Galaxy-Selbstreparatur:
iFixit beendet Samsung-Zusammenarbeit
Der koreanische Hersteller Samsung und der Reparatur-Spezialist iFixit hatten bisher eine Kooperation, davon sollte vor allem jene Kunden profitieren, die kleine und größere Schäden selbst beheben wollen. Doch nun endet diese Zusammenarbeit und iFixit gibt Samsung die Schuld.
Doch nun endet diese Partnerschaft, denn wie The Verge berichtet, haben die beiden Unternehmen es nicht geschafft, sich auf einen neuen Vertrag zu einigen. iFixit, das vor allem für seine Teardown-Anleitungen und -Videos bekannt ist, gab dabei dem koreanischen Unternehmen die Schuld. "Samsung scheint nicht daran interessiert zu sein, Reparaturen in großem Umfang zu ermöglichen", sagte dazu der iFixit-Chef und Co-Gründer Kyle Wiens. Vergleichbare Vereinbarungen mit Google, Motorola und HMD laufen hingegen gut, so Wiens gegenüber der Technik-Seite.
iFixit wird weiterhin Samsung-Ersatzteile anbieten, aber eben inoffizielle
Eine wesentliche Rolle spielt dabei auch der Umstand, dass Samsung an iFixit ausschließlich Akkus geliefert hat, die an das Display geklebt sind - was bedeutete, dass Kunden, die nur den Akku tauschen wollen, ein Display mitkaufen mussten und dafür mehr als 160 Dollar bezahlten. Zum Vergleich: Ein Akkutausch beim iPhone kostet etwa 50 Dollar.
Es gibt allerdings noch einen weiteren Grund, der Samsung in einem eher schlechten Licht dastehen lässt: Denn der koreanische Hersteller verlangte von iFixit, dass man die E-Mail-Adressen und die Kaufhistorie von Kunden mit Samsung teilt. Schließlich kommt hinzu, dass Samsung keine Teile für seine neuesten Geräte liefern wollte.
Siehe auch:
Galaxy-Geräte selbst reparieren
Vor knapp zwei Jahren haben iFixit und Samsung eine bis zu diesem Zeitpunkt einzigartige Partnerschaft bekannt gegeben, nämlich eine weitreichende Zusammenarbeit in Bezug auf Werkzeuge und Teile. Das Ziel: Galaxy-Besitzer sollten es wesentlich einfacher haben, ihr Gerät selbst zu reparieren.Doch nun endet diese Partnerschaft, denn wie The Verge berichtet, haben die beiden Unternehmen es nicht geschafft, sich auf einen neuen Vertrag zu einigen. iFixit, das vor allem für seine Teardown-Anleitungen und -Videos bekannt ist, gab dabei dem koreanischen Unternehmen die Schuld. "Samsung scheint nicht daran interessiert zu sein, Reparaturen in großem Umfang zu ermöglichen", sagte dazu der iFixit-Chef und Co-Gründer Kyle Wiens. Vergleichbare Vereinbarungen mit Google, Motorola und HMD laufen hingegen gut, so Wiens gegenüber der Technik-Seite.
iFixit wird weiterhin Samsung-Ersatzteile anbieten, aber eben inoffizielle
Zu hohe Preise
Für Kunden werde das allerdings keine negativen Auswirkungen haben, meint der iFixit-CEO, da man schlichtweg wieder zum inoffiziellen Weg zurückkehren wird, ähnlich wie man es bei Apple-Produkten seit Jahren macht. Allzu viele Details wollte Wiens nicht verraten, warum die Verhandlungen gescheitert sind, hat aber verraten, dass, wenig überraschend, die Preise den größten Zankapfel dargestellt haben.Eine wesentliche Rolle spielt dabei auch der Umstand, dass Samsung an iFixit ausschließlich Akkus geliefert hat, die an das Display geklebt sind - was bedeutete, dass Kunden, die nur den Akku tauschen wollen, ein Display mitkaufen mussten und dafür mehr als 160 Dollar bezahlten. Zum Vergleich: Ein Akkutausch beim iPhone kostet etwa 50 Dollar.
Es gibt allerdings noch einen weiteren Grund, der Samsung in einem eher schlechten Licht dastehen lässt: Denn der koreanische Hersteller verlangte von iFixit, dass man die E-Mail-Adressen und die Kaufhistorie von Kunden mit Samsung teilt. Schließlich kommt hinzu, dass Samsung keine Teile für seine neuesten Geräte liefern wollte.
Samsung macht es selbst
Die Koreaner haben sich dazu mittlerweile geäußert und verweisen auf den Umstand, dass man Ersatzteile auf einer anderen bzw. eigenen Seite liefern wird: "Für alle, die unser Selbstreparaturprogramm in Anspruch nehmen möchten, bieten wir von Samsung zertifizierte Teile, Werkzeuge und Informationen für unsere qualifizierten Produkte an einem einzigen Ort an: SamsungParts.com, powered by Encompass."
Zusammenfassung
- Samsung und iFixit beenden ihre Kooperation zur Selbstreparatur
- Partnerschaft begann vor knapp zwei Jahren zur Bereitstellung von Werkzeugen
- iFixit gibt Samsung die Schuld für das Scheitern der Verhandlungen
- iFixit kehrt zu inoffiziellen Reparaturwegen zurück, ähnlich wie bei Apple
- Hauptstreitpunkt waren die Preise für Ersatzteile und Reparaturen
- Samsung lieferte nur Akkus, die fest mit dem Display verbunden sind
- Samsung verlangte von iFixit die Weitergabe von Kundeninformationen
Siehe auch:
- Apple iPad Pro im Teardown: iFixit findet eine große Neuerung
- iFixit erstes Teardown der Apple Vision Pro enthüllt Schwächen
- MacBook Pro M3-Teardown: iFixit zeigt interessante Entdeckungen
- Surface reparieren: Microsoft macht iFixit zur offiziellen Anlaufstelle
- Mission gescheitert: iFixits Urteil zur Reparierbarkeit des iPhone 15 Pro Max
Thema:
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