Alarm auf ISS: Zerstörter Satellit zwingt Besatzung in Rettungsschiffe
Ausgerechnet jetzt, wo sich neun Personen auf der Internationalen Raumstation ISS aufhalten, kam es zum Alarm. Die große Besatzung musste sich sicherheitshalber auf die angedockten Raumschiffe verteilen, um im schlimmsten Fall zur Erde zurückkehren zu können.
Hintergrund dessen war ein Vorfall mit einem Satelliten im Erdorbit. Das Tracking-Unternehmen LeoLabs, das die erdnahen Orbits im Auge behält, registrierte ein "Trümmer erzeugendes Ereignis". Bisherige Analysen laufen darauf hinaus, dass ein nicht betriebsbereiter russischer Satellit mit irgendetwas kollidierte und zahlreiche Bruchstücke freigesetzt hat. Vermutlich handelt es sich um Resurs-P1 bzw. SATNO 39186.
Weiterführende Untersuchungen des U.S. Space Command ergaben, dass rund hundert Fragmente freigesetzt wurden, die sich mit den Radarsystemen von der Erde aus nachverfolgen ließen. Bei einem solchen Vorfall gehört es zum Standardverfahren, Alarm für die ISS zu geben. Denn auch wenn es erst einmal recht unwahrscheinlich ist: Sollte ein Trümmerteil mit der Raumstation kollidieren, bestünde aufgrund der hohen Geschwindigkeiten auf den Erdumlaufbahnen automatisch Lebensgefahr für die Besatzung.
Aller Voraussicht nach werden viele der neuen Trümmerteile bald in der Erdatmosphäre verglühen. Man muss allerdings auch davon ausgehen, dass ein beträchtlicher Teil zu dem ohnehin bereits massenhaft vorhandenen Weltraumschrott hinzukommt und noch länger Bahnen um die Erde fliegen wird, was für neue Missionen zunehmend Probleme bringt.
Siehe auch:
Eine Stunde bangen
Das Verfahren war eine "Vorsichtsmaßnahme", erklärten Mitglieder der Boden-Crew bei der US-Raumfahrtbehörde NASA und fügten hinzu, dass die Besatzung nur etwa eine Stunde in ihren Notquartieren blieb, bevor sie "die Erlaubnis erhielt, ihr Raumschiff zu verlassen, und die Station ihren normalen Betrieb wieder aufnahm".Hintergrund dessen war ein Vorfall mit einem Satelliten im Erdorbit. Das Tracking-Unternehmen LeoLabs, das die erdnahen Orbits im Auge behält, registrierte ein "Trümmer erzeugendes Ereignis". Bisherige Analysen laufen darauf hinaus, dass ein nicht betriebsbereiter russischer Satellit mit irgendetwas kollidierte und zahlreiche Bruchstücke freigesetzt hat. Vermutlich handelt es sich um Resurs-P1 bzw. SATNO 39186.
Weiterführende Untersuchungen des U.S. Space Command ergaben, dass rund hundert Fragmente freigesetzt wurden, die sich mit den Radarsystemen von der Erde aus nachverfolgen ließen. Bei einem solchen Vorfall gehört es zum Standardverfahren, Alarm für die ISS zu geben. Denn auch wenn es erst einmal recht unwahrscheinlich ist: Sollte ein Trümmerteil mit der Raumstation kollidieren, bestünde aufgrund der hohen Geschwindigkeiten auf den Erdumlaufbahnen automatisch Lebensgefahr für die Besatzung.
Analysen laufen
Daher haben die Systeme auf der Erde sofort Bahnberechnungen für die sichtbaren Trümmerteile aufgenommen und konnten letztlich sehen, dass wohl keines von ihnen auf einem Kollisionskurs mit der Raumstation ist. Erst dann wurde Entwarnung gegeben und die Besatzung konnte wieder auf die ISS zurückkehren. Der Vorfall ereignete sich gestern um 2 Uhr nachts Bordzeit, sodass der Alarm wohl mitten in die Schlafperiode fiel.Aller Voraussicht nach werden viele der neuen Trümmerteile bald in der Erdatmosphäre verglühen. Man muss allerdings auch davon ausgehen, dass ein beträchtlicher Teil zu dem ohnehin bereits massenhaft vorhandenen Weltraumschrott hinzukommt und noch länger Bahnen um die Erde fliegen wird, was für neue Missionen zunehmend Probleme bringt.
Zusammenfassung
- Alarm auf der ISS, während neun Personen an Bord waren
- Besatzung verteilte sich sicherheitshalber auf angedockte Raumschiffe
- Ursache war ein "Trümmer erzeugendes Ereignis" im Erdorbit
- Ein nicht betriebsbereiter russischer Satellit kollidierte und erzeugte Bruchstücke
- Rund hundert Fragmente wurden durch das U.S. Space Command nachverfolgt
- Bahnberechnungen zeigten, dass keine Trümmerteile die ISS gefährden
- Viele Trümmerteile werden in der Erdatmosphäre verglühen, aber einige bleiben
Siehe auch:
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