CERN rettet Standardmodell:
Kontroverse W-Boson-Messung widerlegt

Die CMS-Kollaboration am CERN hat ihre bisher präziseste Messung der Masse des W-Bosons vorgestellt. Die Ergebnisse der Analyse von Proton-Proton-Kollisionen im Large Hadron Collider (LHC) sind von großer Bedeutung für das Verständnis der Teilchenphysik.
Forschung, Wissenschaft, Forschungsprojekt, Physik, Science, Atom, Quantenphysik, Fusion, Kernfusion, Stromerzeugung, CERN, Forschen, Teilchenbeschleuniger, Tokamak, Fusionsreaktor, Fusionskraftwerk, Atome, ITER, Lhc, Large Hadron Collider

CERN: W-Boson-Messung korrigiert Kontroverse

Vor zwei Jahren überraschten Wissenschaftler der CDF-Kollaboration am ehemaligen Tevatron-Kollider des Fermilab mit einer Messung, die zeigte, dass die Masse des W-Bosons nicht mit den Vorhersagen des Standardmodells übereinstimmte. Diese abweichende Messung betrug 80.433,5 MeV und löste eine Welle von weiteren Untersuchungen und eine "Krise" unter Forschern aus.

Die neueste Messung der CMS-Kollaboration, die 80.360,2 MeV mit einer Unsicherheit von 9,9 MeV beträgt, hat nun das Bild wieder revidiert und liegt im Einklang mit den Standardmodell-Erwartungen. Das Ergebnis ist die präziseste Messung der W-Masse, die bisher am LHC gemacht wurde", so das CERN in einer Meldung.


Das W-Boson vermittelt die schwache Wechselwirkung, die für bestimmte Formen der Radioaktivität und die Kernfusion in der Sonne verantwortlich ist. Präzise Messungen des W-Bosons sind daher entscheidend, um die Konsistenz des Standardmodells zu überprüfen und mögliche neue physikalische Phänomene zu entdecken. Die aktuelle CMS-Messung steht im Einklang mit den Ergebnissen anderer LHC-Experimente und der Standardmodell-Vorhersage, abgesehen von der CDF-Messung.

Die CMS-Sprecherin Patricia McBride erklärte: "Nach sorgfältiger Analyse der 2016 gesammelten Daten und zahlreichen Überprüfungen liegt das Ergebnis vor. Diese Messung ist die erste ihrer Art im Umfeld der zweiten LHC-Run-Periode." Die präzise Messung verdeutlicht erneut die außergewöhnliche Leistung des LHC und seiner Detektoren.

Die laufenden dritten Run-Daten und die bevorstehende Aufrüstung des "High-Luminosity LHC" könnten weitere Fortschritte bringen. Das CMS-Ergebnis stellt einen bedeutenden Schritt dar, um das Standardmodell weiter zu testen und möglicherweise neue physikalische Entdeckungen zu ermöglichen.

Zusammenfassung
  • CMS-Kollaboration misst Masse des W-Bosons präzise: 80.360,2 MeV
  • Ergebnis stimmt mit Standardmodell-Erwartungen überein
  • Vorherige CDF-Messung zeigte Abweichung, verursachte Forschungskrise
  • CMS-Ergebnis korrigiert frühere Abweichungen, bestätigt Standardmodell
  • Weitere Tests des Standardmodells geplant mit LHC-Upgrade

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!