ChatGPT wird Superanalyst: OpenAI stellt "Deep Research" KI-Tool vor

OpenAI präsentiert Deep Research für ChatGPT: Eine KI-gestützte Funktion, die komplexe Rechercheaufgaben in Minuten bewältigen und detaillierte Berichte erstellen soll. Die neue Technologie könnte vor allem die Effizienz von Wissensarbeitern erheblich steigern.
OpenAI, ChatGPT

Neue KI-Recherche von OpenAI

Der KI-gestützte Assistent kann laut OpenAI zahlreiche Onlinequellen finden, analysieren und zusammenfassen. Das Ergebnis sind detaillierte Berichte, die das Unternehmen als vergleichbar mit der Arbeit eines Forschungsanalysten beschreibt. "Es schafft in dutzenden Minuten, wofür ein Mensch viele Stunden brauchen würde", heißt es von OpenAI.

Die Zielgruppe für Deep Research sind in erster Linie Wissensarbeiter (engl. Knowledge worker), aus Bereichen wie Finanzen, Wissenschaft, Politik und Ingenieurwesen. Doch auch für Verbraucher, die vor größeren Anschaffungen wie Autos oder Möbeln stehen, könnte das Tool nützlich sein, um Kaufentscheidungen zu treffen.

Um Deep Research zu nutzen, wählen Anwender die entsprechende Option im ChatGPT-Interface und geben ihre Anfrage ein. Zusätzlich können Dateien wie PDFs oder Tabellen hochgeladen werden, um den Kontext zu erweitern. Während der Recherche zeigt eine Seitenleiste den Fortschritt und die verwendeten Quellen an.

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Technologie und Einschränkungen

Deep Research basiert auf einer speziell optimierten Version des kommenden OpenAI o3-Modells. Diese KI ist darauf trainiert, große Mengen an Text, Bildern und PDFs aus dem Internet zu durchsuchen, zu interpretieren und zu analysieren.

Dabei kann sie flexibel auf neue Informationen reagieren und ihre Recherchestrategie anpassen. Im Humanity's Last Exam soll die Genauigkeit des neuen Modells bei 26,6 Prozent liegen - deutlich höher als bei vergleichbaren Modellen. Dafür kann die Bewältigung einer Anfrage allerdings auch zwischen fünf und 30 Minuten dauern.

Trotz der Fähigkeiten weist OpenAI auf einige Einschränkungen hin:

  • Die KI kann Fakten halluzinieren oder falsche Schlussfolgerungen ziehen - wenn auch seltener als bisherige ChatGPT-Modelle
  • Es kann Schwierigkeiten geben, zwischen zuverlässigen Informationen und Gerüchten zu unterscheiden

Verfügbarkeit und Zukunftspläne

Zunächst ist Deep Research nur für Nutzer des ChatGPT Pro-Abonnements verfügbar, das 200 US-Dollar pro Monat kostet. Pro-Nutzer sind vorerst auf 100 Anfragen pro Monat limitiert. Außerdem müssen Nutzer aus Europa und entsprechend aus Deutschland noch etwas länger auf die Einführung warten.

In Zukunft plant OpenAI, eine kostengünstigere Version von Deep Research zu entwickeln, die auf einem kleineren Modell basiert. Dies soll es ermöglichen, die Funktion auch Nutzern der günstigeren Plus- und Team-Abonnements zugänglich zu machen.


Wettbewerbssituation und Ausblick

Die Einführung von ChatGPT Deep Research erfolgt in einem zunehmend kompetitiven KI-Umfeld. Das chinesische Start-up Deepseek sorgte kürzlich für Aufsehen mit einem Chatbot, der mit US-Modellen konkurrieren kann - und das zu geringeren Entwicklungskosten. Google bietet zudem mit seinem Gemini Advanced-Dienst eine ähnliche Funktion an, die ebenfalls den Namen "Deep Research" trägt und nur 20 Dollar kostet.

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Was kann Deep Research genau?
Deep Research ist ein neues KI-Tool von OpenAI, das komplexe Recherchen im Internet durchführt und dabei Hunderte von Quellen analysiert. Es kann innerhalb von Minuten Aufgaben bewältigen, für die ein Mensch mehrere Stunden benötigen würde.

Das Tool ist besonders effektiv bei der Suche nach spezifischen Informationen und erstellt detaillierte Berichte mit vollständiger Quellenangabe. Es kann sowohl Text als auch Bilder und PDFs verarbeiten und seine Recherche basierend auf gefundenen Informationen anpassen.
Wer kann es bereits nutzen?
Aktuell steht Deep Research ausschließlich ChatGPT Pro-Nutzern zur Verfügung, mit einer Begrenzung von 100 Anfragen pro Monat. Plus- und Team-Nutzer sollen in etwa einem Monat folgen.

Nutzer aus Großbritannien, der Schweiz und dem Europäischen Wirtschaftsraum müssen sich noch gedulden. OpenAI arbeitet daran, den Dienst auch in diesen Regionen verfügbar zu machen.
Wie lange dauert eine Recherche?
Eine typische Recherche mit Deep Research kann zwischen 5 und 30 Minuten dauern. Die genaue Dauer hängt von der Komplexität der Anfrage und der erforderlichen Recherchetiefe ab.

Während der Recherche können Nutzer sich anderen Aufgaben widmen - das System sendet eine Benachrichtigung, sobald die Ergebnisse vorliegen. Die Wartezeit wird für die umfassende Analyse verschiedener Quellen genutzt.
Welche Grenzen hat das System?
Trotz fortschrittlicher Fähigkeiten kann Deep Research gelegentlich Fakten halluzinieren oder falsche Schlüsse ziehen, wenn auch deutlich seltener als bisherige ChatGPT-Modelle.

Das System hat noch Schwierigkeiten, zwischen autoritativen Informationen und Gerüchten zu unterscheiden. Außerdem kann es Probleme bei der Einschätzung der eigenen Unsicherheit geben, und die Formatierung von Berichten und Zitaten weist manchmal noch kleine Fehler auf.
Wie gut ist die Leistung?
Im Humanity's Last Exam erreicht Deep Research eine Genauigkeit von 26,6 Prozent - deutlich höher als andere KI-Modelle wie GPT-4o (3,3 Prozent) oder Claude 3.5 Sonnet (4,3 Prozent).

Beim GAIA-Benchmark erzielt das System neue Bestwerte mit einer durchschnittlichen Leistung von 72,57 Prozent über alle Schwierigkeitsstufen hinweg. Experten bestätigen, dass es mehrere Stunden manuelle Recherche automatisieren kann.
Was sind die nächsten Schritte?
OpenAI plant die Einführung einer schnelleren, kostengünstigeren Version von Deep Research, die von einem kleineren Modell angetrieben wird, aber weiterhin qualitativ hochwertige Ergebnisse liefern soll.

Zukünftig wird das System auch auf spezialisierte Datenquellen zugreifen können, einschließlich kostenpflichtiger Abonnements und interner Ressourcen. Die Integration in Mobile- und Desktop-Apps ist ebenfalls in Arbeit.
Wie starte ich eine Recherche?
In ChatGPT wählen Sie 'Deep Research' im Nachrichteneditor und geben Ihre Anfrage ein. Sie können zusätzliche Dateien oder Tabellen anhängen, um den Kontext zu erweitern.

Nach dem Start erscheint eine Seitenleiste mit einer Übersicht der durchgeführten Schritte und verwendeten Quellen. Das Endergebnis wird als Bericht im Chat präsentiert, künftig auch mit eingebetteten Bildern und Datenvisualisierungen.
Wofür eignet es sich besonders?
Deep Research ist besonders effektiv für Wissensarbeit in Bereichen wie Finanzen, Wissenschaft, Politik und Ingenieurwesen, wo gründliche und präzise Recherche erforderlich ist.

Auch für Verbraucher, die personalisierte Empfehlungen für größere Anschaffungen wie Autos, Haushaltsgeräte oder Möbel suchen, kann das Tool sehr nützlich sein. Es findet auch schwer zugängliche Nischeninformationen effizient.
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Zusammenfassung
  • OpenAI stellt 'Deep Research' für ChatGPT vor - KI für komplexe Recherche
  • KI-Assistent analysiert Onlinequellen und erstellt detaillierte Berichte
  • Zielgruppe sind Wissensarbeiter aus Finanz-, Wissenschafts- und Technikbereich
  • Nutzer geben Anfragen ein und können zusätzliche Dateien hochladen
  • Deep Research basiert auf optimierter Version des kommenden o3-Modells
  • Zunächst nur für ChatGPT Pro-Abonnenten für 200 US-Dollar pro Monat verfügbar
  • OpenAI plant eine günstigere Version für Plus- und Team-Abonnements

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