Nach EU-Start: Microsoft trennt Teams nun weltweit von Office-Apps
Microsoft hat Teams aufgrund von kartellrechtlichen Vorschriften bereits für Nutzer in Europa von seinen Office-Produkten entkoppelt. Nun heißt es, das Unternehmen wird diese grundlegende Änderung weltweit einführen.
Microsoft hat die Änderungen bezüglich der Entflechtung von Teams bisher nicht offiziell bekannt gegeben, daher rätseln auch einige, ob es sich um eine Aprilscherz-Meldung handelt.
Ein Microsoft-Sprecher hat sich laut der Nachrichtenagentur aber dazu bereits gegenüber Reuters geäußert und die Änderungen bestätigt: "Um Klarheit für unsere Kunden zu schaffen, weiten wir die Schritte, die wir letztes Jahr unternommen haben, um Teams von M365 und O365 im Europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz zu entbündeln, auf Kunden weltweit aus."
Interessanterweise ist die Überlegung aber nicht von Microsoft aus gegangen, sondern geht auch auf die EU zurück: Denn damit, so Microsoft, werde nun dem Feedback der Europäischen Kommission Rechnung getragen, indem multinationalen Unternehmen mehr Flexibilität geboten wird, wenn sie ihre Einkäufe geografisch standardisieren wollen.
Dem Bericht zufolge werden die Kunden ab dem 1. April die Möglichkeit haben, entweder ihre derzeitige Vereinbarung fortzusetzen, ihre bestehende Lizenz zu erneuern, sie zu aktualisieren oder zu den neuen Angeboten zu wechseln.
Auch über die neue Preisgestaltung hat Reuters bereits Informationen. Für neue Geschäftskunden liegen die Preise für Office ohne Teams je nach Produkt zwischen 7,75 und 54,75 Dollar, während Teams Standalone 5,25 Dollar kostet. Die Zahlen können je nach Land und Währung variieren. Das Unternehmen hat die Preise für die aktuellen Paketprodukte bislang nicht bekannt gegeben, dass soll sich aber in Kürze ändern.
Zuvor hatte die Kommission vor gut drei Jahren eine Beschwerde von Slack, einem Konkurrenten von Teams, gegen Microsoft bezüglich der Bündelung von Teams mit Microsoft 365 erhalten. Slack wollte dabei feststellen lassen, dass die Bündelung der Produkte Microsoft einen unlauteren Vorteil verschafft.
Download Microsoft Teams - Slack-Konkurrent für Office 365
Siehe auch:
Reuters meldet Entkopplung
Das Gerücht ist nicht neu, bekommt jetzt aber durch einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters neues Futter. Reuters schreibt, dass Microsoft seine Chat- und Video-App Teams weltweit entkoppelt von seinem Office-Produkt verkaufen will.Microsoft hat die Änderungen bezüglich der Entflechtung von Teams bisher nicht offiziell bekannt gegeben, daher rätseln auch einige, ob es sich um eine Aprilscherz-Meldung handelt.
Ein Microsoft-Sprecher hat sich laut der Nachrichtenagentur aber dazu bereits gegenüber Reuters geäußert und die Änderungen bestätigt: "Um Klarheit für unsere Kunden zu schaffen, weiten wir die Schritte, die wir letztes Jahr unternommen haben, um Teams von M365 und O365 im Europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz zu entbündeln, auf Kunden weltweit aus."
Teams als Zusatz-Geschäft
Die Entflechtung bedeutet, dass Microsoft-Unternehmenskunden rund um den Globus Microsoft 365-Abonnements ohne Teams erwerben können oder eine eigenständige Version von Teams kaufen müssen.Interessanterweise ist die Überlegung aber nicht von Microsoft aus gegangen, sondern geht auch auf die EU zurück: Denn damit, so Microsoft, werde nun dem Feedback der Europäischen Kommission Rechnung getragen, indem multinationalen Unternehmen mehr Flexibilität geboten wird, wenn sie ihre Einkäufe geografisch standardisieren wollen.
Dem Bericht zufolge werden die Kunden ab dem 1. April die Möglichkeit haben, entweder ihre derzeitige Vereinbarung fortzusetzen, ihre bestehende Lizenz zu erneuern, sie zu aktualisieren oder zu den neuen Angeboten zu wechseln.
Auch über die neue Preisgestaltung hat Reuters bereits Informationen. Für neue Geschäftskunden liegen die Preise für Office ohne Teams je nach Produkt zwischen 7,75 und 54,75 Dollar, während Teams Standalone 5,25 Dollar kostet. Die Zahlen können je nach Land und Währung variieren. Das Unternehmen hat die Preise für die aktuellen Paketprodukte bislang nicht bekannt gegeben, dass soll sich aber in Kürze ändern.
Hintergrund
Die Europäische Kommission hatte 2023 eine formelle kartellrechtliche Untersuchung der Bündelung der Teams-Software mit der Office-Produktivitätssuite durch Microsoft eingeleitet.Zuvor hatte die Kommission vor gut drei Jahren eine Beschwerde von Slack, einem Konkurrenten von Teams, gegen Microsoft bezüglich der Bündelung von Teams mit Microsoft 365 erhalten. Slack wollte dabei feststellen lassen, dass die Bündelung der Produkte Microsoft einen unlauteren Vorteil verschafft.
Download Microsoft Teams - Slack-Konkurrent für Office 365
Zusammenfassung
- Microsoft entkoppelt Teams weltweit von Office
- Reuters-Bericht liefert neue Informationen zur Entflechtung
- Offizielle Bestätigung durch Microsoft-Sprecher erfolgt
- Entflechtung folgt EU-Vorgaben für mehr Flexibilität
- Ab 1. April neue Lizenzoptionen für Microsoft-Kunden
- Neue Preise für Office ohne Teams und Teams Standalone
- EU-Kartelluntersuchung wegen Bündelung von Teams und Office
Siehe auch:
- Microsoft Teams lässt sich nun besser in mehreren Kanälen nutzen
- Neue Microsoft Teams-Version beendet das Anwender-Chaos
- Discord auf Wish bestellt: Microsoft Teams soll jetzt Gamer begeistern
- Roadmap bestätigt: Das neue Microsoft Teams verspätet sich
- Teams bringt Microsoft wohl das erste EU-Verfahren nach dem IE ein
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