Amazon soll Standortdaten von Nutzern heimlich erfassen & auswerten
Amazon ist mit dem Vorwurf konfrontiert, heimlich Standortdaten von Smartphone-Nutzern abgegriffen zu haben, um Bewegungsprofile anzulegen. Diese sollen eine genauere personaliserte Werbung ermöglichen. Die Sache geht nun vor Gericht.
Dies habe es dem Unternehmen ermöglicht, umfassende, mit Zeitstempeln versehene Standortdaten zu sammeln, die Rückschlüsse auf Wohnorte, Arbeitsplätze, Einkaufsgewohnheiten und sensible persönliche Informationen wie religiöse Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung und gesundheitliche Anliegen zuließen. "Amazon hat Verbraucher faktisch identifiziert und eine riesige Menge persönlicher Daten über sie gesammelt - ohne deren Wissen und Zustimmung", heißt es in der Klageschrift.
Der Kläger Felix Kolotinsky aus San Mateo, Kalifornien, behauptet, dass Amazon persönliche Informationen über ihn durch die App "Speedtest by Ookla" auf seinem Smartphone erfasst habe. Er sieht darin einen Verstoß gegen kalifornisches Strafrecht sowie Gesetze gegen unbefugten Zugriff auf Computersysteme. Auf dieser Grundlage wurde die Sache zu einer Sammelklage ausgeweitet, der sich andere Nutzer anschließen können. Sie fordert Schadenersatz für Millionen von Verbrauchern in Kalifornien, ohne eine konkrete Summe zu nennen.
Bereits am 13. Januar hatte der Bundesstaat Texas die Versicherung Allstate verklagt. Der Vorwurf: Allstate habe Fahrer heimlich über ihre Handys verfolgt, die gesammelten Daten genutzt, um Versicherungsprämien zu erhöhen oder Leistungen zu verweigern, und diese zudem an andere Versicherer verkauft. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass seine Datenerfassung vollständig gesetzeskonform sei.
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Ortung über Drittanbieter-Apps
Laut der Klageschrift soll Amazon durch eine Programmbibliothek namens Amazon Ads SDK, die von zehntausenden App-Entwicklern in ihre Anwendungen integriert wurde, unbemerkt auf Nutzerdaten zugegriffen haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.Dies habe es dem Unternehmen ermöglicht, umfassende, mit Zeitstempeln versehene Standortdaten zu sammeln, die Rückschlüsse auf Wohnorte, Arbeitsplätze, Einkaufsgewohnheiten und sensible persönliche Informationen wie religiöse Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung und gesundheitliche Anliegen zuließen. "Amazon hat Verbraucher faktisch identifiziert und eine riesige Menge persönlicher Daten über sie gesammelt - ohne deren Wissen und Zustimmung", heißt es in der Klageschrift.
Der Kläger Felix Kolotinsky aus San Mateo, Kalifornien, behauptet, dass Amazon persönliche Informationen über ihn durch die App "Speedtest by Ookla" auf seinem Smartphone erfasst habe. Er sieht darin einen Verstoß gegen kalifornisches Strafrecht sowie Gesetze gegen unbefugten Zugriff auf Computersysteme. Auf dieser Grundlage wurde die Sache zu einer Sammelklage ausgeweitet, der sich andere Nutzer anschließen können. Sie fordert Schadenersatz für Millionen von Verbrauchern in Kalifornien, ohne eine konkrete Summe zu nennen.
Kein Einzelfall
Amazon hat bisher nicht auf Anfragen zu einer Stellungnahme reagiert. Auch die Anwälte des Klägers äußerten sich zunächst nicht weiter zu dem Fall. Die Klage reiht sich in eine wachsende Anzahl von Beschwerden über Unternehmen ein, die ohne Zustimmung Informationen von Mobiltelefonen erfassen und zu Geld machen.Bereits am 13. Januar hatte der Bundesstaat Texas die Versicherung Allstate verklagt. Der Vorwurf: Allstate habe Fahrer heimlich über ihre Handys verfolgt, die gesammelten Daten genutzt, um Versicherungsprämien zu erhöhen oder Leistungen zu verweigern, und diese zudem an andere Versicherer verkauft. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass seine Datenerfassung vollständig gesetzeskonform sei.
Zusammenfassung
- Amazon soll durch SDK heimlich Standortdaten von Nutzern gesammelt haben
- Daten ermöglichen detaillierte Bewegungsprofile und personalisierte Werbung
- Klage in Kalifornien: Verstoß gegen Strafrecht und Datenschutzgesetze
- Sammelklage fordert Schadenersatz für Millionen von Verbrauchern
- Amazon hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert
- Fall reiht sich in zunehmende Klagen gegen Datenmissbrauch ein
- Ähnlicher Fall: Texas verklagt Allstate wegen heimlicher Datensammlung
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