Harte Strafe: Gamer trägt Zelda-Fanartikel, muss 4 Monate ins Gefängnis

Vermutlich ohne böse Absichten war ein Mann in England mit einem Merchandise-Artikel aus dem Videospiel Zelda von Nintendo in der Öffentlichkeit unterwegs. Die britischen Polizisten im Ort waren jedoch wenig 'amused' und verhafteten ihn. Jetzt muss er sogar hinter Gitter.

Mann wegen Merchandise-Artikel verhaftet

Wie die englische Polizei von Warwickshire in einer Pressemitteilung (via Eurogamer) schreibt, wurde in der Stadt Nuneaton bei Birmingham vor knapp einem Monat der 48-jährige Anthony Bray verhaftet. Der Grund: Er trug eine kleine Spielzeugnachbildung des Master-Schwertes aus Zelda bei sich. Das Schwert, das allen Fans der Spielereihe von Nintendo ein Begriff sein dürfte, besaß dabei eine Klinge mit einer Länge von etwa sechs Zoll (circa 15 Zentimeter).

Da es laut englischen Gesetz nicht erlaubt ist, Klingen in der Öffentlichkeit zu tragen, die länger als drei Zoll sind, sah die Polizei alle Voraussetzungen erfüllt, um Bray festzunehmen. Das 'Schwert' habe nach Angaben der Beamten zwar in der dazugehörigen Scheide gesteckt, es hätte allerdings per Knopfdruck herausgelöst werden können. Verhaftung wegen Zelda Fanartikel (Polizeifoto)Der verhaftete Anthony Bray und seine Nachbildung des Master-Schwertes aus Zelda

Polizei zeigt sich wenig tolerant

Der Zelda-Fan beteuerte, er trage den Artikel nur zum 'Herumspielen'. Er hätte zu keinem Zeitpunkt vorgehabt, die Klinge zu verwenden, um jemanden damit zu bedrohen. Er räumte jedoch ein, dass der Merchandise-Artikel eventuell als bedrohlich von anderen wahrgenommen werden könnte.

Trotz der keineswegs gefährlichen Absicht kam es zu einer Verhaftung durch die Polizisten. "Wir haben eine Null-Toleranz-Regelung für Klingenartikel in der Öffentlichkeit, und Bray hat sich nicht daran gehalten", sagte Sergeant Spellman von der Einheit für Ermittlungen im Streifendienst. "Es ist möglich, Dinge zum Herumspielen zu finden, die nicht aus sechs Zoll langen Klingen bestehen", fügte er hinzu

Freiheits- und Geldstrafe

Das folgende Gerichtsverfahren zu dem Vorfall endete letzte Woche am 28. Juni mit einer Verurteilung des Klingen-Trägers. So muss der 48-Jährige eine viermonatige Haftstrafe antreten und wurde zusätzlich zu einer Geldbuße von 154 britischen Pfund (etwa 182 Euro) verurteilt.

Trotz des unverhältnismäßig hart erscheinenden Urteils zeigte die Polizei keinerlei Mitleid mit dem Verurteilten und warf dem Zelda-Fan mangelnde Selbstwahrnehmung vor. Mit etwas mehr davon "hätte Bray den Zusammenstoß mit uns gänzlich vermeiden können", so Sergeant Spellman.

Ist die Verurteilung eurer Meinung nach zu hart und findet ihr, die Polizei hat hier einen Mangel an Fingerspitzengefühl gezeigt? Oder seid ihr der Meinung 'Gesetz ist Gesetz' und Anthony Bray hat für das Tragen der Klinge seine gerechte Strafe erhalten?

Zusammenfassung
  • Mann in England mit Zelda-Schwert-Replika verhaftet
  • 48-jähriger Zelda-Fan trägt Spielzeugnachbildung in der Öffentlichkeit
  • Schwertlänge überschreitet erlaubtes Maß von drei Zoll
  • Polizei sieht Verstoß gegen Waffengesetz
  • Der Mann beteuert, keine bedrohlichen Absichten gehabt zu haben
  • Verurteilung zu vier Monaten Haft und 154 Pfund Geldbuße
  • Polizei kritisiert mangelnde Selbstwahrnehmung des Zelda-Fans

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