Beim Ausbruch des Vesuvs verschüttet:
KI knackt antike Schriftrolle
Der Untergang der römischen Städte Pompeji und Herculaneum beschäftigt 2000 Jahre später KI-Spezialisten. Der Inhalt von antiken Schriftrollen, die beim Ausbruch des Vesuvs verkohlt wurden, konnte jetzt mithilfe von künstlicher Intelligenz geknackt werden.
Und so wurde unter dem Namen "Vesuvius Challenge" ein Wettbewerb ins Leben gerufen. Die Aufgabe: Auf Basis von CT-Scans der Rollen sollten Teams vier Passagen mit mindestens 140 Zeichen entziffern. Jetzt wurde drei Wissenschaftlern ein Preisgeld von über 650.000 Euro zugesprochen. Ihnen war es mit KI-Hilfe gelungen, Teile einer antiken Schriftrolle zu entziffern.
Der Ansatz des Teams: Zunächst war es die Herausforderung, in den CT-Scans die schwachen Signale der Tinte von Papyrus zu unterscheiden. Dann konnten die griechischen Buchstaben mithilfe einer Mustererkennung herausgearbeitet werden. Nach Angaben der Organisatoren konnten so bis jetzt etwa fünf Prozent der gesamten Schriftrolle entschlüsselt werden.
Die Papyri von Herculaneum genießen unter Wissenschaftlern fast schon mythischen Status. Bis heute konnten rund 800 Schriftrollen geborgen werden, Historiker vermuten, dass der Fundort in Italien aber Zehntausende weitere Bücher enthalten könnte - es wäre die größte Sammlung antiker Texte, die je entdeckt wurden.
Siehe auch:
Vesuvius Challenge
Eigentlich scheint von vielen Schriftrollen, die im Jahr 79 n. Chr. in einer Villa in Herculaneum verschüttet wurden, nur noch verhärtete Asche übrig zu sein. Die wertvollen Artefakte, die im Institut de France in Paris und der Nationalbibliothek von Neapel aufbewahrt werden, sind so stark beschädigt, dass jede Berührung sie unweigerlich weiter zerstört.Und so wurde unter dem Namen "Vesuvius Challenge" ein Wettbewerb ins Leben gerufen. Die Aufgabe: Auf Basis von CT-Scans der Rollen sollten Teams vier Passagen mit mindestens 140 Zeichen entziffern. Jetzt wurde drei Wissenschaftlern ein Preisgeld von über 650.000 Euro zugesprochen. Ihnen war es mit KI-Hilfe gelungen, Teile einer antiken Schriftrolle zu entziffern.
Der Ansatz des Teams: Zunächst war es die Herausforderung, in den CT-Scans die schwachen Signale der Tinte von Papyrus zu unterscheiden. Dann konnten die griechischen Buchstaben mithilfe einer Mustererkennung herausgearbeitet werden. Nach Angaben der Organisatoren konnten so bis jetzt etwa fünf Prozent der gesamten Schriftrolle entschlüsselt werden.
Musik, Essen und die Freuden des Lebens
Und so lassen sich auch erste konkrete Rückschlüsse auf Verfasser und Inhalt ziehen. Wie einer der Organisatoren des Wettbewerbs, Nat Friedman, auf X schreibt, war der Autor der Schriftrolle "wahrscheinlich der epikureische Philosoph Philodemus", der "über Musik, Essen und die Freuden des Lebens" schrieb.Die Papyri von Herculaneum genießen unter Wissenschaftlern fast schon mythischen Status. Bis heute konnten rund 800 Schriftrollen geborgen werden, Historiker vermuten, dass der Fundort in Italien aber Zehntausende weitere Bücher enthalten könnte - es wäre die größte Sammlung antiker Texte, die je entdeckt wurden.
Zusammenfassung
- KI-Spezialisten entschlüsseln antike Schriftrollen
- Von Vesuv verkohlte Papyri werden nun lesbar
- "Vesuvius Challenge" fördert Entzifferung per CT-Scan
- 650.000 Euro Preisgeld für erfolgreiche Wissenschaftler
- KI trennt Tintensignale von Papyrus in Scans
- 5% der Schriftrolle bisher durch Mustererkennung entschlüsselt
- Philodemus vermutlich Autor der entzifferten Texte
- 800 Schriftrollen geborgen, viele vermutlich noch verborgen
Siehe auch:
- Chinas Angst vor KI: Regierung legt Künstlicher Intelligenz Maulkorb an
- DuckAssist: Suchmaschine DuckDuckGo mit künstlicher Intelligenz
- Google stellt künstliche Intelligenz vor, die Text-zu-Musik beherrscht
- GGWP: Künstliche Intelligenz sagt toxischen Spielern den Kampf an
- "Ethik künstlicher Intelligenz": Microsoft KI bekommt päpstliches Okay
Thema:
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