowl 2026: Claude verrät, wie man einen Sixpack bekommt
- Super Bowl 2026: Oakley Meta-Brillen halten epische Sportmomente fest
- Super Bowl 2026: Base44 zeigt, wie KI jeden zum Programmierer macht
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Galaxy A27: Samsung leakt sein neues Jedermann-Smartphone selbst
- Spiele als Dauerwerbesendung: EA plant Reklame 'direkt im Gameplay'
- Nutzen umstritten, UK bannt dennoch Social Media für Unter-16-Jährige
- Fox kauft Roku: Neuer Streaming-Gigant für 22 Milliarden Dollar
- Drohnen-Alternative: Schlangenroboter prüfen Hochspannungsleitungen
- 110 Billiarden Kilometer: Forscher arbeiten an Karte von Pilzgeflechten
- Genialer 5G-Tarif ist zurück: Vodafone Unlimited-Flat für 14,99 Euro
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen