Radeon mit UDNA: AMDs mögliche Rückkehr zur Flaggschiff-GPU

Ein neuer Leak zum RDNA4-Nachfolger spricht von einer Rückkehr von AMD in den Markt für High-End-GPUs. So könnte es die nächste Generation von Radeon-Grafikkarten wieder mit der RTX-Serie von Nvidia aufnehmen.
AMD Radeon, AMD Radeon Logo

Neue GPU-Mikroarchitektur im Anmarsch

Schon im Herbst 2024 hatte AMD bestätigt, dass man für die nächste eigene GPU-Generation die für Konsumenten optimierte RDNA- mit der für Datenzentren spezialisierten CDNA-Technologie vereinen wird. Unter dem Namen UDNA soll es dann nur noch eine Mikroarchitektur für beide Bereiche geben.

Jetzt hat ein neuer Beitrag im Chiphell Forum des für gewöhnlich recht zuverlässigen Leakers zhangzhonghao (via Digital Trends) neue Informationen zu UDNA enthüllt. Demnach sollen die Chips für die nächste Radeon-Generation in TSMCs neuem N3E-Prozess hergestellt werden. Damit wird sowohl die Leistung als auch die Effizienz deutlich gesteigert.


AMDs Rückkehr in die Topliga?

Daher ist in dem Leak auch die Rede davon, dass AMD mit diesem Schritt in das Marktsegment der High-End-GPUs zurückkehrt, dass mit den aktuellen bzw. kommenden RDNA4-Karten nicht bedient wird. So könnte es schon 2026 wieder Radeon-Grafikkarten geben, die mit den Spitzenmodellen von Nvidias RTX-Serie konkurrieren.

Eigentlich hatte AMD erst im September in einem Interview verkündet, dass man sich in Zukunft eher auf das Mittelklasse-Segment konzentrieren möchte und sich aus dem Rennen um den absoluten Spitzenplatz bei den Grafikkarten erst einmal verabschiedet. Auf diesem Weg wolle man den eigenen Marktanteil steigern und mehr Spieleentwickler für sich gewinnen, hieß es. Das zukünftige Geschäft sollte diesen Aussagen zufolge also eher auf Masse beruhen.

Die Nachricht, dass AMD schon zwei Jahre später wieder in den High-End-Markt zurückkehren wird, von dem man sich gerade erst distanziert hat, kommt daher etwas überraschend. Ausgeschlossen ist das aber natürlich nicht.

Auswirkungen auf den Markt

Für Konsumenten wäre das aber keine schlechte Nachricht. Dann gäbe es nicht nur mehr Auswahl, sondern die erneute Konkurrenz zwischen AMD und Nvidia würde auch für einen gewissen Druck sorgen, der die Hersteller in ihrer Preisgestaltung einschränkt. Wollen Kunden zum Marktstart eine GeForce RTX 5090 kaufen, kostet sie das immerhin stolze 2329 Euro und mehr. Durch ein erneutes Einsteigen von AMD in das Rennen wäre es möglich, dass die Preise in Zukunft zumindest etwas langsamer steigen.

Zusammenfassung
  • AMD plant laut Leak Rückkehr in den High-End-GPU-Markt für 2026
  • Vereinigung von RDNA und CDNA zu UDNA-Architektur
  • Neue Chips sollen in TSMCs N3E-Prozess gefertigt werden
  • Leistungs- und Effizienzsteigerung durch neue Fertigungstechnologie
  • Überraschender Kurswechsel bei AMD nach angekündigtem Fokus auf Mittelklasse
  • Potenzielle Konkurrenz zu Nvidias Spitzenmodellen der RTX-Serie
  • Mögliche positive Auswirkungen auf Auswahl und Preisgestaltung für Kunden

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