Microsoft Wallpaper-App jetzt im Store - Experte warnt vor "Malware"
Microsoft vertreibt schon seit vielen Jahren die sogenannte Bing Wallpaper App, doch nach der Veröffentlichung des kleinen Tools, das eigentlich nur wechselnde Hintergrundbilder liefern soll, warnt ein Experte: das Programm sei im Grunde Malware.
Was zunächst als nettes Gimmick und kleine Werbemaßnahme für Bing und sein durchaus ansehnliches Design begann, wird von Microsoft jetzt aber offenbar als Up-Selling-Möglichkeit gesehen. Laut Microsofts Vice President für Bing, Michael Schechter, ist die Bing-Wallpaper-App jetzt im Microsoft Store verfügbar.
In einem Social-Media-Beitrag erklärte er, dass das Tool jetzt über den Store des Konzerns verfügbar ist und spielte dabei darauf an, dass die Software nicht 50 Dollar pro Jahr kostet - sicherlich bezogen auf die viel kritisierte Wallpaper-App des bekannten YouTubers Marques Brownlee (MKBHD), die wegen ihres Abonnement-Modells und mangelnder Qualität verrissen wurde.
Hinzu kommt aber, dass laut Rivera auch versucht wird, die von Browsern wie Edge, Chrome und Firefox gespeicherten Web-Cookies zu entschlüsseln. Mit der sogenannten Cookie-Decryption kann Microsoft den Inhalt der Cookie-Dateien auf dem Rechner des Nutzers abgreifen und dabei theoretisch auch an sensible Informationen gelangen.
Im Grunde scheint hier zumindest theoretisch eine Technik verwendet zu werden, die unter Datenschützern und Experten für Online-Sicherheit als Cookie-Stealing bezeichnet wird. Mit dieser Methode versuchen Internet-Kriminelle regelmäßig Session-Daten von Browser-Usern zu erlangen, um diese dann für ihre Zwecke zu missbrauchen. Sie können sich damit gegenüber Webdiensten zum Beispiel als jemand anderes ausgeben.
Rivera warnt deshalb ausdrücklich vor der Verwendung der im Microsoft-Store vertriebenen Bing-Wallpaper-App. Diese sei offensichtlich eine der sogenannten "Bing Growth Apps", mit denen Microsoft versucht, die Nutzungszahlen seiner Webdienste zu steigern. In diesem Fall bedient man sich offenbar erneut einer äußerst fragwürdigen Methode, um dieses Ziel zu erreichen.
Siehe auch:
Microsoft bringt Bing Wallpaper App in seinen Store
Die Bing Wallpaper App gibt es schon seit 2014, wobei sich an der Aufgabe des Programms nie etwas geändert hat. Es soll einfach nur die durchaus schön anzusehenden Hintergrundbilder von Microsofts Suchmaschine Bing für die Verwendung auf dem Desktop bereitstellen. Bing versucht sich seit Langem, mit täglich wechselnden Wallpapers von der Konkurrenz abzuheben.Was zunächst als nettes Gimmick und kleine Werbemaßnahme für Bing und sein durchaus ansehnliches Design begann, wird von Microsoft jetzt aber offenbar als Up-Selling-Möglichkeit gesehen. Laut Microsofts Vice President für Bing, Michael Schechter, ist die Bing-Wallpaper-App jetzt im Microsoft Store verfügbar.
In einem Social-Media-Beitrag erklärte er, dass das Tool jetzt über den Store des Konzerns verfügbar ist und spielte dabei darauf an, dass die Software nicht 50 Dollar pro Jahr kostet - sicherlich bezogen auf die viel kritisierte Wallpaper-App des bekannten YouTubers Marques Brownlee (MKBHD), die wegen ihres Abonnement-Modells und mangelnder Qualität verrissen wurde.
Microsoft-App bedient sich Malware-Taktik
Ganz "kostenlos" ist die Bing Wallpaper App aber auch nicht. So warnte der Entwickler und Windows-Experte Rafael Rivera ausdrücklich davor, die App zu verwenden. Seiner Ansicht nach kann sie durchaus als "Malware" eingestuft werden, weil sie sich äußerst fragwürdiger Taktiken bedient. So wird automatisch zusätzlich die sogenannte Bing Visual Search installiert. Eigentlich versucht Microsoft also den Nutzern seiner Wallpaper-App eine weitere Software unterzujubeln, mit der man eine Monetarisierung erzielen kann.Hinzu kommt aber, dass laut Rivera auch versucht wird, die von Browsern wie Edge, Chrome und Firefox gespeicherten Web-Cookies zu entschlüsseln. Mit der sogenannten Cookie-Decryption kann Microsoft den Inhalt der Cookie-Dateien auf dem Rechner des Nutzers abgreifen und dabei theoretisch auch an sensible Informationen gelangen.
Im Grunde scheint hier zumindest theoretisch eine Technik verwendet zu werden, die unter Datenschützern und Experten für Online-Sicherheit als Cookie-Stealing bezeichnet wird. Mit dieser Methode versuchen Internet-Kriminelle regelmäßig Session-Daten von Browser-Usern zu erlangen, um diese dann für ihre Zwecke zu missbrauchen. Sie können sich damit gegenüber Webdiensten zum Beispiel als jemand anderes ausgeben.
Rivera warnt deshalb ausdrücklich vor der Verwendung der im Microsoft-Store vertriebenen Bing-Wallpaper-App. Diese sei offensichtlich eine der sogenannten "Bing Growth Apps", mit denen Microsoft versucht, die Nutzungszahlen seiner Webdienste zu steigern. In diesem Fall bedient man sich offenbar erneut einer äußerst fragwürdigen Methode, um dieses Ziel zu erreichen.
Zusammenfassung
- Microsoft veröffentlicht Bing Wallpaper App im Microsoft Store
- App liefert täglich wechselnde Hintergrundbilder von Bing
- Experte warnt: App kann als 'Malware' eingestuft werden
- Automatische Installation von Bing Visual Search ohne Zustimmung
- App versucht, Web-Cookies verschiedener Browser zu entschlüsseln
- Mögliches Cookie-Stealing könnte sensible Daten gefährden
- Warnung vor Nutzung der App aufgrund fragwürdiger Methoden
Siehe auch:
Thema:
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