FTC-Chefin: Airlines könnten einmal per KI Trauernde abzocken
FTC-Chefin Lina Khan warnt vor den Risiken KI-gestützter Preisgestaltung. Die Vorsitzende der Handelsbehörde befürchtet, dass Unternehmen persönliche Daten nutzen könnten, um individualisierte Preise festzulegen - mit möglicherweise weitreichenden Folgen.
Khan betonte, dass KI-Tools bereits jetzt Auswirkungen auf die (Anti-)Betrugsarbeit der Behörde haben. Denn KIs ermöglichen den Übeltätern eine schnellere und kostengünstigere Verbreitung von Betrugsmaschen und das zudem in einem größeren Umfang. Besonders besorgniserregend sind neue Formen des Betrugs wie das Klonen von Stimmen, die arglose Verbraucher ins Visier nehmen können, so Khan.
Die KI-gestützte Preisdiskriminierung gehe nämlich einen Schritt weiter, so die FTC-Chefin: "Angesichts der Menge an intimen und persönlichen Informationen, die digitale Unternehmen über uns sammeln, besteht zunehmend die Möglichkeit, dass jedem von uns ein anderer Preis berechnet wird, basierend auf dem, was Unternehmen über uns wissen."
Um mehr über diese Praktiken zu erfahren, hat die FTC im Juli 2024 eine Marktuntersuchung eingeleitet. Acht Unternehmen wurden aufgefordert, Informationen über ihre "Überwachungs-Preisprodukte und -dienstleistungen" offenzulegen, die Verbraucherdaten wie Standort, Demografie, Kredithistorie und Surf- oder Einkaufsgewohnheiten einbeziehen.
Siehe auch:
KI und Preisdiskriminierung: FTC schlägt Alarm
Die Vorsitzende der US-Handelskommission FTC, Lina Khan, äußert ernsthafte Bedenken über die zunehmende Rolle von künstlicher Intelligenz bei der Preisgestaltung. Auf dem Fast Company Innovation Festival 2024 warnte Khan vor den Risiken des Einsatzes von KIs bei der Preisgestaltung und deren möglichen Auswirkungen auf Verbraucher.Khan betonte, dass KI-Tools bereits jetzt Auswirkungen auf die (Anti-)Betrugsarbeit der Behörde haben. Denn KIs ermöglichen den Übeltätern eine schnellere und kostengünstigere Verbreitung von Betrugsmaschen und das zudem in einem größeren Umfang. Besonders besorgniserregend sind neue Formen des Betrugs wie das Klonen von Stimmen, die arglose Verbraucher ins Visier nehmen können, so Khan.
Personalisierte Preise
Die FTC-Chefin richtete ihr Augenmerk jedoch vor allem auf eine andere potenzielle und nicht im klassischen Sinne betrügerische Anwendung von KIs: Händler könnten Überwachungstechnologien und Kundendaten nutzen, um Preise für bestimmte Käufer individuell anzupassen. Khan erläuterte den Unterschied zur dynamischen Preisgestaltung, bei der Unternehmen Preise basierend auf Angebot und Nachfrage anpassen.Die KI-gestützte Preisdiskriminierung gehe nämlich einen Schritt weiter, so die FTC-Chefin: "Angesichts der Menge an intimen und persönlichen Informationen, die digitale Unternehmen über uns sammeln, besteht zunehmend die Möglichkeit, dass jedem von uns ein anderer Preis berechnet wird, basierend auf dem, was Unternehmen über uns wissen."
Beunruhigende Szenarien
Khan skizzierte einige regelrecht dystopische Szenarien:- Menschen mit Nussallergien könnten mehr für nussfreie Müsliriegel zahlen müssen
- Restaurants könnten QR-Codes verwenden, um personalisierte Menüs für Gäste zu erstellen
- Fluggesellschaften könnten höhere Ticketpreise verlangen, wenn sie wissen, dass jemand aufgrund eines Todesfalls in der Familie dringend reisen muss
Um mehr über diese Praktiken zu erfahren, hat die FTC im Juli 2024 eine Marktuntersuchung eingeleitet. Acht Unternehmen wurden aufgefordert, Informationen über ihre "Überwachungs-Preisprodukte und -dienstleistungen" offenzulegen, die Verbraucherdaten wie Standort, Demografie, Kredithistorie und Surf- oder Einkaufsgewohnheiten einbeziehen.
Dynamische Preisgestaltung?
Khan wies darauf hin, dass die dynamische Preisgestaltung, obwohl sie eine separate Preisstrategie darstellt, möglicherweise den Weg für eine gezielte Preisgestaltung geebnet hat. "Ich denke, die Tatsache, dass wir in einigen Bereichen wie dem Ridesharing (Anmerkung: also schwankende Preise bei etwa Uber) seit einiger Zeit mit dynamischer Preisgestaltung leben, hat für die Menschen die Vorstellung destabilisiert, dass wir alle zu einem bestimmten Zeitpunkt einen einzigen Preis zahlen sollten", sagte sie.
Zusammenfassung
- FTC-Chefin Lina Khan warnt vor KI-gestützter Preisgestaltung
- Khan befürchtet Missbrauch persönlicher Daten für individuelle Preise
- KI-Tools beeinflussen bereits die Betrugsbekämpfung der FTC
- Händler könnten Kundendaten nutzen, um Preise individuell anzupassen
- KI-gestützte Preisdiskriminierung könnte zu ungerechten Preisunterschieden führen
- FTC startete Marktuntersuchung über Überwachungs-Preisprodukte im Juli 2024
- Dynamische Preisgestaltung könnte Wegbereiter für gezielte Preise sein
Siehe auch:
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