Ein erster Blick auf Civilization VII:
Frischer Wind für die Serie

Civilization VII revolutioniert die Reihe: Wechselnde Zi­vi­li­sa­tio­nen, drei dynamische Zeitalter und ein überarbeitetes Di­plo­ma­tie­sys­tem ver­spre­chen frischen Wind. Ein erster Blick auf das Gameplay offenbart, wie Firaxis den Strategie-Klassiker neu erfindet.
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Sid Meier
Fans der Civilization-Reihe dürfen sich auf eine kleine Revolution freuen: Mit Civilization VII kündigt sich ein neuer Teil an, der die Serie doch etwas um­kremp­elt. In einem kürzlich veröffentlichten Gameplay-Showcase präsentierte Ent­wick­ler Firaxis die wichtigsten Änderungen und gab einen ersten Einblick in das Spiel­ge­scheh­en.

Das Spiel soll am 11. Februar 2025 weltweit für PS5, PS4, Xbox Series X|S, Xbox One, Nintendo Switch und PC via Steam und Epic Games Store erscheinen.

Wechselnde Zivilisationen durch die Zeitalter

Eine der größten Neuerungen in Civilization VII ist die Möglichkeit, im Laufe des Spiels die Zivilisation zu wechseln. Das Spiel ist in drei distinkte Zeitalter un­ter­teil­t: Antike, Entdeckungszeit und Moderne. Zu Beginn jedes Zeitalters können Spieler eine neue Zivilisation wählen, wobei die Auswahl von den bisherigen Errungenschaften und Entwicklungen abhängt.

So könnte man beispielsweise als Ägypter beginnen, dann zu Songhai wechseln und schließlich als Deutscher enden. Diese Änderung soll mehr Ab­wechs­lung und strategische Tiefe ins Spiel bringen. Der gewählte Anführer bleibt dabei über das gesamte Spiel hinweg bestehen und entwickelt sich durch ein Att­ribut­system weiter.

Civilization VII Gameplay-Showcase enthüllt revolutionäre Neuerungen

Interessanterweise können Spieler nun auch Anführer und Zivilisationen frei kombinieren. So wäre es theoretisch möglich, Hatschepsut als Anführerin von Rom zu wählen oder Benjamin Franklin an die Spitze Chinas zu stellen. Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten für alternative Geschichtsverläufe.

Drei distinkte Zeitalter mit Krisen

Die Einteilung in drei große Zeitalter bringt auch eine neue Spielstruktur mit sich. Jedes Zeitalter endet mit einer Krise, die alle Spieler gleichzeitig betrifft. In der Antike beispielsweise tauchen gegen Ende vermehrt Barbarenlager auf, die die Zivilisationen bedrohen. Zusätzlich müssen negative Effekte in Kauf genommen werden, etwa höhere Kosten für Einheiten oder reduzierte Nahrungsproduktion.

Diese Krisen sollen das Spielgeschehen dynamischer gestalten und verhindern, dass ein Spieler zu früh einen un­ein­hol­baren Vorsprung erlangt. Gleichzeitig markieren sie deutlich den Übergang zwischen den Zeitaltern und schaffen so eine klarere Struktur im Spielverlauf. Der Wechsel der Zeitalter soll auch dazu bei­tra­gen, dass Spieler motiviert bleiben, ihre Partien bis zum Ende durchzuspielen, anstatt wie oft üblich im mittleren Spielabschnitt aufzugeben.

Überarbeitetes Diplomatiesystem

Das Diplomatiesystem in Civilization VII wurde grundlegend überarbeitet. Neu ist die Ressource "Einfluss", die für diplomatische Aktionen genutzt wird. Von der ersten Begrüßung bis hin zu Kriegsunterstützung - alles kostet nun Einfluss.

Diese Währung wird durch bestimmte Gebäude und Aktionen generiert und hat ein Limit, wodurch Spieler zu regelmäßigen diplomatischen Interaktionen angeregt werden sollen.
Civilization VII Civilization VII
Kleinere Zivilisationen, früher als Stadtstaaten bekannt, heißen nun "unabhängige Völker" und sind dynamischer gestaltet. Sie können im Spielverlauf auftauchen und wieder verschwinden, was für zusätzliche Abwechslung sorgt. Spieler können Einfluss nutzen, um sich mit diesen unabhängigen Völkern anzufreunden oder sogar Einheiten von ihnen zu rekrutieren.

Neues Einheitensystem mit Kommandanten

Eine weitere bedeutende Änderung betrifft das Einheitensystem. Statt einzelne Einheiten über die Karte zu bewegen, werden nun Kommandanten eingeführt. Diese können mehrere Einheiten zu einer Armee zusammenfassen und gemeinsam bewegen.
Civilization VII Civilization VII
Kommandanten verfügen über spezielle Fähigkeiten und können im Laufe des Spiels verbessert werden, was taktische Entscheidungen auf dem Schlachtfeld beeinflussen kann.

Diese Änderung soll auch dazu beitragen, die Computer-Intelligenz zu verbessern, da es für den KI-Spieler einfacher sein wird, größere Armeegruppen effektiv zu steuern, anstatt viele einzelne Einheiten zu koordinieren.

Städteentwicklung ohne Arbeiter

In Civilization VII gibt es keine Arbeiter oder Erbauer mehr. Stattdessen entwickeln sich Städte nun organisch, indem neue Bezirke an bestehende angeschlossen werden müssen. Es gibt zwei Arten von Bezirken: städtische und ländliche. Städtische Bezirke können mehrere Gebäude beherbergen, während ländliche Bezirke eher den früheren Geländeverbesserungen entsprechen.

Diese Änderung soll den Mikromanagement-Aufwand reduzieren und zu realistischeren Stadtstrukturen führen. Die Entwickler ließen sich dabei von der Evolution realer Städte wie London inspirieren, die sich über die Jahrhunderte drastisch verändert haben.


Neue Siegbedingungen und Legacy-Pfade

Civilization VII führt ein neues System von Legacy-Pfaden ein, die in vier Kategorien un­ter­teilt sind: Wissenschaft, Kultur, Militär und Wirtschaft. Spieler können sich in jedem Zeitalter auf einen oder mehrere dieser Pfade konzentrieren, um Fortschritte zu erzielen.

Diese Fortschritte tragen nicht nur zum Sieg bei, sondern beeinflussen auch, welche Zivilisationen im nächsten Zeitalter zur Auswahl stehen. Civilization VII Dieses System soll verhindern, dass Spieler schon früh im Spiel wissen, ob sie gewinnen werden oder nicht. Es ermöglicht flexiblere Strategien und motiviert dazu, auch in späteren Spielphasen noch die Taktik zu ändern.

Grafische Überarbeitung und Atmosphäre

Civilization VII präsentiert sich in einem neuen visuellen Gewand. Die Entwickler haben sich von Miniaturmodellen, Modelleisenbahnen und Museumsausstellungen inspirieren lassen, um eine detailreiche und atmosphärische Spielwelt zu schaffen.
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Die Landschaften wirken natürlicher und lebendiger, während die Einheiten und Gebäude durch ihren leicht stilisierten Look hervorstechen. Auch die Anführer wurden überarbeitet und zeigen nun mehr Persönlichkeit und Detail in ihren Animationen.

Fazit und Ausblick

Civilization VII wagt mit seinen Neuerungen einen größeren Schritt als seine Vorgänger. Die Möglichkeit, Zivilisationen zu wechseln, die klare Unterteilung in Zeitalter und das überarbeitete Diplomatiesystem versprechen frischen Wind für die Serie. Gleichzeitig bleiben viele bewährte Elemente erhalten, sodass sich Fans der Reihe nicht komplett umstellen müssen.

Bis zum Release bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Mechaniken in der Praxis bewähren und ob Firaxis noch Feinjustierungen vornimmt. Die Entwickler haben bereits angekündigt, dass nach der Veröffentlichung weitere Inhalte in Form von DLCs folgen werden, darunter die "Crossroads of the World Collection" und "Right to Rule".

Was haltet ihr von den Änderungen in Civilization VII? Freut ihr euch auf die Möglichkeit, Zivilisationen zu wechseln und Anführer frei zu kombinieren, oder seht ihr darin einen zu großen Bruch mit der Serientradition?

Teilt eure Meinungen und Erwartungen in den Kommentaren - wir sind gespannt auf eure Einschätzungen!
Zusammenfassung
  • Civilization VII erscheint am 11. Februar 2025 für mehrere Plattformen
  • Neue Möglichkeit, die Zivilisation zu wechseln
  • Spielstruktur in drei Zeitalter gegliedert, jedes endet mit einer Krise
  • Überarbeitetes Diplomatiesystem mit der Ressource "Einfluss"
  • Einführung von Kommandanten, die Einheiten zu Armeen bündeln
  • Städte entwickeln sich organisch durch Anschluss neuer Bezirke
  • Legacy-Pfade in Wissenschaft und Kultur beeinflussen Fortschritte

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