Dragon 12: Futuristisches Gezeitenkraftwerk im kommerziellen Betrieb
Die Färöer-Inseln können jetzt auf eine neue Energiequelle zurückgreifen. Im Wasser zwischen den Landflächen wurde jetzt das erste Gezeitenkraftwerk des Entwicklers Minesto installiert und offiziell für die Einspeisung ins Netz in Betrieb genommen.
Im Grunde besteht das System aus einem Schwimmkörper, der über ein Seil an einem Gewicht auf dem Meeresgrund verankert ist. Wenn die Wassermassen sich nicht bewegen würden, würde die Turbine ruhig im Wasser schweben. Ist aber eine Strömung vorhanden, sorgt eine Tragflächenkonstruktion dafür, dass das kleine Kraftwerk wie ein Flugdrache im Herbstwind in Achter-Bewegungen kreist.
Dies lässt das Wasser noch schneller an dem am Heck verankerten Propeller vorbeiströmen, als es die reinen Gezeitenströmungen täten. Hier wird nun ein Generator angetrieben, der eine Leistung von bis zu 1,2 Megawatt bringt. Das Turbinen-Teil selbst bringt es auf eine Spannweite von 12 Metern und die ganze Konstruktion inklusive des Ankergewichts wiegt 28 Tonnen.
Minesto kalkulierte vor einiger Zeit damit, dass man anfänglich bei etwa 108 Dollar pro Megawattstunde landen wird. Wenn allerdings die ersten hundert Megawatt Leistung installiert sind und sich Synergieeffekte einer kleinen Serienproduktion einstellen, sollen rund 54 Dollar pro Megawattstunde erreicht werden, was dann in etwa den Gestehungskosten von Onshore-Windkraftanlagen entspricht.
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Elegante Turbine
Andere Systeme, die auf die Gezeitenkräfte setzen, werden fest aufgebaut und stehen voll in der Strömung, die durch die Turbinen fließt. Das Modell "Dragon 12" von Minesto ähnelt hingegen einem Flugdrachen und kann flexibler zum Einsatz gebracht werden. Auch die Installation kann wesentlich schneller erfolgen.Im Grunde besteht das System aus einem Schwimmkörper, der über ein Seil an einem Gewicht auf dem Meeresgrund verankert ist. Wenn die Wassermassen sich nicht bewegen würden, würde die Turbine ruhig im Wasser schweben. Ist aber eine Strömung vorhanden, sorgt eine Tragflächenkonstruktion dafür, dass das kleine Kraftwerk wie ein Flugdrache im Herbstwind in Achter-Bewegungen kreist.
Dragon 12 von Minesto: So fliegt das Kraftwerk unter Wasser
Dies lässt das Wasser noch schneller an dem am Heck verankerten Propeller vorbeiströmen, als es die reinen Gezeitenströmungen täten. Hier wird nun ein Generator angetrieben, der eine Leistung von bis zu 1,2 Megawatt bringt. Das Turbinen-Teil selbst bringt es auf eine Spannweite von 12 Metern und die ganze Konstruktion inklusive des Ankergewichts wiegt 28 Tonnen.
Sparsame Stromerzeugung
Trotzdem ist die ganze Anlage so konzipiert, dass sie sich mit einem recht kleinen Schiff an ihren Platz bringen und versenken lässt. Die initialen Kosten sind so deutlich geringer, als es bei fest installierten Gezeitenkraftwerken der Fall ist. Das wirkt sich entsprechend auf die Erzeugerkosten aus.Minesto kalkulierte vor einiger Zeit damit, dass man anfänglich bei etwa 108 Dollar pro Megawattstunde landen wird. Wenn allerdings die ersten hundert Megawatt Leistung installiert sind und sich Synergieeffekte einer kleinen Serienproduktion einstellen, sollen rund 54 Dollar pro Megawattstunde erreicht werden, was dann in etwa den Gestehungskosten von Onshore-Windkraftanlagen entspricht.
Zusammenfassung
- Färöer-Inseln nutzen neues Gezeitenkraftwerk
- Erstes "Dragon 12" von Minesto speist Strom ins Netz ein
- Kraftwerk ähnelt einem Flugdrachen, ist flexibel einsetzbar
- Installation schneller und kostengünstiger als feste Anlagen
- Turbinen-Teil mit 12 Meter Spannweite, Gesamtgewicht 28 Tonnen
- Anlage mit kleinem Schiff transportier- und versenkbar
- Anfangskosten 108 Dollar/MWh, später ca. 54 Dollar/MWh möglich
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