Nvidia: CFO rechnet mit Lieferengpässen bei RTX-Grafikkarten bis 2025

Das Chip-Unternehmen hat seinen neuen Quartalsbericht vorgestellt. Der ist wenig überraschend hervorragend. Eine Aussage von Nvidia-CFO Colette Kress im Rahmen der Vorstellung der Zahlen lässt jedoch zeitnah nichts Gutes für Gamer erahnen.
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Nvidias Höhenflug geht weiter

Eigentlich sollten es goldene Zeiten für Fans von Videospielen sein. Denn die durch den KI-Boom getriebene Entwicklung im Bereich der GPUs bringt immer schneller, immer leistungsstärkere Chips hervor. Die nächste Generation von Nvidias RTX-Grafikkarten steht schon in den Startlöchern und soll auf der CES 2025 vorgestellt werden.

Und auch dem Unternehmen, das mittlerweile das wertvollste der Welt ist, geht es so gut wie noch nie. Man eilt von einem Rekordumsatz zum nächsten. Das zeigte sich jetzt auch wieder in den neuen Quartalszahlen. So verzeichnete der Konzern um CEO Jensen Huang in den letzten drei Monaten eine Verdopplung der Gewinne im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum. Insgesamt machte man einen Umsatz von 35,1 Milliarden US-Dollar.


Dennoch schlechte Nachrichten für Gamer

Und trotzdem gibt es Grund zur Sorge. Denn für Videospieler dürfte es vorerst schwierig werden, an die neuen Grafikkarten des Unternehmens heranzukommen - zumindest zu einem akzeptablen Preis. Das trifft wohl auf die noch aktuelle RTX 40-Serie, eventuell aber auch auf die kommenden Blackwell-GPUs der RTX 50-Serie zu.

Das 3. Quartal war ein großartiges Quartal für den Gaming-Bereich, in dem die Umsätze mit Notebooks, Konsolen und Desktops sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. [...] Obwohl die Verkaufszahlen im 3. Quartal sehr gut waren, erwarten wir für das vierte Quartal aufgrund von Lieferengpässen einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorquartal.
Colette Kress, CFO Nvidia

RTX-Produktion gestoppt

Die angesprochenen Lieferengpässe beschreiben wohl die Situation rund um die Verfügbarkeit der momentanen Top-Modelle wie der GeForce RTX 4090. Das Flaggschiff ist schon seit einiger Zeit so gut wie nicht mehr unter 2000 Euro zu bekommen. Nvidia hatte jedoch selbst für eine Verknappung gesorgt. Denn angeblich ist die Produktion des Flaggschiffs der aktuellen GraKa-Generation schon im Oktober eingestellt worden. Auch für die RTX 4080 Super könnte der Vorhang bereits gefallen sein. Neuesten Berichten zufolge soll nach der Veröffentlichung der neuen RTX 50-Grafikkarten zudem nur noch eine einzige GPU der 40-Serie weiterproduziert werden.

Fokus nicht mehr auf Gaming

Bis die neuen Blackwell-Karten in ausreichend großer Vielfalt und Menge am Markt sind, könnte es aber bis Mitte 2025 dauern. "Ich denke, dass wir mit dem Beginn des neuen Kalenderjahres wieder ein größeres Angebot haben werden", sagte Kress allerdings. Doch selbst, wenn das nicht gelingen sollte, dürfte sich Nvidia wohl nicht allzu sehr daran stören. Denn momentan liegt das meiste Geld nicht im Verkauf von Gaming-GPUs an Endkunden, sondern in der Belieferung von Unternehmen im KI-Sektor. Zudem kann man die 'alten' Karten der RTX 40-Serie auf diesem Weg noch zu einem Preis verkaufen, der sogar höher liegt, als jemals zuvor.
Zusammenfassung
  • Nvidia verzeichnet Rekordumsatz von 35,1 Milliarden US-Dollar
  • CFO erwartet Lieferengpässe bei Grafikkarten für Gamer
  • Verknappung wohl von Nvidia selbst herbeigeführt
  • Produktion von aktuellen Top-Modellen wie RTX 4090 bereits eingestellt
  • Neue Blackwell-GPUs der RTX 50-Serie wohl erst 2025 breit verfügbar
  • RTX 40-Karten werden momentan zu hohen Preisen verkauft
  • Nvidia-CFO erwartet größeres Angebot Anfang des neuen Kalenderjahres
  • Nvidias Fokus liegt mittlerweile auf Belieferung von Unternehmen im KI-Sektor

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